Otis Rush

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Otis Rush, 2002

Otis Rush (* 29. April 1934 in Philadelphia, Mississippi) ist ein US-amerikanischer Blues-Gitarrist.

Nachdem er Anfang der 1950er-Jahre nach Chicago gezogen war, wurde Rush bald ein bekannter Gitarrist in der dortigen Blues-Szene. Ab 1956 machte er Aufnahmen und hatte 1957 zwei Hits mit All Your Love I Miss Lovin’ und I Can’t Quit You Baby, Letzteres von Willie Dixon. All Your Love (I Miss Lovin’) wurde im Laufe der Zeit mehrfach von berühmten Bands gecovert, einschließlich John Mayall auf Blues Breakers with Eric Clapton, Aerosmith, Stevie Ray Vaughan, Gary Moore auf Still Got the Blues und der Steve Miller Band.

In den 1960er-Jahren ging Rush auch in Europa auf Tournee. Eines seiner bekanntesten Alben ist Moanin’ in the Morning aus dem Jahr 1968. 1984 wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen. 1999 gewann er einen Grammy für das Album Any Place I’m Goin’ in der Kategorie Best Traditional Blues Album.[1]

Der Stil von Otis Rush, bekannt als West Side Chicago Blues, wird mit dem von Luther Allison, Magic Sam, Buddy Guy und Albert King verglichen. Er beeinflusste Blues-Größen wie Michael Bloomfield, Eric Clapton, Peter Green und Stevie Ray Vaughan. Eine Besonderheit besteht in Rushs Gitarrentechnik. Rush ist Linkshänder und spielt Linkshänderinstrumente, die jedoch als Rechtshänder-Gitarren besaitet sind (siehe Foto rechts). Als Resultat liegen die Diskantsaiten auf Rushs Gitarren oben und werden beim Abschlagspiel zuerst angeschlagen. Die gleiche Reihenfolge der Besaitung wurde auch von den ebenfalls linkshändigen Gitarristen Albert King und Dick Dale eingesetzt.

Otis Rush beim Notodden bluesfestival, Norwegen, 1997

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1969 Mourning in the Morning (Cotillion)
  • 1974 Screamin' and Cryin' (Black And Blue)
  • 1975 Cold Day in Hell (Delmark)
  • 1976 So Many Roads (Delmark)
  • 1976 Right Place, Wrong Time (Bullfrog)
  • 1978 Troubles Troubles (Sonet)
  • 1989 Tops (Blind Pig)
  • 1989 Blues Interaction – Live in Japan 1986 (P-Vine)
  • 1991 Lost in Blues (Alligator Records ALCD4797)
  • 1993 Live in Europe (Evidence Music ECD 26034-2)
  • 1994 Ain't Enough Comin' In (This Way Up)
  • 1998 Any Place I'm Going (House Of Blues)
  • 2006 Live...and in Concert from San Francisco (Blues Express)
  • 2006 Live at Montreux 1986 (Eagle Records) mit Eric Clapton (4x) und Luther Allison (1x)
  • 2009 Chicago Blues Festival 2001 (P-Vine)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Otis Rush bei allmusic.com

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otis Rush – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien