Otto Busse (Pathologe)

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Otto Emil Franz Ulrich Busse (* 6. Dezember 1867 in Gühlitz bei Perleberg[1][2]; † 3. Februar 1922 in Zürich) war ein Pathologe.

Busse studierte an der Universität Greifswald bei Paul Grawitz, wo er 1892 promovierte[3]. 1894 beschrieben Busse und Abraham Buschke die Infektionskrankheit Kryptokokkose, die hauptsächlich durch den Pilz Cryptococcus neoformans ausgelöst wird. [1] Kryptokokkose wurde deshalb Busse-Buschke-Krankheit genannt. Busse habilitierte sich 1896. Ab 1904 arbeitete er als Professor für Pathologie an der Medizinischen Akademie zu Posen.[4] Ab 1911 arbeitete er als Professor für Pathologie und Dekan des Pathologischen Instituts an der Universität Zürich.[5] Die Züchtung von Zellen auf einem Glasträger gelang 1912 Alexis Carrel, diese Methode verwendete Busse, um Entzündungsvorgänge zu untersuchen und fotografisch zu dokumentieren.

Paul Busse-Grawitz, ein deutsch-argentischer Arzt, war ein Sohn Busses aus seiner ersten Ehe mit der Tochter seines Hochschullehrers Paul Grawitz.[4]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  •  Die Hefen als Krankheitserreger. Hirschwald, Berlin 1897 (zgl. Habilitations-Schrift, Univ. Greifswald, 1896).
  •  Das Obduktionsprotokoll. Schoetz, Berlin 1900.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  M. Knoke, G. Schwesinger: Hundert Jahre Cryptococcose. Medizinische Mykologie im 19. Jahrhundert in Greifswald. In: Mycoses. 37, Nr. S1, 1994, S. 28–33 (PDF).
  2. * Peter Friedli: Busse, Otto Emil Franz Ulrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, ISBN 3-428-00184-2, S. 76 (Digitalisat).
  3.  Otto Emil Franz Ulrich Busse: Über die Heilungsvorgänge an Schnittwunden der Haut . Druck v. J. Abel, Greifswald 1892. (Inaugural-Dissertation, Univ. Greifswald, 1892).
  4. a b L. A. K. Wuttke: Prof. Dr. Otto Emil Franz Ulrich Busse. In: Prignitzlexikon. Archiviert vom Original am 28. Juni 2009, abgerufen am 29. September 2010.
  5. Otto Busse. 1911 – 1922. In: Geschichte. Die Pathologie in der Schweiz. Archiviert vom Original am 15. September 2007, abgerufen am 5. März 2012.