Ottokar III. (Steiermark)

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Fresko in der Johanneskapelle, Pürgg, Steiermark, 12. Jhd.
Otakar3 1157.jpg

Ottokar III. (auch Otakar III.; * um 1125; † 31. Dezember 1164 bei Fünfkirchen/Pécs), aus dem Geschlecht der Traungauer, einem Zweig der Otakare, war Markgraf der Steiermark.

Er war Sohn von Leopold I. und der Welfin Sophie von Bayern († um 1145), Tochter Heinrichs des Schwarzen und Tante des Kaisers Friedrich Barbarossa

Da Ottokar beim Tode des Vaters erst 4 Jahre alt war, regierte Sophie in Vormundschaft viele Jahre lang die Steiermark.

Durch Erbschaften erwarb Ottokar riesige Gebiete und Ämter:

Damit gebot er über einen Herrschaftsbereich von der Donau bis über die Save nach Krain.

Während seiner Regierungszeit wurde Graz immer mehr zum Verwaltungszentrum der Steiermark: Nach dem Tod des Besitzers der Herrschaft Graz, des hochfreien Aribonen Bernhard von Stübing, Enkel des Pfalzgrafen Aribo II., wurden seine Söhne Konrad „Henne“ von Feistritz und Adalram 1151 wegen angeblichen Hochverrats enthauptet. Der dritte Sohn Udalrich von Graz trat vor 1156 ins Kloster Seckau ein und der Schlossberg und der Grazer Boden links der Mur bis zum Salzburger Gut ad rapam/Raab (St. Ruprecht) gehörten Ottokar. Die Dienstmannen der Aribonen, Hadmar vom Ennstal, Erbauer der Schlossbergburg, und sein Sohn, Burggraf Udalrich von Graz, wurden von den neuen Herren übernommen und sorgten für den weiteren Auf- und Ausbau von Siedlung und Markt.

Ottokar gründete 1160 ein Spital am Semmering (im heutigen Spital am Semmering), ein Hospiz und eine Herberge für Pilger, Kreuzfahrer oder Kaufleute, 1163 das Stift Vorau und 1164 die erste Kartause Deutschlands zu Seiz bei Gonobitz.

Ottokar starb 1164 auf einem Kreuzzug in Ungarn. Sein Sohn war der erste Herzog der Steiermark.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus seiner Ehe mit Kunigunde von Vohburg († 1184) stammte:

Vorgänger Amt Nachfolger
Leopold I. Markgraf der Steiermark
1129–1164
Ottokar IV.
(ab 1180 Herzog)

Literatur[Bearbeiten]