Otto Speck

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Otto Speck (* 25. März 1926 in Rennersdorf (Oberschlesien))[1] ist ein deutscher Sonderpädagoge, der einen wesentlichen Einfluss auf die Geistigbehindertenpädagogik und Heilpädagogik hatte.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach einem Lehramtsstudium war Otto Speck als Lehrer und Gruppenleiter am Münchner Waisenhaus tätig und initiierte dort die erste Heimzeitschrift Unser Heim.[2] Mit seiner Arbeit „Kinder erwerbstätiger Mütter: Eine empir.-pädag. Tatbestandsaufnahme und ihre Deutung“ (Schlüsselkinder) promovierte er 1955 an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Dr.-Phil..[3] Von 1964 bis 1971 war er Leiter der Ausbildung der Sonderschullehrer am Staatsinstitut für die Ausbildung der Lehrer an Sonderschulen in München. 1970 ging dieses Institut zunächst in die Pädagogische Hochschule München und 1972 in die Universität München über.[4] Dort übernahm Speck den neu geschaffenenen Lehrstuhl für Sonderpädagogik der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München. In den 1980er Jahren war er hier Vizepräsident.[5]

Seine wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Allgemeinen Heilpädagogik, der schulischen Integration und der Frühförderung behinderter Kinder sowie in den Bereichen der ambulanten Helferdienste, der Elternarbeit und der Qualitätsentwicklung.

„Prof. Dr. Otto Speck hat sich bundes-, ja weltweit einen Namen ursprünglich im Bereich der Sonderpädagogik gemacht und er wurde immer mehr zu einem offensiven Vertreter einer realistischen Inklusionspädagogik. Noch immer wird bundesweit die bayerische Frühförderung bewundert. Sie ist von Otto Speck auf den Weg gebracht worden. Seine Lehrbücher sind für viele Student-Innen-Generationen wegweisend gewesen.“[6]

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender, 1992
  2. Ausgezeichnet! Prof. Dr. Otto Speck erhält den ConSozial Wissenschaftspreis für sein Lebenswerk am 7. November in Nürnberg. In: Pressemeldungen des Ernst Reinhardt Verlages. Abgerufen am 25. Mai 2013.
  3. Katalogeintrag. In: Katalog der DNB. Deutsche Nationalbibliothek, abgerufen am 25. Mai 2013.
  4. Monika Fenn: Schulwesen nach 1945. In: Historisches Lexikon Bayerns. Abgerufen am 25. Mai 2013.
  5. Chronik der Ludwig-Maximilians-Universität München 1983-1984. Ludwig-Maximilians-Universität, S. 5, abgerufen am 25. Mai 2013.
  6. a b Preisträger des ConSozial Wissenschafts-Preises 2012 bei consozial.de; abgerufen am 25. Mai 2013
  7. Chronik der Ludwig-Maximilians-Universität München 1991-1993. Ludwig-Maximilians-Universität, S. 205, abgerufen am 25. Mai 2013.
  8. Chronik der Ludwig-Maximilians-Universität München 1995-1997. Ludwig-Maximilians-Universität, S. 216, abgerufen am 25. Mai 2013.