Otto Wilsdorff

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Otto Wilsdorff, auch Otto Wilsdorf,[1][2] (* 1833; † 1883) war ein deutscher Architekt, Baubeamter und Fachschul-Lehrer.[3]

Leben[Bearbeiten]

Otto Wilsdorff besuchte von 1849 bis 1855 die Baugewerbeschule sowie das Polytechnikum Dresden.[3]

Anschließend war er 1855 bis 1857 Bauassistent beim Landbauamt Leipzig in Oschatz[4]. Dann nahm er die Stelle eines Lehrers an der Baugewerbeschule Nienburg an. Gleichzeitig arbeitete er für die Landbauinspektionen Hannover, Aurich, Osterode, Göttingen, Nienburg und Verden. 1866 wurde er in den Rang eines Baukondukteurs befördert.[3]

1875 erhielt Wilsdorff in Hannover die Stelle des Stadtbauinspektors und wurde Direktor der Städtischen Gewerbeschule.[3][5]

Bauten[Bearbeiten]

Wasserhochbehälter auf dem Lindener Berg in Hannover-Linden, 1876/78 von Otto Wilsdorff und Rudolph Berg

Otto Wilsdorff wird als Architekt in direkten „Bezug zu Conrad Wilhelm Hase“ und der von ihm begründeten Hannoverschen Architekturschule gebracht.[6]

in Hannover[Bearbeiten]

Das Gebäude entstand im Zusammenhang mit der Anlage der Wasserwerke in Hannover-Ricklingen[3], das alte Pumpenhaus in der Stammestraße wurde jedoch 1974 abgerissen. Dem Hochbehälter musste das zuvor 1825 von Georg Ludwig Friedrich Laves für den Lindener Unternehmer Johann Egestorff errichtete Ausflugsrestaurant Berghaus weichen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Otto Wilsdorff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover: Zeitschrift des Architecten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, neue Folge des Notizblattes, redigiert von dem Vorstande des Vereins, Band 7, 1861, S. 8; online über Google-Bücher
  2. a b Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Lindener Berg, in Denkmaltopographie ... (siehe Literatur), S. 118f.
  3. a b c d e f Klaus Siegner: Architektenbiographien. In: Laves und Hannover ... S. 571.
  4. Sitz des Landbauamtes Leipzig in Oschatz laut Kurzbeschreibung zum Bestand 20178 – Landbauamt Leipzig im Staatsarchiv Leipzig, zuletzt abgerufen am 8. Februar 2012
  5. Anmerkung: Ob Klaus Siegner mit der „Städtischen Gewerbeschule“ die „Höhere Gewerbeschule zu Hannover“ meinte, der Vorläuferin der heutigen Universität Hannover, ist noch offen.
  6. siehe Weblinks, Glass-Portal
  7. Helmut Knocke, Hugo Thielen: Am Lindener Berge 27. In: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon. S. 82.
  8. Das Gebäude ist abgebildet mit der Inschrift „erbaut 1880“ und als Ruine nach 1945 in: Stefanie Sonnenburg, Felicitas Kröger, Wolfgang Pietsch, Claudia Probst, Peter Troche, Rolf Wießell: 1859–2009. 150 Jahre Gemeindegründung Christuskirche Hannover. Akzent-Druck, Hannover 2009, S. 15, S. 71. (erhältlich bei der Nordstädter Kirchengemeinde, An der Lutherkirche 12, 30167 Hannover)