Otto Roelen

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Otto Roelen (* 22. März 1897 in Mülheim an der Ruhr; † 30. Januar 1993 in Bad Honnef) war ein deutscher Chemiker, Entdecker der Hydroformylierung und ein Wegbereiter der metallorganischen Komplexkatalyse.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten]

Otto Roelen wurde im Jahr 1897 in Mülheim an der Ruhr geboren. Er besuchte das königliche Realgymnasium, wo er 1914 das Kriegs-Reifezeugnis erwarb.[2] Nach einem anschließenden halbjährigen Praktikum in der Friedrich-Wilhelm-Hütte nahm er 1915 das Chemiestudium an der Technischen Hochschule München auf. Nach der Einberufung zum Militärdienst im Juni 1915 diente er in verschiedenen Positionen bis zum Ende des Krieges. Nach dem Kriegsende nahm er 1918 das Studium an der Technischen Hochschule Stuttgart auf, wo er 1922 sein Diplom erwarb.[2]. Nach einem weiteren Praktikum in der Stahlindustrie arbeitete er ab 1922 am Kaiser-Wilhelm-Institut in Mülheim an der Ruhr zusammen mit Franz Fischer und Hans Tropsch an seiner Promotion. Nach Abschluss seiner experimentellen Arbeiten am KWI wechselte er an die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Hans Theodor Bucherer.[2] Roelen wurde im August 1923 an der TH Stuttgart als akademischer Schüler von William Küster promoviert.

Im folgenden Jahr wechselte er wieder an das KWI für Kohlenforschung in Mülheim, wo er Arbeiten zur Katalysatorentwicklung zur Fischer-Tropsch-Synthese aufnahm.[2]

Er entwickelte die homogen katalysierte Hydroformylierung zur technischen Synthese von Aldehyden aus Alkenen und Synthesegas.

Ehrungen[Bearbeiten]

Gedenktafel der GDCh am Oxea Werk Ruhrchemie

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Boy Cornils, Wolfgang A. Herrmann, Christian W. Kohlpaintner: Otto Roelen: Vater der metallorganischen, homogenen Katalyse. In: Nachrichten aus Chemie, Technik und Laboratorium. 41, 1993, S. 544–550, doi:10.1002/nadc.19930410504.
  2. a b c d Boy Cornils, Wolfgang A. Herrmann, Manfred Rasch: Otto Roelen als Wegbereiter der industriellen homogenen Katalyse. In: Angewandte Chemie. 106, 1994, S. 2219–2238, doi:10.1002/ange.19941062104.