Otto von Baeyer

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Otto von Baeyer [ˈbaiɐ] (* 12. September 1877 in Reichenhall; † 15. August 1946 in Tutzing) war ein deutscher Physiker.

Leben[Bearbeiten]

Otto von Baeyer war ein Sohn des Chemikers Adolf von Baeyer. Er studierte in München und Leipzig. 1905 wurde er mit der Arbeit „Absorption elektrischer Schwingungen von 70 cm Wellenlänge“ in Leipzig bei Otto Wiener promoviert. Er wurde Assistent am Physikalischen Institut der Universität Berlin, wo er 1908 habilitierte. 1908 wurde er Privatdozent und zwei Jahre später erhielt er den Titel Professor. Nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg wurde er 1921 ordentlicher Professor für Physik an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin. Diese Stelle behielt er bis 1939. Die letzte Zeit seines Lebens verbrachte von Baeyer in der Nähe von München.

Wissenschaftliche Leistungen[Bearbeiten]

Über langsame Kathodenstrahlen veröffentlichte er ein Papier. Als Messgerät benutzte er eine Hochvakuum-Triode als Glühkathode-Ionisationsvakuummeter. Weil das Gitter positiv und die Anode negativ geladen waren, konnte von Baeyer nicht feststellen, dass sein Gerät ein Verstärker war. Otto Hahn und Lise Meitner widmeten sich gemeinsam mit Otto von Baeyer der magnetischen Ablenkung der β-Strahlen. Es gelang ihnen zum ersten Mal, Betastrahl-Spektren von einer Reihe radioaktiver Strahler zu erhalten.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Otto von Baeyer: Über langsame Kathodenstrahlen, Verhandl. Deut. Phys. Ges. 1908, 5:96-114 und Phys. Zeit., 10,169 (1909)
  • Otto von Baeyer, Otto Hahn, Lise Meitner: Über die Beta-Strahlen des aktiven Niederschlags des Thorium, Phys. Z. 12 (1911), S. 273

Literatur[Bearbeiten]