Otto Zdansky

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Otto A. Zdansky (* 1894; † 1988) war ein österreichischer Paläontologe und Paläoanthropologe. Ab 1921 leitete er die ersten Ausgrabungen der geologischen Behörde Chinas in der Unteren Höhle von Zhoukoudian, wo Ende der 1920er-Jahre mehrere Schädel von 400.000 bis 500.000 Jahre alten Fossilien der Gattung Homo freigelegt wurden.

Als Assistent von Johan Gunnar Andersson entdeckte er 1921 in Zhoukoudian den ersten fossilen Zahn, der später von ihm als zugehörig zu Homo eingeordnet wurde.[1] 1926 entdeckte er einen weiteren Zahn, die er beide – einen oberen Molaren und einen unteren Prämolaren – 1927 im Bulletin of the Geological Survey, China als Zähne eines fossilen Vertreters der Gattung Homo beschrieb. Davidson Black benannte diese Fossilien im gleichen Jahr als Sinanthropus pekinensis („Peking-Mensch“).[2] Später wurden sie Homo erectus zugeordnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. New Mexico Museum of Natural History and Science, Bulletin 19 (PDF; 930 kB) Vincent L. Morgan und Spencer G. Lucas: Walter Granger, 1872-1941, Paleontologist. S. 22 ff.
  2. G. J. Sawyer, Viktor Deak: Der lange Weg zum Menschen. Lebensbilder aus 7 Millionen Jahren Evolution. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 2008, S. 127 f.