Otto Mänchen-Helfen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Otto Mänchen-Helfen (auch: Maenchen-Helfen; * 26. Juli 1894 in Wien; † 29. Januar 1969 in Berkeley) war ein österreichischer Althistoriker und Sinologe.

Leben[Bearbeiten]

Mänchen-Helfen studierte an den Universitäten Wien, Göteborg und Leipzig die Fächer Sinologie, Archäologie, Völkerkunde und Kunstgeschichte. Nach der Promotion 1923 lebte er einige Zeit als Privatgelehrter, bevor er 1927 an das Marx-Engels-Institut in Moskau berufen wurde. 1929 bereiste er die Mongolei, Nepal, Kaschmir und Afghanistan. Er habilitierte sich zwar 1933 in Berlin, emigrierte jedoch kurz darauf nach Wien, wo er sich erneut habilitierte und schließlich in die USA auswanderte. Dort wurde er 1939 am Mills College Professor für Orientalistik. Von 1947 bis zu seiner Emeritierung war er an der Universität Berkeley tätig.

Aufgrund seiner breiten Sprachkenntnisse – unter anderem beherrschte er Altgriechisch, Latein, Russisch, Chinesisch und Japanisch – konnte er philologisch vergleichende Studien anstellen. Er leistete wichtige Grundlagenarbeiten zur Geschichte der Hunnen, die heute allerdings teils als überholt gelten, teils revidiert wurden.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The later books of the Shan-hai-King. (With a translation of books VI–IX). In: Asia Major. Bd. 1, 1924, ISSN 0004-4482, S. 550–586, Digitalisat (PDF; 868,57 KB), (Dissertation; auch als Separatum).
  • Reise ins asiatische Tuwa. Verlag Der Bücherkreis, Berlin 1931.
  • Drittel der Menschheit. Ein Ostasienbuch. Verlag Der Bücherkreis, Berlin 1932.
  • mit Boris Nicolaievsky: Karl Marx, man and fighter. Translated by Gwenda David and Eric Mosbacher. Lippincott, Philadelphia PA 1936 (In deutscher Sprache: Karl Marx. Eine Biographie. Dietz Nachf., Hannover 1963).
  • Die Welt der Hunnen. Eine Analyse ihrer historischen Dimension. Deutschsprachige Ausgabe besorgt von Robert Göbl. Böhlau, Wien u. a. 1978, ISBN 3-205-07119-0.

Weblinks[Bearbeiten]