Ottrott

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Ottrott
Wappen von Ottrott
Ottrott (Frankreich)
Ottrott
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Molsheim
Kanton Rosheim
Koordinaten 48° 27′ N, 7° 26′ O48.4577777777787.4255555555556288Koordinaten: 48° 27′ N, 7° 26′ O
Höhe 230–1.052 m
Fläche 28,89 km²
Einwohner 1.611 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 56 Einw./km²
Postleitzahl 67530
INSEE-Code

Blick vom Odilienberg auf Ottrott

Ottrott ist eine französische Gemeinde mit 1611 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Kanton Rosheimim Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie umfasst die Dörfer Ottrott-le-Haut (Oberottrott), Ottrott-le-Bas (Niederottrott) und Eichwaeldel. Ottrott ist Mitglied des Gemeindebundes Canton de Rosheim und liegt an der Elsässer Weinstraße.

Ebenfalls auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Odilienberg, einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte des Elsass. Außerdem teilt Ottrott mit der Nachbargemeinde Bœrsch das Dorf Klingenthal, das für seine ehemalige Waffenfabrikation bekannt ist.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der Departementsstraße D 35 zwischen Barr im Süden (8 km) und Rosheim im Norden (7 km). Nach Obernai im Osten sind es 4 km und nach der Großstadt Straßburg im Nordosten etwa 30 km.

Dank der Lage direkt am Fuß der Vogesen ist Ottrott klimatisch begünstigt, was dem Weinbau zugutekommt. In Bezug auf die Fläche ist Ottrott eine der großen Gemeinden im Elsass, wobei der Waldanteil, der auch einen Abschnitt des Forêt d’Obernai mit einschließt, sehr hoch ist (25 km²).

Die Nachbargemeinden sind Barr, Bernardswiller, Bœrsch, Le Hohwald, Neuviller-la-Roche, Obernai und Saint-Nabor.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Das äußere Gemeindegebiet von Ottrott ist reich an mittelalterlichen Burgen, welche unterschiedlich gut erhalten sind:
    • Birkenfels, 13. Jahrhundert, gut erhaltene Ruine[1]
    • Dreistein, 13. Jahrhundert, Ruine einer dreiteiligen Anlage[2]
    • Hagelschloss (Waldsberg), 12./13. Jahrhundert, Ruine mit imposantem Mauerbogen über einer Felsspalte, wegen Einsturzgefahr gesperrt[3]
    • Kagenfels, 13.-16. Jahrhundert, Ruine, seit 1999 umfangreiche Ausgrabungen und Sicherungsarbeiten[4]
    • Koepfel, vermutlich 11. Jahrhundert, geringe Reste[5]
    • Lutzelbourg (Lützelburg), 13. bis 15. Jahrhundert, gut erhaltene Ruine mit rundem Bergfried und Schildmauer, für Besucher gesperrt[6]
    • Rathsamhausen, 12. bis 15. Jahrhundert, eindrucksvolle romanische Burganlage mit Turmpalas (einsturzgefährdet) und rundem Bergfried, zusammen mit der benachbarten Lützelburg auch Châteaux d’Ottrott (Ottrotter Schlösser) genannt, für Besucher gesperrt[7]
  • Schloss Windeck (Foyer de Charité), 18. Jahrhundert; im Park (Privatbesitz) steht die Ruine eines Wohnturms aus dem 12. Jahrhundert, darin eingesetzt romanische Fenster aus der Burg Girbaden und dem Kloster Niedermünster.

Wein[Bearbeiten]

In einer Region, wo vorwiegend Weißweine erzeugt werden, stellt der Rotwein mit der Herkunftsbezeichnung Rouge d’Ottrott (Ottrotter Roter) eine Besonderheit dar. Er wird aus der Traubensorte Spätburgunder gekeltert und besitzt das AOC-Zertifikat.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
1183 1074 1115 1303 1501 1513 1622

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Burg Birkenfels auf Burgeninventar Deutsches Sprachgebiet
  2. Burg Dreistein auf Burgeninventar Deutsches Sprachgebiet
  3. Hagelschloss (Waldsberg) auf Kastel Elsass
  4. Le Kagenfels
  5. Burg Koepfel auf Burgeninventar Deutsches Sprachgebiet
  6. Le château de Lutzelbourg auf Association Châteaux forts et Villes fortifiées d'Alsace
  7. Burg Rathsamhausen auf www.dickemauern.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ottrott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien