Ovalkurs

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Die Beschreibung des Motorrad-Bahnsports findet sich unter Speedway (Bahnsport)
Der Indianapolis Motor Speedway in den USA ist der berühmteste Ovalkurs der Welt

Ovalkurse sind permanente Motorsport-Rennstrecken, die als Rundkurs, im Gegensatz zu Straßen- oder Stadtkursen, nur Kurven in eine Richtung besitzen. Meist sind es Linkskurven; der Kurs wird also gegen den Uhrzeigersinn befahren. Die bis zu vier Kurven weisen eine je nach Kurs ganz unterschiedliche Überhöhung (engl. Banking) auf. Dadurch werden auf Ovalkursen besonders hohe Geschwindigkeiten erreicht. Diese in den USA häufig anzutreffende Streckenform wird dort „Speedway“ genannt. Kleinere ovale Rennbahnen, auf denen etwa Motorrad-Speedway Veranstaltungen stattfinden, sind keine Ovalkurse im engeren Sinn.

Verbreitung[Bearbeiten]

Ovalrennstrecken gibt es praktisch nur in den USA, eben dort jedoch weitaus häufiger als normale Rennstrecken. In Europa sind der EuroSpeedway Lausitz und der Rockingham Motor Speedway zurzeit die einzigen Kurse dieser Art. Historisch existierte zudem am Autodromo Nazionale di Monza ein Oval, auf welchem in den 1950er Jahren der Formel-1-Lauf von Italien stattfand.

Auch die ehemals „schnellste Rennstrecke der Welt“ (O-Zitat deutscher Medien Ende der 1940er), der deutsche Grenzlandring, der die Stadt Wegberg bei Mönchengladbach umschließt, ist ein eiförmig angelegtes Oval, ursprünglich mit Betonbelag gebaut. Die Ovalform ist jedoch vergleichsweise ungleichmäßig, und die Überhöhung minimal.

Weitere Ovalkurse befinden sich in Motegi (Japan), Puebla (Mexiko), Welkom (Südafrika), Rafaela (Argentinien) oder Melbourne (Australien). Die Bedeutung dieser Ovale ist für den internationalen Rennsport jedoch sehr begrenzt. Einzig in Motegi finden seit 1998 durchgehend Rennen der ChampCar- und später der IndyCar Series statt. Der EuroSpeedway, sowie Rockingham hatten die ChampCars je zweimal zu Gast. In Puebla finden lokale Rennen der NASCAR statt, die anderen Strecken wurden von keiner international beachteten Serie je genutzt.

Typen nach Streckenlänge[Bearbeiten]

Short Track[Bearbeiten]

Der Martinsville Speedway ist ein typischer Short Track.

Sogenannte Short Tracks, Ovale mit einer Länge von weniger als einer Meile – die kürzesten nur eine viertel – finden sich in den USA in jeder größeren Stadt, auf den meisten von ihnen finden aber nur regionale Veranstaltungen statt. Strecken wie der Mansfield Motorsports Park oder der Martinsville Speedway sind kaum überhöht. Bei diesen Strecken unterscheidet sich das Tempo zwischen Kurve und Gerade stark. Andere Strecken, wie zum Beispiel der Bristol Motor Speedway, sind dagegen extrem überhöht.

Allgemein ist zu Short Tracks zu sagen, dass sie eine Stadion-Atmosphäre ausstrahlen, da sie zu allen Seiten von zum Teil steil aufragenden Tribünen umgeben sind. Die Zuschauer können von fast jedem Platz aus die gesamte Rennstrecke überblicken, allerdings gibt es dadurch teilweise Probleme mit schlecht abziehenden Abgasen. Solche Short Tracks sind durchaus mit einem modernen Kolosseum vergleichbar. Auf vielen Shorttracks finden an fast jedem Wochenende lokale Rennen statt.

Speedway[Bearbeiten]

Der Lowe’s Motor Speedway ist ein typischer Speedway.

Ebenfalls in den USA weit verbreitet sind die nur als Speedway bezeichneten Ovalkurse mit einer Länge von ein bis zwei Meilen. Teilweise wird diese Bezeichnung aber auch allgemein für alle Ovalkurse benutzt. Viele dieser Strecken sind keine wirklichen Ovale sondern eher D-förmig oder als abgerundetes Dreieck, wodurch die Start- und Zielgerade eigentlich eine sehr lang gezogene Kurve ist oder einen Knick besitzt. Viele dieser Strecken sind zudem so stark überhöht, dass sich die Geschwindigkeit zwischen Gerade und Kurve kaum unterscheidet, es genügt leicht vom Gas zu gehen („Lupfen“).

Der einzige tatsächlich genutzte Speedway unter zwei Meilen außerhalb der USA ist der mexikanische Autódromo Miguel E. Abed in Puebla. In den 1990ern und 2000ern wurden zudem noch der Emerson Fittipalti Speedway in Brasilien, der Rockingham Motor Speedway in Großbritannien und der Twin Ring Motegi in Japan von den Champ Cars und der nachfolgenden IndyCar Series genutzt. Letzterer hielt 2010 das letzte offizielle Rennen ab. Zudem wurde er dadurch berühmt, dass hier mit Danica Patrick erstmals eine Frau in einer weltweit bekannten großen Rennserie gewonnen hat.

Superspeedway[Bearbeiten]

Sehr große Strecken mit einer Länge von zwei Meilen und mehr werden Superspeedways genannt. Diese sind zumeist entweder auf Formel- oder auf NASCAR-Rennen spezialisiert. Auf ihnen werden sehr hohe Geschwindigkeiten erzielt, die sich in der Regel zwischen Gerade und Kurve nicht unterscheiden. Auch praktisch alle tatsächlich benutzten Ovalkurse außerhalb der USA gehören zu dieser Bauart und wurden zumeist gebaut, um ein Rennen der IndyCar World Series anzulocken.

Der Auto Club Speedway in Fontana und der Indianapolis Motor Speedway gehören so zu den schnellsten Rennstrecken der Welt. Auf ihnen erzielen die Formelwagen der IndyCar Series einen Rundenschnitt von bis zu 400 km/h.

Die auf NASCAR-Rennen spezialisierten Speedways Daytona International Speedway und Talladega Superspeedway haben eine sehr starke Überhöhung (über 30°). Im NASCAR Sprint Cup werden hier zusätzlich Luftmengenbegrenzer verwendet, so dass sich die Leistung der Fahrzeuge auf nur noch etwa 430 PS halbiert, um die Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf circa 200 mph zu begrenzen.

Außerhalb der Vereinigten Staaten ist noch der EuroSpeedway Lausitz eine als Superspeedway ausgelegte Rennstrecke. In den Jahren 2001 und 2003 fanden dort jeweils ein Rennen der amerikanischen CART- beziehungsweise CCWS-Meisterschaft statt. Seitdem gab es keine weiteren dieser Rennen auf diesem Oval. Die amerikanische NASCAR war im Gegensatz zum japanischen Twin Ring Motegi dort nie zu Besuch.

Typen nach Streckenform[Bearbeiten]

Weiterhin unterscheiden sich die Kurse auch noch in der Anzahl ihrer Kurven. Meist haben Ovale vier Kurven, von denen man aber nur zwei wirklich wahrnimmt. Bei den Amerikanern wird eine Kurve im Regelfall unterteilt in Turn 1 und Turn 2 (bzw. Turn 3 und Turn 4). Hierbei gibt die ungerade Zahl (Turn 1 und Turn 3) die Einfahrt in eine Kurve an. Turn 2 und Turn 4 sind dagegen die Ausfahrten. Die 2. Kurve wird auf manchen Strecken aber auch als "Chute" bezeichnet, da es so besser für den Fahrer verständlich ist, welche Kurve gemeint ist. "Gekrümmte Geraden" werden als einfache Gerade hingenommen. Bei Start und Ziel befindet sich die S/F Straight, die Gegengerade ist die Backstraight. Andere Kurse, wie Indianapolis, haben zwar ebenfalls vier Kurven, aber es sind vier einzelne 90°-Kurven, die durch lange oder kurze Geraden verbunden sind.

Klassisches Oval[Bearbeiten]

Die Milwaukee Mile als klassisches Oval

Die klassischen Ovalrennstrecken bestehen aus zwei langen Geraden, welche durch zwei langgezogene Kurven miteinander verbunden sind. Die ersten Ovalstrecken der USA, die Milwaukee Mile (1903) und der Nashville Speedway (1904) gehören zu dieser Gruppe.

D-Oval[Bearbeiten]

Das Layout des California Speedways.

Bei einem D-Oval ist eine der beiden langen Geraden eines Ovals, meistens die Start- und Zielgerade, in Form eines langen Bogens angelegt. Dieser Bogen lässt sich wie eine Gerade fahren und ermöglicht somit hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten. Diese Bauform wurde zumeist bei den Superspeedways verwendet, wie bei den beiden Zwei-Meilen-Zwillingsstrecken Michigan International Speedway / Texas World Speedway, die in den späten 1960ern gebaut worden sind, oder dem 1997 eröffneten California Speedway.

Es gibt aber auch Shorttracks und Speedways, welche in D-Form angelegt sind. Hierzu gehören die eine Meile langen Strecken Rockingham Speedway und Pikes Peak International Raceway, die Kurzovale Richmond International Raceway und Myrtle Beach Speedway oder der neu erbaute Iowa Speedway.

Ei-Form[Bearbeiten]

Streckenlayout des Darlington Raceways

Eine besondere Form hat der Darlington Raceway. Hier ist das Oval „eiförmig“, das heißt die ersten beiden Kurven haben einen größeren Radius als die letzten beiden. Dieses Layout entstand, weil ein Farmer sein Grundstück nicht verkaufen wollte und die Strecke trotzdem gebaut wurde.

Aber auch der Twin Ring Motegi und der Gateway International Raceway wurden Mitte der 1990er in dieser Eiform gebaut. Da für derartige Strecken praktisch kein in jeder Kurve passendes Fahrzeugsetup möglich ist, gelten diese Strecken als besonders schwer zu fahren.

Tri-Oval[Bearbeiten]

Der Kentucky Speedway ist ein modernes Tri-Oval als Modifikation eines D-Ovals.

Eine bei modernen Ovalen weit verbreitete Form sind Kurse mit drei Kurven, sogenannte Tri-Ovals.

Hierbei unterscheidet man als Unterformen Ovale die in echter Dreiecksform angelegt worden sind und modifizierte D-Ovale. Bei den dreieckigen Ovalen werden die Kurven einfach mit 1, 2 und 3 durchnummeriert. Die dritte Gerade hat hierbei einen besonderen Namen (meist Longstraight oder Shortstraight).

Der Pocono Raceway ist ein Beispiel für ein Oval in klassischer Dreiecksform. Durch seine Länge von 2,5 Meilen gilt er als Superspeedway. Allerdings hat jede der drei Kurven einen anderen Kurvenradius und eine andere Überhöhung. Durch diese Asymmetrie ist es für die Teams sehr schwer, ein Auto gut abzustimmen. Pocono wird oft aufgrund seiner niedrigen Überhöhung auch als „The superspeedway that drives like a road course“,[1] (ein Superspeedway, der sich wie ein Straßenkurs fährt) bezeichnet. Der einzige deutsche Ovalkurs, der EuroSpeedway Lausitz, ist ebenfalls ein dreieckiges Tri-Oval.

Die in den Jahren 1997 bis 2001 erbauten Rennstrecken Las Vegas Motor Speedway, Kentucky Speedway, Chicagoland Speedway und Kansas Speedway gehören formal auch den Tri-Ovalen an. Sie besitzen allerdings keine klassisches Dreieckesform, sondern sind modifizierte D-Oval. Statt die Start- und Zielgerade als einen langen Bogen anzulegen, würde hier ein Knick eingebaut, der als sozusagen dritte Kurve zählt.

Quad-Oval[Bearbeiten]

Das Layout des berühmten Indianapolis Motor Speedways.

Ein Quad-Oval besitzt, wie der Name schon sagt, vier eigenständige Kurven, die mit 1 bis 4 durchnummeriert sind. Wie bei den Tri-Ovalen gibt es auch hier Unterformen:

Streckenlayout des Texas Motor Speedways

Die erste Unterform sind die Ovale, die eine echte Vierecksform besitzen. Dies ist beispielsweise beim legendären Indianapolis Motor Speedway der Fall, der die Form eines Rechtecks hat. Aber auch der englische Rockingham Motor Speedway gehört zu den Quad-Ovalen, wobei dieser im Gegensatz zur Rennstrecke in Indianapolis aber nicht symmetrisch ist. Der Emerson Fittipalti Speedway in Brasilien ist als Trapez angelegt.

Bei der zweiten Form der Quad-Ovale handelt es sich um modifizierte Tri-Ovale. Anstelle eines Knicks in der Start- und Zielgeraden gibt es hier zwei Knicke, welche durch eine kurze Gerade miteinander verbunden sind. Einige berühmte NASCAR-Rennstrecken wurden in dieser Form erbaut. Der Vorreiter war dabei der Charlotte Motor Speedway. In den 1990ern wurde dann auch der vormals als klassisches Oval existierende Atlanta Motor Speedway in diese Form umgebaut. Schließlich besitzt auch der 1997 eröffnete Texas Motor Speedway diese besondere Form. Alle drei dieser Rennstrecken gehören übrigens Speedway Motorsports, Inc. und sind ein Markenzeichen dieses Streckenbesitzers.

Sonderformen[Bearbeiten]

Der Trenton Speedway, mit der „Kidney-Bean-Kurve“.

Daneben gibt es zahlreiche individuelle Ovalformen, die sich meist aus topografischen Zugeständnissen beim Bau ergeben haben oder wo das Oval sich von anderen besonders abheben soll. Ein besonderes Beispiel war der 1980 geschlossene Trenton Speedway, der zwar in der Grundform ein Ovalkurs war, aber eine leicht nach innen geknickte Gegengerade hatte.[2]

Besonderheiten[Bearbeiten]

Ovalkurse sind, besonders aus der Sicht der Akteure, eine Kunst für sich. Europäische Motorsportfans bezeichnen solche Kurse etwas abfällig gerne als „Nudeltopf“, der angeblich immer gleich ist. Wenn man aber die ca. 25 verschiedenen Kurse des NASCAR Sprint Cups einmal vergleicht, bemerkt man auch als Laie, dass kein Oval dem anderen gleicht. Man fährt zwar immer nur in Linksrichtung, doch sind dabei Kurvenradius, Kurvenüberhöhung, Geradenüberhöhung, Kurvenanzahl und viele weitere Eigenheiten einer jeden Strecke zu beachten.

Ovalrennen[Bearbeiten]

Rennen auf ovalen Rundstrecken haben eine lange Tradition. Ursprünglich wurden gewöhnliche Pferderennbahnen auch für Automobilrennen genutzt. Noch heute finden zum Beispiel einige Motorsport-Veranstaltungen (unter anderem auch Rallye-Wertungsprüfungen) auf Trabrennbahnen statt. 1907 eröffnete die erste nur für Motorsport-Wettbewerbe gebaute Rennstrecke, das Oval von Brooklands in Großbritannien, das zwei unterschiedlich lange und überhöhte Steilkurven aufwies. Aus einer ehemaligen Pferderennbahn in Milwaukee entstand auch ein Ovalkurs mit überhöhten Kurven und einem festen Belag. Die Milwaukee Mile entwickelte sich ab 1903 und ist auch heute noch in Betrieb.

Typische Rennsituation im NASCAR Sprint Cup in Daytona

Bei den meisten Ovalkurs-Rennen spielt das so genannte Windschattenfahren eine ganz entscheidende Rolle. Gegenwind macht es den Spitzenreitern immer schwer, einen Vorsprung herauszufahren, während die nachfolgenden Fahrer in den Windschatten der Führenden leichter folgen können. Bei schnellen Ovalkursen ist aufgrund der Kurvenüberhöhung auch kein Bremsen oder Schalten erforderlich. Während ein Überholmanöver auf normalen Rundkursen meist in der Anbremszone einer Kurve stattfindet, können auf Ovalkursen die Fahrzeuge rundenlang nebeneinanderher fahren. Dadurch bleibt das Feld eng geschlossen. Von grundlegender Bedeutung ist deshalb auch die Rennstrategie, die gerne als „Hochgeschwindigkeitsschach“ bezeichnet wird. Die meiste Zeit des Rennens geht es darum, in der Führungsrunde zu bleiben – im englischen auch als „stay on the lead lap“ bezeichnet, wogegen die genaue Position von untergeordneter Bedeutung ist. Erst zum Rennende wird direkt um die Positionen gekämpft. Durch die Überhöhung in den Kurven kann innen und außen überholt werden. Dadurch wird dem Führenden fast unmöglich, durch Fahren einer Kampflinie die Kurve zuzumachen. Im Extremfall kann es dabei vorkommen, dass eine Führungsposition eingangs der letzten Runde unerwünscht ist, da man so durch den Windschatten nur ein leichtes Opfer ist. Legendär in dieser Hinsicht ist ein Rennen der ChampCar-Serie 2000 auf dem Michigan Speedway, bei dem Juan Pablo Montoya die Führung kurz vor der letzten Runde an Michael Andretti verlor, sie dann wieder zurückeroberte, um erneut überholt zu werden und am Ende dennoch das Rennen dank des Windschattens eines überrundeten Fahrzeugs hauchdünn zu gewinnen.

Beim Herbstrennen 2008 der NASCAR in Talladega führten 28 von 43 Fahrer mindestens 1 komplette Runde an. Dies ist ein neuer Rekord in der NASCAR.

Boxenstopps finden, wenn irgendwie möglich, nur während einer der sehr zahlreichen Renn-Neutralisierungen statt, da sonst bei Rundenzeiten von 20 bis 30 Sekunden ein Rundenrückstand von einer Runde nahezu unvermeidlich ist; in Bristol (Rundenzeit 15s) nicht selten auch wesentlich mehr. Ein Boxenstopp zur falschen Zeit kann so jede Chance auf eine gute Position zerstören; wenn ganz zum Ende hingegen einen Stopp unter grün vermieden werden kann, kann dies aber auch einem eigentlich unterlegenen Auto eine Chance geben.

Die amerikanische Rennserie der NASCAR Sprint Cup (Tourenwagen) fährt fast ausschließlich auf Ovalkursen. Die amerikanische IndyCar Series (Formelautos) trägt etwas weniger als die Hälfte der Rennen auf Ovalkursen aus. Die ebenfalls amerikanische Champ Car Series hatte nur wenige Ovalrennen im Kalender. Daneben gibt es noch kleinere Klassen, wie die NASCAR Nationwide Series, die NASCAR Craftsman Truck Series oder die ARCA. Auch eine der wichtigsten Motorsport-Veranstaltungen überhaupt, das Indianapolis 500, findet auf einem Ovalkurs statt. Daneben gibt es noch unzählige kleine, regionale und unbekannte Ovalserien.

Auch in Europa gibt es mit der SCSA eine Organisation, die die NASCAR als Vorbild hat. Bislang konnten sich Ovalrennen in Europa aber nicht durchsetzen.

Viele Ovalstrecken haben mittlerweile Beleuchtung installiert, dadurch können Rennen auch nach Einbruch der Dunkelheit fortgesetzt bzw. gestartet werden. Diese Nachtrennen gelten unter Fans als eine besondere Attraktion. Besonders bei der NASCAR Serie gibt es viele sogenannte Nachtrennen auf Strecken wie z.B. in Daytona, Bristol, Richmond, Charlotte (Lowes) oder Darlington.

Liste von befestigten Ovalstrecken[Bearbeiten]

Es gibt alleine in den USA mehrere Dutzend asphaltierte oder betonierte Ovalstrecken, in fast jeder größeren Stadt oder Gemeinde. Auf der ganzen Welt sind es mehr als 100 Stück. Dies ist eine Beispielliste für einige bekannte dieser Ovalstrecken. Kriterien für den Eintrag der Shorttracks sind eine Länge von mindestens 0,4 Meilen (0,64 km) und der Veranstaltung eines überregionalen Rennens im Rahmen der drei NASCAR-Serien oder der IndyCar Series. Bei den Speedways und Superspeedways sind nahezu alle modernen Strecken aufgelistet, da deren Anzahl überschaubar ist.

Name Ort Form Länge Kurvenüberhöhung Sitzplätze Eröffnung Veranstaltungen
South Boston Speedway South Boston, Virginia klassisches Oval 0,400 Meilen 12° (Frontgerade 10°) 10.000 1957 NASCAR Sprint Cup (1960-1971)
NASCAR Nationwide Series (1982-2000)
Mansfield Motorsports Park Mansfield, Ohio klassisches Oval 0,440 Meilen 16° (Frontgerade 8°) 25.000 2004 NASCAR Craftsman Truck Series (2004-2008)
Mesa Marin Raceway Bakersfield, Kalifornien klassisches Oval 0,500 Meilen 17° 12.000 1977 NASCAR Craftsman Truck Series (1995-2003)
Martinsville Speedway Martinsville, Virginia klassisches Oval 0,526 Meilen 12° 65.000 1947 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Bristol Motor Speedway Bristol, Tennessee klassisches Oval 0,533 Meilen 26° (10° Geraden) 160.000 1960 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Myrtle Beach Speedway Myrtle Beach, South Carolina D-Oval 0,538 Meilen 13° 12.000 1958 (1978 asphaltiert) NASCAR Nationwide Series (1988-2000)
I-70 Speedway Odessa, Missouri klassisches Oval 0,540 Meilen 30° (Frontgerade 4°; Gegengerade 7°) 12.000 1969 NASCAR Craftsman Truck Series (1995-1999)
Fairgrounds Speedway
(ehemals Nashville Speedway)
Nashville, Tennessee klassisches Oval 0,596 Meilen 18° (3° Geraden) 15.000 1904 (1958 asphaltiert) NASCAR Sprint Cup (1958-1984)
NASCAR Nationwide Series (aktuell)
Flemington Speedway Flemington, New Jersey Quad-Oval 0,625 Meilen Kurven geringfügig überhöht 25.000 1915 (1990 asphaltiert) NASCAR Craftsman Truck Series (1995-1998)
North Wilkesboro Speedway North Wilkesboro, North Carolina klassisches Oval 0,625 Meilen 14° 40.000 1947 NASCAR Sprint Cup (1949-1996)
Evergreen Speedway Monroe, Washington klassisches Oval 0,646 Meilen 8° (Geraden 4°) 15.000 1954 (1960 asphaltiert) NASCAR Craftsman Truck Series (1995-2000)
Lucas Oil Raceway at Indianapolis
(ehemals Indianapolis Raceway Park)
Clermont, Indiana klassisches Oval 0,686 Meilen 12° 30.000 1958 NASCAR Nationwide Series (aktuell)
Memphis International Raceway Memphis, Tennessee Tri-Oval 0,750 Meilen 11° (4° Gegengerade; 3° Frontbogen) 35.000 1986 (1998 Tri-Oval) NASCAR Nationwide Series (1998-2009)
Richmond International Raceway Richmond, Virginia D-Oval 0,750 Meilen 14° (8° Gegengerade; 2° Frontbogen) 107.000 1946 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Iowa Speedway Newton, Iowa D-Oval 0,875 Meilen 14° (10° Gegengerade; 4° Frontbogen) 30.000 2006 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (aktuell)
Nazareth Speedway Nazareth, Pennsylvania Tri-Oval (modifiziert) 0,946 Meilen 2,7° (Turn 1); 3° (Turn 2 & 3); 4° (Turn 4 & 5) 37.000 1910 (1987 asphaltiert) NASCAR Nationwide Series (1988-2004)
Champ Car (1987-2001)
IndyCar Series (2002-2004)
Phoenix International Raceway Avondale, Arizona Tri-Oval (modifiziert) 1,0 Meilen 11° (Turn 1 & 2); 9° (Turn 3 & 4) 77.000 1964 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Champ Car (1979-1995)
IndyCar Series (1996-2005)
Dover International Speedway Dover, Delaware klassisches Oval 1,0 Meilen 24° (9° auf Geraden) 144.000 1966 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (1998-1999)
Walt Disney World Speedway Orlando, Florida Tri-Oval 1,0 Meilen 10° (Turn 1); 8,5° (Turn 2); 7° (Turn 3) 30.000 1996 IndyCar Series (1996-2000)
NASCAR Nationwide Series (1997-1998)
Pikes Peak International Raceway Fountain, Colorado D-Oval 1,0 Meilen 10° 62.000 1997 IndyCar Series (1997-2005)
NASCAR Nationwide Series (1998-2005)
Rockingham Speedway
(ehemals North Carolina Speedway)
Rockingham, North Carolina D-Oval 1,017 Meilen 22° (Turn 1 & 2); 25° (Turn 3 & 4); 8° (Geraden) 35.000 1965 NASCAR Sprint Cup (1965-2004)
Chicago Motor Speedway Chicago, Illinois klassisches Oval 1,029 Meilen 67.000 1999 Champ Car (1999-2002)
NASCAR Craftsman Truck Series (2000-2001)
Milwaukee Mile West Allis, Wisconsin klassisches Oval 1,032 Meilen 9° (2,5° Geraden) 40.000 1903 (1954 asphaltiert) Champ Car (1979-2006)
IndyCar Series (2004-2011)
NASCAR Nationwide Series (1993-2009)
New Hampshire Motor Speedway Loudon, New Hampshire klassisches Oval 1,058 Meilen 12° (1° Geraden) 105.000 1990 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (aktuell)
Champ Car (1992-1995)
Autódromo Miguel E. Abed Puebla, Mexiko Oval 1,25 Meilen ? ? 2005 lokale Rennserien (aktiv)
Gateway International Raceway St. Louis, Illinois Ei-förmig 1,25 Meilen 11° (Turn 1 & 2); 9° (Turn 3 & 4); 3° (Geraden) 60.000 1997 NASCAR Nationwide Series (1997-2010)
Champ Car (1997-2000)
IndyCar Series (2001-2003)
Nashville Superspeedway Lebanon, Tennessee Tri-Oval 1,333 Meilen 14° 50.000 2001 NASCAR Nationwide Series (aktuell)
IndyCar Series (2001-2008)
Darlington Raceway Darlington, South Carolina Ei-förmig 1,366 Meilen 25° (Turn 1 & 2); 23° (Turn 3 & 4); 3° (Geraden) 63.000 1950 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Rockingham Motor Speedway Corby, Großbritannien Quad-Oval (viereckig) 1,479 Meilen 52.000 2001 CART (2001-2002)
Phakisa Freeway Welkom, Südafrika Tri-Oval 1,5 Meilen 15° 60.000 1999 lokale Rennserien (aktiv)
Charlotte Motor Speedway
(Lowe’s Motor Speedway)
Concord, North Carolina Quad-Oval 1,5 Meilen 24° (5° Geraden) 165.000 1960 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (1997-1999)
Homestead-Miami Speedway Homestead, Florida Quad-Oval 1,5 Meilen 20° 65.000 1995 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Champ Car (1996-2000)
IndyCar Series (2001-2010)
Las Vegas Motor Speedway Las Vegas, Nevada Tri-Oval 1,5 Meilen 20° 156.000 1996 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (aktuell)
Texas Motor Speedway Fort Worth, Texas Quad-Oval 1,5 Meilen 24° (5° Geraden) 213.000 1996 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (aktuell)
Kentucky Speedway Sparta, Kentucky Tri-Oval 1,5 Meilen 14° (Turn 1 & 2); 10° (Turn 3 & 4); 4° (Frontbogen) 107.000 2000 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (aktuell)
Chicagoland Speedway Joliet, Illinois Tri-Oval 1,5 Meilen 18° (Turn 1 & 2); 11° (Turn 3 & 4); 5° (Frontbogen) 75.000 2001 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (2001-2010)
Kansas Speedway Kansas City, Kansas Tri-Oval 1,5 Meilen 15° (Turn 1 & 2); 10° (Turn 3 & 4); 5° (Frontbogen) 82.000 2001 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
IndyCar Series (aktuell)
Atlanta Motor Speedway Hampton, Georgia Quad-Oval 1,54 Meilen 24° (5° Geraden) 125.000 1960 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Champ Car (1979-1983)
IndyCar Series (1998-2001)
Twin Ring Motegi Motegi, Japan Ei-förmig 1,549 Meilen 10° 68.000 1997 CART (1998-2002)
IndyCar Series (2003-2010)
Autódromo Internacional Nelson Piquet
Emerson Fittipaldi Speedway
Rio de Janeiro, Brasilien Quad-Oval (Trapez) 1,864 Meilen (genau 3 km) ? ? 1978 CART (1996-2000)
Michigan International Speedway Brooklyn, Michigan D-Oval 2,0 Meilen 18° (12° vordere Gerade; 5° Gegengerade) 137.000 1968 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Champ Car (1979-2001)
IndyCar Series (2002-2007)
Texas World Speedway College Station, Texas D-Oval 2,0 Meilen 22° (6° Geraden) ? 1969 Teststrecke
EuroSpeedway Lausitz Klettwitz, Brandenburg (Deutschland) Tri-Oval (dreieckig) 2,023 Meilen 120.000 2001 Champ Car (2001+2003)
California Speedway
(Auto Club Speedway)
Fontana, Kalifornien D-Oval 2,029 Meilen 14° (11° vordere Gerade; 3° Gegengerade) 92.000 1997 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Champ Car (1996-2002)
IndyCar Series (2002-2005)
Indianapolis Motor Speedway Indianapolis, Indiana Quad-Oval (rechteckig) 2,5 Meilen 12° (9° Geraden) 258.000 1909 (1961 asphaltiert) IndyCar Series (aktuell)
NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Champ Car (1979-1995)
Daytona International Speedway Daytona Beach, Florida Tri-Oval 2,5 Meilen 31° (18° vorderer Bogen; 3° Gegengerade) 168.000 1959 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Pocono Raceway Blakeslee, Pennsylvania Tri-Oval (dreieckig) 2,5 Meilen 14° (Turn 1); 8° (Turn 2); 6° (Turn 3) 77.000 1968 NASCAR Sprint Cup (aktuell)
Champ Car (1979-1989)
Talladega Superspeedway Talladega, Alabama Tri-Oval 2,66 Meilen 33° (18° vorderer Borgen; 2° Gegengerade) 143.000 1969 NASCAR Sprint Cup (aktuell)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NASCAR-Homepage, Pocono Raceway Profile. www.nascar.com, abgerufen am 28. Mai 2012 (englisch).
  2. Stock Car News, Trenton Speedway. www.stockcar-news.de, abgerufen am 31. Dezember 2013 (deutsch).