Otto Kuhlmann

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den gleichnamigen Schauspieler siehe Otto Kuhlmann (Schauspieler).

Otto Kuhlmann (* 22. April 1873 in Detmold; † 8. September 1948 in Detmold) war ein deutscher Architekt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Otto Kuhlmann wurde 1873 als Sohn des Zimmerermeisters August Kuhlmann in Detmold geboren und wuchs in bürgerlichen Verhältnissen auf, er besuchte ein Gymnasium. Seine Eltern starben beide, ehe er volljährig war.

Nach einer baupraktischen Lehre besuchte Kuhlmann die Baugewerkschule Höxter, danach schloss sich ein Studium an der Technischen Hochschule (Berlin-) Charlottenburg an, zu seinen Lehrern zählten dort Carl Schäfer, Johannes Vollmer, Hermann Ende und Christoph Hehl. Seine erste Anstellung fand er 1897 beim Hochbauamt der Stadt Berlin unter Stadtbaurat Ludwig Hoffmann. Im Alter von 27 Jahren ließ er sich als selbstständiger Architekt in (Berlin-) Charlottenburg nieder. Kuhlmann war Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA), er erhielt 1903 den „Großen Staatspreises der Akademie der Künste“ und 1918 den Ehrentitel als „Geheimer Hofbaurat“.

[Bearbeiten] Bauten

Kuhlmann entwarf und baute Villen, Miet- und Geschäftshäuser, Fabrikanlagen, Schulen, Rathäuser und Verwaltungsgebäude, landwirtschaftliche Bauten, Krankenhäuser und Theater, z.B.:

  • 1900–1901: Rathaus in Essen-Rüttenscheid, Rüttenscheider Straße (zerstört)
  • 1902–1908: Reform-, Reformreal- und Mädchengymnasium in Essen-Rüttenscheid, Alfredstraße 28 (zerstört)
  • 1905–1908: evangelisch-reformierte Christuskirche in Detmold
  • 1905–1908: evangelisch-lutherische Lutherkirche in Chemnitz, Zschopauer Straße
  • 1906–1907: evangelisch-reformierte Kirche mit Fürstengruft in Detmold, Kaiser-Wilhelm-Platz
  • 1907–1908: evangelische Kirche in Münster am Stein
  • 1907–1908: evangelische Kirche in Prerau (Mähren)
  • 1908–1909: evangelische Kirche in Raudnitz (Böhmen)
  • 1908–1909: evangelische Kirche in Fürstenfeld (Steiermark)
  • 1908–1910: evangelische Kirche des Johannisstiftes in Berlin-Spandau
  • 1911–1912: Gemeindeschule in Berlin-Britz, Britzer Damm 164–170
  • 1911–1913: evangelisches Gemeindehaus in Neunkirchen (Saar) (verändert, unter Denkmalschutz)
  • 1913: Denkmal für Karl Alexander Freiherr von Blomberg (1788-1813), Berlin, Grünanlage vor der Bartholomäuskirche
  • 1913–1914: evangelische Johanniskirche in Berlin-Lichterfelde, Johanneskirchplatz 4
  • 1913–1914: evangelische Kirche für Graz (neobarock)
  • 1924: Volks- und Mittelschule in Prenzlau
  • 1926–1927: Oberrealschule in Eberswalde

sowie

  • evangelisches Gemeindehaus in Münster am Stein
  • Rathaus in Erkner

[Bearbeiten] Literatur

  • Otto Kuhlmann. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 22, E. A. Seemann, Leipzig 1928, S. 80
  • Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin I, Berlin 1984, S. 441
  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Berlin, Bezirk Friedrichshain, hsg. vom Landesdenkmalamt Berlin, Berlin 1996, S. 89 mit Abb. 109
  • Alexander Uhlig: Otto Kuhlmann (1873–1948). Architekt zwischen Tradition und Moderne. Dissertation, Technische Universität Hannover, 2002.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Otto Kuhlmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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