Otokar Fischer

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Otokar Fischer,
Karikatur von Hugo Boettinger (1917)

Otokar Fischer (* 20. Mai 1883 in Kolín; † 12. März 1938 in Prag) war ein tschechischer Übersetzer, Literaturwissenschaftler und Dramaturg.

Der aus einer jüdischen Familie stammende Otokar Fischer gehörte zur pragmatischen Generation des Jahres 1914. Er studierte Germanistik, Romanistik und vergleichende Literaturwissenschaften in Prag und Berlin, war Dozent an der Karls-Universität, an der er 1933 auch zum Dekan berufen wurde und war Dramaturg am Nationaltheater (Národní divadlo) und später Direktor des Schauspielhauses. Er starb an einem Herzschlag, nachdem er vom so genannten Anschluss Österreichs an das Dritte Reich erfahren hatte.

Mit der Malerin Vlasta Vostřebalová-Fischer (1898–1963) hatte er den Sohn Jan Otakar Fischer (1923–1992).

Werke[Bearbeiten]

Fischer widmete sich Monografien über deutsche Schriftsteller (Heine, Kleist und Nietzsche). Daneben schrieb er Gedichte, von denen die bekanntesten die Sammlungen Stimmen (Hlasy 1923) und Ringe (Kruhy 1921) sind. Über die Schwierigkeiten der Juden schrieb er in seinem 1916 erschienenen Buch Erleuchtete Fenster (Ozářená okna).

In seinen theoretischen Werken bediente er sich der literarisch-psychologischen Methode. Kulturpolitische Essays, Rezensionen und Übersetzungen veröffentlichte er in der Nationalzeitung (Národní listy) und im Volksrecht (Právo lidu). Daneben war er als Theaterreferent der Volkszeitung tätig. Seine Essays veröffentlichte er im Buch Seele und Wort (Duše a slovo, 1929) sowie Wort und Welt (Slovo a svět 1937).

Weniger bekannt sind seine dramatischen Werke Die Przemysliden (Přemyslovci 1918) oder Sklaven (Otroci 1925). Einen Namen machte er sich als Übersetzer von Goethes Faust, Werken von William Shakespeare, Rudyard Kipling, Molière, François Villon, Heinrich Heine und anderer.

siehe auch Liste tschechischer Schriftsteller

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otokar Fischer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien