Otto-Kühne-Schule

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Das Hauptgebäude des Päda, nach dem Abriss des „Kleinen Schulhauses“

Die Otto-Kühne-Schule im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg – auch als Päda bezeichnet – ist eine staatlich anerkannte private Ersatzschule und als solche einem staatlichen Gymnasium gleichgestellt. Die Schule hat ca. 800 Schülerinnen und Schüler, die von knapp 60 Lehrkräften unterrichtet werden. Außerdem verfügte das Päda bis zum Ende des Schuljahres 2010/11 über ein Internat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Schülerheim Haus Arndt 1905

Das Päda wurde 1883 als evangelisches Pädagogium von Pfarrer Julius Axenfeld gegründet. 1887 wurde Professor Otto Kühne als Lehrer und Internatsleiter angestellt, wenig später übernahm er die Schule. Seitdem befinden sich Schule und Internat, die seit 1937 den Namen Pädagogium Godesberg Otto-Kühne-Schule tragen, im Besitz der Familie Kühne. Seit 1989 gehört das PÄDA zwei GmbHs, deren Geschäftsführer die Urenkel von Otto Kühne sind.

1920 wurde das ursprüngliche äussere Erscheinungsbild des Schulgebäudes durch einen verherenden Dachstuhlbrand verändert. Der große Turm des Gebäudes wurde, wie auch die große Aula, zerstört. Nach dem Brand wurde das Gebäude durch das Architektenbüro Maß in seiner jetzigen Gestalt erneuert.[1]

2008 feiert das Päda die durch ein großes Fest gestaltete 125-Jahrfeier. Mit Ende des Schuljahres 2010/2011 wurde das letzte Internatshaus aufgegeben und geschlossen[2].

[Bearbeiten] Lage

Das Päda liegt im Godesberger Ortsteil Villenviertel, nur durch die ehemaligen Internatshäuser und eine Parkanlage vom Rhein getrennt. Um den Schulhof gruppieren sich die Internatshäuser, die Turnhalle und zwei Schulgebäude. Das alte Schulgebäude, ein markanter siebenstöckiger Backsteinbau, steht unter Denkmalschutz.

[Bearbeiten] Trivia

Das Päda ist eines der wenigen privaten Gymnasien in Deutschland, die sich nicht in der Trägerschaft von Kirchen, Orden oder anderen Großorganisationen befinden. Dies ermöglicht der Schulleitung eine ungewöhnliche Freiheit in der Umsetzung des pädagogischen Konzepts. Beispielsweise werden die Lehrer selbst ausgesucht, wobei besonderer Wert auf ein Engagement auch über die Unterrichtszeiten hinaus gelegt wird. Des Weiteren diente der alte Backsteinbau bereits des Öfteren als Kulisse für diverse Filmproduktionen und Fotoshootings.

Der Roman Spieltrieb von Juli Zeh, die selbst als Schülerin die Otto-Kühne-Schule besucht hat, spielt am fiktiven Ernst-Bloch-Gymnasium. Bei der Beschreibung der Schule hat sich Zeh vom Päda inspirieren lassen und auch verschiedene Figuren im Roman sind an ehemalige Lehrer der Autorin angelehnt.

[Bearbeiten] Bekannte Lehrer/Erzieher

[Bearbeiten] Bekannte Schüler

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Friedhelm Schulz:Der Brand des Schulgebäudes Pädagogium Godesberg am 9. Juli 1920 in: Godesberger Heimatblätter Nr. 49 S. 138-151
  2. General-Anzeiger vom 20. Juli 2011 zur Schliessung des Internatsbetriebes (abgerufen am 24. Februar 2012)
  3. Karl Schröder: Aufstieg und Fall des Robert Ley, Bürgerverein Ruppichteroth, Verlag Franz Schmitt, Siegburg 2008, ISBN 978-3-87710-342-5, S. 19

[Bearbeiten] Weblinks

50.6891311111117.168128Koordinaten: 50° 41′ 21″ N, 7° 10′ 5″ O

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