Otto von Kerpen

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Hochmeisterwappen Ottos von Kerpen

Otto von Kerpen († 1209) war der zweite Hochmeister des Deutschen Ordens.[1] Man weiß über ihn mit Gewißheit nur, dass er im September 1208 im Amt war und im Jahr daraus verstarb.[1]

Otto kam, einer überholten Theorie zufolge, aus einem armen rheinischen Ministerialengeschlecht mit Sitz auf der Burg Kerpen in der Eifel. Er wird als einer der 40 Ritter genannt, die den Deutschen Orden begründeten. In älteren Quellen wurde daher gemutmaßt er stamme aus Bremen.[2] Er war spätestens 1197 mit dem Kreuzzug Heinrichs VI. nach Outremer gelangt.

Nach dem Tod des Hochmeisters Heinrich Walpot irgendwann vor 1208[1] wurde Otto zum Hochmeister gewählt. Während Forscher neueren Datums davon ausgehen, dass man nichts über seine Tätigkeit weiß,[1], glaubte man in der ersten Hälftedes 19. Jahrhunderts noch zu wissen, dass er während seiner Amtszeit Anstrengungen unternahm, dem Orden mehr Unabhängigkeit und die gleichen Privilegien zu verschaffen wie die älteren militärischen Orden, nämlich die Templer und Hospitaliter.[2]

Er starb 1209[1] und wurde in Akkon begraben.

Nach einer überholten Theorie,[1] veröffentlicht in 1853, erlosch mit seinem Tod das alte Geschlecht derer von Kerpen im Mannesstamm. Die Burg und Herrschaft Kerpen fiel an seine Schwester Hildegard und deren Ehemann Winnemar, Herr von Manderscheid. Beider Ururenkel Richard begründete später nach Erbteilung eine neue Linie derer von Kerpen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Kurt Forstreuter: Heinrich Walpot; in: Neue Deutsche Biographie Band 8, Fritz Wagner (Hrsg.), Verlag Duncker & Humblot, Berlin 1969; S. 377 [Onlinefassung]; Zitat: "Über die Dauer seiner [Heinrich Walpots] Amtszeit ist nichts Sicheres bekannt. Sein Nachfolger Otto von Kerpen amtierte im September 1208 († 7.2.1209). Über diesen weiß man sonst nichts. Heimat (Rheinlande?) und Geschlecht Ottos sind nicht bekannt."; Heinrich Walpot. Abgerufen am 2. April 2015..
  2. a b Johannes Voigt:Vgl. Geschichte Preußens, von den ältesten Zeiten bis zum Untergang der Herrschaft des Deutschen Ordens, 2. Band: Die Zeit von der Ankunft des Ordens bis zum Frieden 1249. Gebr. Bornträger, Königsberg 1827, S. 55 ff..
  3. Vgl. Anton Joseph Weidenbach: Rheinischer antiquarius. R.F.Hergt, Koblenz 1853, S. 380 f..
Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich Walpot Hochmeister des Deutschen Orden
?–1208
Heinrich von Tunna