Ottilienkirche (Bettringen)

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Ottilienkirche

Die Ottilienkirche (auch Kirche St. Ottilia, Holzkirche, seltener auch St. Ottilie) ist eine Wallfahrts- sowie Filialkirche der Bettringer Cyriakuskirche in Unterbettringen, einem Stadtteil von Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis (Baden-Württemberg). Die Ottilienkirche dient wegen des nahen Ottilienfriedhofs als Kirche der Beerdigungen. Der Friedhof befindet sich bis heute in kirchlicher Hand und soll in städtische Verwaltung übergeben werden (Stand 11/2011).

Geschichte[Bearbeiten]

Die Filialkirche St. Ottilie in Unterbettringen wurde 1358 erstmals als Holzkirche urkundlich erwähnt und ist damit die älteste Kirche Bettringens. Zur Entstehung wird die Sage erzählt, dass diese Kirche an der Kreuzung nach Waldstetten erbauten werden sollte und dafür dort das Holz schon bereit gelegt wurde. In der Nacht hätten dann Engel das Holz auf die Anhöhe, östlich des Dorfes getragen, was die Dorfbewohner als Zeichen Gottes sahen und die Kirche an dieser Stelle, an der auch eine Quelle zufinden war, erbauten. Aufgrund dieser Sage ist die Kirche in Bettringen oft noch als Holzkirche bekannt. 53 Jahre später folgt 1411 die erstmalige Erwähnung des Namen Ottilienkirche. Bischof Johannes von Augsburg weiht 1478 den Altar zu Ehren der Heilige Ottilia, Heilige Barbara und Heilige Katharina. Über 300 Jahre später folgt der Neubau des Langhauses im barocken Stil.

Vermutlich befand sich oberhalb des heutigen Mesnerhauses ein vorgeschichtliches, wahrscheinlich keltisches Heiligtum.

Die Kirche ist seit langer Zeit ein Wallfahrtsort, v. a. von Augenleidenden. So soll der sechste Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart der Gmünder Paul Wilhelm von Keppler nach einem Besuch der Ottilienkirche von schwerem Augenleiden geheilt worden sein.

2013 musste die denkmalgeschützte Friedhofsmauer wegen Einsturzgefahr saniert werden.[1]

Ausstattung[Bearbeiten]

Der Ottilienaltar besteht aus der Heiligenfigur (um 1500), sowie dem Flügelschrein von Alois Bühler von 1950 der Szenen aus dem Leben der Heiligen darstellt. Der Altarsockel ist von 1994 und deutet auf ein Taufkleid hin (Thema: Hülle). Der Hochaltar besteht aus fünf Figuren, einer spätgotische Figur der Nothelferin Heilige Katharina von Alexandrien von um 1500, einer spätgotische Figur des Heiligen Bischof Ulrich von Augsburg von um 1500, mittig einer Gottesmutter mit Kind, einer Figur der Nothelferin Heilige Barbara aus dem 18. Jahrhundert, sowie einer Figur des Heiligen Patrizius.

Da die ursprüngliche Figur des Heiligen Leonhards gestohlen wurde, wurde diese 1994 durch einen Holzschnitt von Joachim Maria Hoppe ersetzt.

Die Orgel der Ottilienkirche ist einmanualig.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land gibt Fördermittel frei

48.7847222222229.8452777777778Koordinaten: 48° 47′ 5″ N, 9° 50′ 43″ O