Otto II. (Pfalz-Mosbach)

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Otto II. von Pfalz-Mosbach (* 22. Juni 1435; † 8. April 1499 in Neumarkt), auch Otto Mathematicus genannt, war Pfalzgraf und Herzog von Pfalz-Mosbach-Neumarkt.

Leben[Bearbeiten]

Otto II. wurde als drittes von neun Kindern Ottos I. von Mosbach-Neumarkt und seiner Frau Johanna von Bayern-Landshut geboren. Er wuchs in der Neumarkter Residenz auf und übernahm dort nach dem Tod seines Vaters am 5. Juli 1461 die Regentschaft über Neumarkt und die Obere Pfalz. Nach seinem Onkel Johann von Neumarkt (dessen Sohn Christoph ließ Neumarkt von einem Statthalter verwalten) und seinem Vater war Otto II. der dritte Pfalzgraf in Neumarkt, außerdem der zweite Vertreter der Wittelsbacher Linie Pfalz-Mosbach.

Politisches Wirken[Bearbeiten]

Seine Regierungszeit verbrachte Otto II. hauptsächlich in Neumarkt. Hier gelang es ihm auch, den jahrelangen Streit um die Burg Wolfstein und die dazugehörigen Herrschaftsbereiche zu lösen. Immer wieder hatten die Neumarkter Pfalzgrafen versucht, sich die Wolfsteiner Besitzungen einzuverleiben. 1435 hatte Kaiser Sigismund dem Wolfstein die gleichen Rechte zugesichert, wie sie auch die Residenzstadt Neumarkt besaß. Doch bereits Otto I. hatte den Druck auf die Wolfsteiner wieder erhöht, sodass diese sich gezwungen sahen, die Burg und die Ländereien dem böhmischen König als Lehen zu übergeben, der die Burg bald an den Vizthum von Neuschönenberg in Böhmen weitergab. Otto II. gelang es dann, Wolfstein zu erwerben und so die Burg ins pfalzgräfliche Territorium einzugliedern.

1460 unternimmt er mit einem Gefolge eine Pilgerfahrt ins Heilige Land und wird in der nacht vom 3. auf den 4. Juli 1460 in der Grabeskirche zum Ritter vom Heiligen Grab geschlagen.

Bei der sogenannten Landshuter Hochzeit von 1475 trat Otto II. als Brautführer auf. Zusammen mit seinem Bruder Johann führte er den Festzug nach Landshut an und übergab am 14. November 1475 Hedwig von Polen als Braut an seinen Cousin, Herzog Georg den Reichen von Bayern-Landshut.

Tumba Ottos II. in der Hofkirche

Der Astronom[Bearbeiten]

Seinen Beinamen Mathematicus erhielt der Pfalzgraf wegen seiner wissenschaftlichen Interessen, insbesondere in den Bereichen der Mathematik und der Astronomie. An der Neumarkter Residenz ließ er eine kleine Sternwarte errichten, den sogenannten Mathematikerturm, der heute nicht mehr erhalten ist. Nachdem er 1490 seine Amtsgeschäfte an Kurfürst Philipp übergeben hatte, zog sich Otto immer mehr zurück und widmete sich ganz seinen astronomischen Beobachtungen.

Tod[Bearbeiten]

Am 8. April 1499 starb Otto II. von Neumarkt kinderlos im Pfalzgrafenschloss, die Linie Pfalz-Mosbach war ausgestorben und fiel damit auch offiziell wieder an die Kurpfalz unter Kurfürst Philipp zurück. Er ist der einzige Neumarkter Regent, der heute auch dort begraben ist. Sein Marmorhochgrab befindet sich in der Hofkirche.

Vorgänger Amt Nachfolger
Otto I. Herzog von Pfalz-Mosbach-Neumarkt
1461–1499
Philipp von der Pfalz