Otto Friedrich Bach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Otto Bach (links) 1949 bei einer öffentlichen Diskussion im RIAS mit Joachim Tiburtius (CDU, Mitte mit Brille) und Carl-Hubert Schwennicke (FDP, rechts).

Otto Friedrich Bach (* 22. Dezember 1899 in Stuttgart; † 28. Juli 1981 in West-Berlin) war ein Berliner SPD-Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Er war der Sohn der Zimmermanns Karl Bach. Nach dem Abschluss der Schulbildung durchlief er von 1915 bis 1918 eine kaufmännische Lehre im Papier- und Schreibwarengroßhandel.

Berufstätigkeit[Bearbeiten]

In den Jahren 1921 bis 1933 war er am Aufbau des Berliner Zweig-Amtes des Internationalen Arbeitsamtes in Genf unter Leitung des ehemaligen Reichsarbeitsministers Alexander Schlicke beteiligt.

Während des Dritten Reichs war Bach bis 1940 beim Arbeitsamt in Genf tätig.

1941 bis 1944 arbeitete Bach in Paris, wo er dem Vorstand der deutschen Handelskammer angehörte. Im Juni 1944 wurde er wegen „staatsfeindlicher Haltung“ von der Deutschen Botschaft auf Veranlassung des SD aus Frankreich ausgewiesen und wurde im November 1944 noch als Lastkraftfahrer zur Wehrmacht eingezogen.

Nach Kriegsende war Bach in Hamburg als Dolmetscher und Referent beim Britischen Militärkommandanten in Hamburg-Bergedorf tätig.

Politischer Werdegang[Bearbeiten]

Ehrengrab, Potsdamer Chaussee 75, in Berlin-Nikolassee

In den Berliner Magistraten Ostrowski , Reuter und Schroeder übernahm Bach das Hauptamt für Gesamtplanung. Daneben leitete er bis 1946 das Wirtschaftliche Sekretariat im Zentralausschuss der SPD.

Öffentliche Ämter[Bearbeiten]

Bereits 1946 ist Otto Bach Stadtverordneter der SPD geworden. 4 Jahre später wurde er vom Regierenden Bürgermeister Reuter zum Senator für das Sozialwesen berufen und übte dieses Amt bis zu Reuters Tod 1953 aus.

1954 schied er aus dem Abgeordnetenhaus aus, kehrte aber 1958 wieder zurück und wurde am 28. September 1961 einstimmig zum neuen Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses gewählt. Im März 1967 verzichtete er nach fast sechsjähriger Amtsführung auf eine erneute Kandidatur bei den Berliner Wahlen und trat in den Ruhestand.

Am 28. Juli 1981 starb Otto Bach im Alter von 81 Jahren in West-Berlin.

Bach wurde auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin-Nikolassee beigesetzt. Die Grabstätte gehört zu den Ehrengräbern des Landes Berlin.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otto Friedrich Bach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien