Ottenstein (Niedersachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ottenstein
Ottenstein (Niedersachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ottenstein hervorgehoben
51.959.4275Koordinaten: 51° 57′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Samtgemeinde: Bodenwerder-Polle
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 13,59 km²
Einwohner: 1166 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31868
Vorwahl: 05286
Kfz-Kennzeichen: HOL
Gemeindeschlüssel: 03 2 55 031
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Münchhausenplatz 1
37619 Bodenwerder
Webpräsenz: www.ottensteiner-hochebene.de
Bürgermeister: Manfred Weiner (CDU)
Lage der Gemeinde Ottenstein im Landkreis Holzminden
Hessen Nordrhein-Westfalen Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Hildesheim Landkreis Northeim Arholzen Bevern (Landkreis Holzminden) Bevern (Landkreis Holzminden) Bodenwerder Boffzen Boffzen Derental Derental Derental Derental Boffzen (gemeindefreies Gebiet) Brevörde Deensen Deensen Deensen Grünenplan (gemeindefreies Gebiet) Grünenplan (gemeindefreies Gebiet) Grünenplan (gemeindefreies Gebiet) Delligsen Dielmissen Eimen Eimen (gemeindefreies Gebiet) Eschershausen Eschershausen (gemeindefreies Gebiet) Eschershausen (gemeindefreies Gebiet) Fürstenberg (Weser) Golmbach Halle (Weserbergland) Hehlen Hehlen Heinade Heinade Heinade Heinsen Heyen Holenberg Holzen (bei Eschershausen) Holzminden Holzminden Holzminden (gemeindefreies Gebiet) Kirchbrak Lauenförde Lenne (Niedersachsen) Lüerdissen Merxhausen (gemeindefreies Gebiet) Negenborn Ottenstein (Niedersachsen) Pegestorf Polle Stadtoldendorf Vahlbruch Wangelnstedt Wenzen (gemeindefreies Gebiet)Karte
Über dieses Bild

Ottenstein ist ein Flecken im Landkreis Holzminden in Niedersachsen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ottenstein liegt auf der Ottensteiner Hochfläche über dem Wesertal zwischen dem Naturpark Solling und dem Naturpark Weserbergland. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Bodenwerder hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Für die Gemeinde sind drei Ortsteile ausgewiesen:

  • Glesse
  • Lichtenhagen
  • Sievershagen

Geschichte[Bearbeiten]

Ottenstein bei Merian

Die Burg Ottenstein und der Flecken wurden 1182 erstmals urkundlich erwähnt; gegründet wurden sie offenbar von Otto VIII. von Everstein. Im Schutze der Burg begann der Zuzug und auch die planmäßige Umsiedlung aus den Dörfern Hattensen und Bergfelde. 1701 unter Hilmar von Mansberg erfolgte der Abriss der Burg und der Aufbau eines Fachwerkhauses, das bis 1929 als Amtsgericht genutzt wurde. Im September 1976 wurde auch dieses Haus abgerissen und ein Bungalow über die Kellergewölbe gebaut.

Im Frühjahr 1571 brannte die alte Marienkirche und wurde völlig zerstört. Von 1601 bis 1610 wurde eine neue Liebfrauenkirche (Pfarrkirche Unserer Lieben Frau) errichtet.

1662 verfügte der Flecken über sechs Jahrmärkte. 1791 soll in der Kapelle von Hattensen (heute als Friedhofskapelle von Ottenstein genutzt) die heimliche, später annullierte Trauung von Caroline von Linsingen mit Prinz William von Großbritannien und Irland stattgefunden haben.

1910 wurde am Dorfteich ein Gedenkstein errichtet und eine Straße nach dem im Ort geborenen Major Georg Ludwig Korfes benannt.

1996 lebten 1401 Einwohner in der Gemeinde. Im Jahr 2001 erhielt Ottenstein auf Bundesebene die Goldmedaille im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft.

Bis Ende 2010 war Ottenstein staatlich anerkannter Erholungsort.

Religionen[Bearbeiten]

  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ottenstein

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Glesse und Lichtenhagen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Gemeindewahl 2011
Wahlbeteiligung: 60,89 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
68,41 %
20,53 %
7,91 %
3,15 %

Der Gemeinderat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 zusammen aus:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Manfred Weiner (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot eine silberne Kapelle mit Spitzturm in Seitenansicht, hinterlegt mit einem aufrechten goldenen Zweig mit goldenen Blättern und silbernen Früchten“. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich die Siedlung, die um die frühere Burg Ottenstein angelegt wurde, zum Amtssitz und Flecken im 15. Jahrhundert. Das Wappen zeigt Friedhofskapelle des einstigen Kirchspiels des Amtes an, zugleich war sie bis 1601 Pfarrkirche des zwischenzeitlich 1406 zerstörten Bergdorfes Hattensen.[3] Sie ist durch ihren romanischen Gewölbebau kunstgeschichtlich bedeutsam. Durch den belaubten Zweig werden heraldisch die alten Kirschplantangen der Gemeinde versinnbildlicht, die Farben Rot und Gold nehmen Anlehnung auf das Löwenwappen der Welfen. Das Wappen Ottensteins wurde 1962 genehmigt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ottenstein ist über die Landstraße 428 mit der Bundesstraße 83, die von Holzminden nach Hameln führt, verbunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Heinrich Rose: Chronik von Ottenstein und Glesse. Selbstverlag, Kemnade 1927.
  •  Bernd Dröge, Schützenverein Ottenstein von 1879 e.V. (Hrsg.): Festzeitschrift zum 125-jährigen Jubiläum. Schützenverein von 1879, Ottenstein 2004.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ottenstein (Lower Saxony) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 211.
  3.  Klemens Stadler: Deutsche Wappen Bundesrepublik Deutschland. Die Gemeindewappen der Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein. 5, Angelsachsen-Verlag, Bremen 1970, S. 56.