Otto Groth
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Otto Groth (* 1875 ; † 1965) war ein deutscher Journalist und Medienwissenschaftler (Schwerpunkt: Zeitung). Er gilt neben Emil Dovifat und Karl Bücher als einer der Gründungsväter der deutschen Publizistikwissenschaft.
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[Bearbeiten] Leben
Otto Groth bot in seinem mehrbändigen Opus magnum Die Zeitung, das 1928 bis 1930 erschien, eine schier unerschöpfliche Faktenfülle zur historischen Entwicklung des deutschen Pressewesens.
Groths Karriere wurde durch seine Herkunft nicht befördert. Als Zeitungswissenschaftler jüdischen Glaubens hatte man schon in den 20er-Jahren wenig Chancen. Groth war immerhin vor Emil Dovifat auf der Berliner Berufungsliste platziert, bekam jedoch schon vor 1933 letztlich keinen Lehrstuhl.
Groth definierte die Zeitung mit Hilfe folgender vier „Wesensmerkmale“:
- Aktualität
- Universalität
- Publizität
- Periodizität.
Die materielle Basis der Zeitung legte er in seiner bis heute in der Kommunikationswissenschaft gebräuchlichen Definition nicht fest. „Zeitung“ meint also nicht so sehr das gedruckte Tageblatt, als die ihm zugrundeliegende „geistige Gestalt“ des Inhalts, was durch Begriffe wie Kulturwerk Zeitung, Zeitgespräch der Gesellschaft oder Gespräch der Gesellschaft mit sich selbst über Fragen der Zeit verdeutlicht wird.
[Bearbeiten] Auszeichnungen
Groth wurde anlässlich seines 90. Geburtstags zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Zeitungswissenschaft (DGPuZ) ernannt.
[Bearbeiten] Zitat
- Die Nachricht muß wahr sein, den Tatsachen entsprechend, sie muß möglichst frei von persönlichen Auffassungen und Gefühlen des Berichtenden, von Werturteil und Zwecksetzungen sein, sie muß sich auf tatsächliche Vorgänge beschränken.
- Otto Groth, Die Zeitung. Ein System der Zeitungskunde (Journalistik), 1. Band. Mannheim, Berlin, Leipzig 1928, S. 484
[Bearbeiten] Schriften
- Die unerkannte Kulturmacht. Grundlegung der Zeitungswissenschaft (Periodik). 7 Bände, Berlin, de Gruyter, 1960-72.
- Die Geschichte der deutschen Zeitungswissenschaft. Probleme und Methoden. München, Weinmayer, 1948
- Politisch-Wirtschaftliches Konversationslexikon. Bearbeitet von Otto Groth und H.G.Bayer. Stuttgart, Levy & Müller, 1911
[Bearbeiten] Literatur
- Festschrift für Otto Groth. Hrsg. v. G. Kieslich u. W. J. Schütz. Bremen: Heye & Co, 1965.
- Belau, Faus: La ciencia periodística de Otto Groth. Pamplona: Univ. de Navarra, 1966.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Otto Groth im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Groth, Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Medienwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1875 |
| STERBEDATUM | 1965 |

