Otto Lummer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gedenktafel am ehemaligen Standort von Lummers Geburts- und Wohnhaus in Gera, Schloßstraße 6

Otto Richard Lummer (* 17. Juli 1860 in Gera; † 5. Juli 1925 in Breslau) war ein deutscher Physiker.

Otto Lummer studierte an verschiedenen deutschen Universitäten, bevor er 1884 Assistent bei Hermann von Helmholtz in Berlin wurde. Dort arbeitete er an der Physikalisch Technischen Reichsanstalt, wo er 1894 auch Professor wurde. Ab 1904 war er Professor in Breslau.

Otto Lummer entdeckte als erster die Interferenzerscheinungen an planparallelen Glasplatten. Gemeinsam mit Eugen Brodhun (1860–1938) erfand er den Photometerwürfel.

Auch stellte er gemeinsam mit Ernst Pringsheim (1859–1917) grundlegende Untersuchungen über die Verteilung der Energie im Spektrum eines schwarzen Strahlers an, die Max Planck zur Aufstellung seiner Quantenhypothese führten.

Zusammen mit Wilhelm Wien stellte er den ersten Schwarzkörperstrahler her, bestehend aus einer geschwärzten Hohlkugel mit einer kleinen Austrittsöffnung.

Lummer entwickelte außerdem eine Quecksilberdampflampe, um monochromatisches Licht herzustellen und 1902 baute er ein hochauflösendes Spektroskop.

Ehrungen[Bearbeiten]

Einen Tag vor Lummers 150. Geburtstag im Jahr 2010 enthüllte der Geraer Oberbürgermeister Norbert Vornehm eine Gedenktafel am ehemaligen Standort von Lummers Geburts- und Wohnhaus. Seit 2008 trägt auch ein Triebfahrzeug der Geraer Straßenbahn Lummers Namen.

Schriften[Bearbeiten]

  • Grundlagen, Ziele und Grenzen der Leuchttechnik (Auge und Lichterzeugung), Oldenbourg Verlag, München, Berlin, 1918

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]