Ottenhofen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Ottenhofen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ottenhofen
Ottenhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ottenhofen hervorgehoben
48.21666666666711.883333333333498Koordinaten: 48° 13′ N, 11° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Oberneuching
Höhe: 498 m ü. NHN
Fläche: 10,27 km²
Einwohner: 1910 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 186 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85570
Vorwahl: 08121
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 134
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St.-Martin-Str. 9
85467 Neuching
Webpräsenz: www.ottenhofen.de
Bürgermeisterin: Nicole Schley (SPD)
Lage der Gemeinde Ottenhofen im Landkreis Erding
Oberding Eitting Berglern Langenpreising Moosinning Erding Bockhorn (Oberbayern) Taufkirchen (Vils) Dorfen Sankt Wolfgang (Oberbayern) Lengdorf Wartenberg (Oberbayern) Kirchberg (Oberbayern) Hohenpolding Steinkirchen (Oberbayern) Inning am Holz Fraunberg Isen Finsing Walpertskirchen Forstern Neuching Ottenhofen Pastetten Buch am Buchrain Wörth (Landkreis Erding) Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Ebersberg München Landkreis München Landkreis Landshut Landkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Ottenhofen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberneuching.

Geografie[Bearbeiten]

Ottenhofen liegt in der Region München im Tal der Sempt etwa 11 km südlich der Kreisstadt Erding, 23 km vom Flughafen München, 26 km westlich von Dorfen, 18 km nördlich von Ebersberg und 28 km von der Landeshauptstadt München entfernt. Die Gemeinde besitzt an der Bahnstrecke Markt Schwaben–Erding einen Haltepunkt der S-Bahn München, deren Züge meist im 20-Minuten-Takt eine gute Anbindung an die Innenstadt bieten.

Es existiert nur die Gemarkung Ottenhofen. Ortsteile sind außer Ottenhofen Unterschwillach, Siggenhofen und Herdweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Ottenhofen im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening)

Ottenhofen wurde unter dem Namen „Outinhuni“ im Zusammenhang mit einer Schenkung 1083 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern. Die Ottenhofer und später die Grafen von Perusa besaßen hier bis 1821 eine offene Hofmark. 1928 wurde die 1818 entstandene Gemeinde vom Bezirk Ebersberg abgetrennt und dem Bezirk Erding, dem heutigen Landkreis, angegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.040, 1987 dann 1.071 im Jahr 2000 1.597 und im Jahr 2006 1.887 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Erste Bürgermeisterin ist seit dem 1. Mai 2014 Nicole Schley (SPD), die gemeinsame Kandidatin der SPD und der Freien Wähler Ottenhofen e.V. Der Ottenhofener Gemeinderat setzt sich aus der Ersten Bürgermeisterin und 12 Gemeinderäten (6 Freie Wähler, 4 CSU, 2 SPD) zusammen. Der Bau- und Umweltausschuss ist ein beschließender Ausschuss, der Finanzausschuss und der Rechnungsprüfungsausschuss sind vorberatende Ausschüsse. Es gibt eine Seniorenbeauftragte, einen Sportbeauftragten und eine Jugendbeauftragte. Kontakt zur Gemeinde: Tel. 08123/932660 oder www.vg-oberneuching.de

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wappen der Gemeinde Ottenhofen

Das Wappen der Gemeinde Ottenhofen wurde am 28. September 1982 festgelegt: „Unter silbernem Schildhaupt, darin eine rote heraldische Rose mit goldenem Butzen und goldenen Kelchblättern, in Rot ein links gewendeter vierfüßiger goldener Drache mit einem Großbuchstaben „S“ im Rachen.“

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Rot-Weiß.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Ottenhofen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 55 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 12 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 507. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 6 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 626 ha, davon waren 456 ha Ackerfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde Wörth verlaufen die Bahnstrecken München–Mühldorf und Markt Schwaben–Erding. Jedoch besitzt die Gemeinde nur an der Bahnstrecke nach Erding eine Bahnstation. An der Bahnstrecke nach Mühldorf, die am 1. Mai 1871 in Betrieb genommen wurde, gab es nie einen Bahnhof innerhalb der Gemeinde.[2] Der an der Bahnstrecke Markt Schwaben–Erding liegende Bahnhof Ottenhofen (Oberbay) wurde mit der Bahnstrecke am 16. November 1872 eröffnet. Die Bahnstrecke ist seit 1972 in das Netz der S-Bahn München integriert und wird seitdem nur noch von S-Bahnen bedient.[3] Heute besitzt der Bahnhof Ottenhofen noch ein Ausweichgleis, der Bahnsteig ist 96 Zentimeter hoch.[4] Derzeit (Stand: 2013) wird die Bahnstrecke von Zügen der S-Bahn-Linie S2, die von Petershausen über Dachau, München, Markt Schwaben und Ottenhofen nach Erding führt, im 20-Minutentakt bedient. Der 20-Minutentakt besteht nur von Montag bis Freitag, an Wochenenden wird nur im 20/40-Minutentakt von Markt Schwaben weiter über Ottenhofen nach Erding gefahren.

Busverkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ottenhofen liegt im Tarifgebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). An das Busnetz des Verkehrsverbunds ist die Gemeinde durch zwei Buslinien angeschlossen. Die Buslinie 507 verkehrt von Erding über Oberding, Moosinning, Neuching, Finsing und Ottenhofen nach Markt Schwaben. Dabei bedient die Linie die S-Bahnhöfe Erding, Ottenhofen und Markt Schwaben. Die Buslinie verkehrt von Montag bis Freitag viermal täglich, an Samstagen und Sonntagen ist kein Betrieb. Die Buslinie 505 verkehrt von Isen über Buch am Buchrain, Pastetten, Forstern und Ottenhofen nach Markt Schwaben. Dabei liegt nur eine Haltestelle innerhalb des Gemeindegebiets von Ottenhofen. Die Buslinie verkehrt von Montag bis Freitag im Zweistundentakt, an Samstagen und Sonntagen verkehrt die Linie nicht.[5]

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 75 Kindergartenplätze mit 68 Kindern
  • Volksschule: 1 mit 5 Lehrern und 94 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Reinhard Wanka, Wolfgang Wiesner: Die Hauptbahn München–Simbach und ihre Zweigbahnen. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1996, ISBN 3-922138-59-4.
  3.  Reinhard Pospischil, Ernst Rudolph: S-Bahn München. Alba, Düsseldorf 1997, ISBN 3-87094-358-0.
  4. Bahnsteiginformationen zum Haltepunkt St. Koloman. In: deutschebahn.com. DB Station&Service. Abgerufen am 13. März 2013.
  5. Liniennetz vom Landkreis Erding (PDF; 727 kB) In: mvv-muenchen.de. Münchner Verkehrs- und Tarifverbund. Abgerufen am 14. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ottenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien