Otto-Herman Frey

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Otto-Herman Frey (* 1. September 1929 in Berlin) ist ein deutscher Prähistoriker.

Otto-Herman Frey wurde als Sohn von Herman-Walther Frey geboren und studierte Urgeschichte, Klassische Archäologie und Alte Geschichte an der Universität Freiburg. Er wurde dort 1957 mit einer Arbeit zum Thema Eine etruskische Bronzeschnabelkanne in Besançon (I) und der Import etruskischer Bronzeschnabelkannen in Mitteleuropa (II) promoviert. Es folgte bis 1958 das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Danach wurde Frey Wissenschaftlicher Assistent am Vorgeschichtlichen Seminar der Philipps-Universität Marburg. Mit der Arbeit Die Entstehung der Situlenkunst. Studien zur figürlich verzierten Toreutik von Este wurde er in Marburg 1964 habilitiert. 1970 wurde er auf den Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte an die Universität Hamburg berufen, von 1976 bis zu seiner Emeritierung 1996 lehrte er als ordentlicher Professor für Vor- und Frühgeschichte an der Universität Marburg.

Frey ist Spezialist für die Hallstatt- und frühe Latènezeit, etruskischen Import nach Mitteleuropa und Situlenkunst. Ausgrabungen führte er unter anderem in Spanien, Slowenien und Italien durch. Er ist Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts, des Istituto Nazionale di Studi Etruschi e Italici, der British Academy sowie der Prehistoric Society in London.

Schriften[Bearbeiten]

  • Eine etruskische Bronzeschnabelkanne. Annales littéraires de l'Université de Besançon 5, Besançon 1955
  • Die Zeitstellung des Fürstengrabes von Hatten im Elsaß, in Germania 35, 1957, S. 229ff.
  • mit W. Lucke: Die Situla in Providence. Ein Beitrag zur Situlenkunst des Osthallstattkreises. Römisch-Germanische Forschungen, Berlin 1962.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]