Otto Basler

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Dieser Artikel informiert über den deutschen Germanisten. Zum Schweizer Literaturkritiker siehe Otto Basler (Literaturkritiker).

Otto Basler (* 8. Mai 1892 in Kitzingen; † 28. Mai 1975 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Philologe und Germanist.

Basler studierte Germanistik, Romanistik, Anglistik und Geschichte an den Universitäten von Freiburg (u.a. bei Friedrich Kluge) und Leipzig. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Reserveoffizier teil, 1919 legte er das Staatsexamen ab. Nach der Promotion zum Dr. phil. war er bis 1925 als Bibliothekar an der Universität Freiburg, bis 1936 an der Deutschen Heeresbücherei in Berlin und von 1936 bis 1945 an der Bayerischen Armeebibliothek in München tätig. Seit 1943 lehrte er an der Universität München, zunächst mit einem Lehrauftrag für deutsche Philologie und Volkskunde, seit 1947 als a.o. Professor, seit 1952 bis zur Emeritierung auf einem eigenen Lehrstuhl. Später übersiedelte er nach Freiburg, wo er seit 1959 als Honorarprofessor lehrte.

1923 übernahm er die Bearbeitung des von Friedrich Kluge angeregten und von Hans Schulz († 1915) begonnenen Deutschen Fremdwörterbuchs, von dem er Band 2 (L–P, erschienen 1942) und die erste Lieferung von Band 3 (bis 1970, Buchstabe Q) erarbeitete. Anfang der Siebziger Jahre übergab Basler aus Altersgründen die von ihm gesammelten Materialien zur Fertigstellung des Deutschen Fremdwörterbuchs dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.

Basler war bis 1933 Herausgeber des Duden und war an der (nicht durchgeführten) Reform der deutschen Rechtschreibung von 1944 beteiligt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs veröffentlichte er seine Vorschläge für eine Rechtschreibreform im Leibniz-Verlag.

Werke[Bearbeiten]

  • Deutsches Fremdwörterbuch. Begonnen von Hans Schulz, fortgeführt von Otto Basler. Bd. 2: L–P. Walter de Gruyter, Berlin 1942.
  • Deutsche Rechtschreibung. Regeln und Wörterverzeichnis. Leibniz, München 1948.

Weblinks[Bearbeiten]