ownCloud

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ownCloud
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Bildschirmfoto des browserbasierten Dateimanagers in ownCloud 7
Bildschirmfoto des browserbasierten Dateimanagers
Basisdaten
Entwickler ownCloud Inc.,[1] Community
Aktuelle Version ownCloud 7.0.4[2]
(9. Dezember 2014)
Betriebssystem Linux, Unix, Windows
Programmier­sprache PHP, JavaScript
Kategorie Cloud-Computing
Lizenz AGPLv3; eigene Lizenz (nur Enterprise Edition)[1]
Deutschsprachig ja
www.owncloud.org

ownCloud ist eine freie Software für die Speicherung von Daten (Filehosting) in einer eigenen privaten Cloud. Bei Einsatz eines entsprechenden Clients wird dieser automatisch mit einem lokalen Verzeichnis synchronisiert. Dadurch kann von mehreren Rechnern, auch mit unterschiedlichen Betriebssystemen, auf einen konsistenten Datenbestand zugegriffen werden. Das Projekt wurde im Januar 2010 vom KDE-Entwickler Frank Karlitschek ins Leben gerufen, um eine freie Alternative zu kommerziellen Cloud-Anbietern zu schaffen. Im Gegensatz zu kommerziellen Speicherdiensten kann ownCloud auf einem privaten Server ohne Zusatzkosten installiert werden. Somit können gerade bei sensiblen Daten die Bedenken gegenüber einer Datenweitergabe und der damit einhergehenden Abgabe der Kontrolle über die Daten zerstreut werden.

Als Grundlage setzt das Projekt auf PHP und einer angebundenen SQLite-, MySQL- oder PostgreSQL-Datenbank. Die ownCloud kann über eine Weboberfläche bedient werden und ist dadurch nicht an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden. Aber auch andere Anwendungen, wie beispielsweise Dateimanager oder Groupwares, können die ownCloud über eine Schnittstelle ansprechen und Dateien und Daten lokal bereitstellen.

Unterstützte Betriebssysteme[Bearbeiten]

OwnCloud läuft auf Windows, Linux, BSD und anderen unixoiden Betriebssystemen. Der Einsatz auf Mac OS X wird derzeit offiziell nicht unterstützt („not supported“).[3] Für einige Distributionen gibt es bereits fertige Pakete.[4] openSUSE ist in Version 12.1 das erste Betriebssystem, das ownCloud offiziell unterstützt.[5]

Seit April 2012[6] existiert ein Desktop-Client (Qt-basiert), der den Abgleich von Windows, Mac OS X und Linux mit einem beliebigen ownCloud-Server unterstützt.[7]

Es gibt Apps für die mobilen Betriebssysteme Android und iOS.[8]

Funktionsumfang[Bearbeiten]

Derzeit unterstützt ownCloud folgende Funktionen:[9]

  • Dateiablage in herkömmlichen Verzeichnisstrukturen (auch über WebDAV)
  • Einbindung von externen Speichern, zum Beispiel FTP, Dropbox, Amazon S3, WebDAV, ...
  • Verschlüsselung der Daten auf dem Server, sowie verschlüsselte Übertragung per SSL/TLS
  • Synchronisation von Desktops
  • Teilen von Dateien und Ordnern mit anderen Benutzern, Gruppen oder über öffentliche URLs
  • Kalender (auch als CalDAV)
  • Aufgabenplaner (To-Do-Listen)
  • Adressbuch (auch als CardDAV)
  • Musikwiedergabe
  • Fotogalerie
  • Betrachter für PDF- und Microsoft Office-Dateien, Editor für OpenDocument-Dokumente
  • Lesezeichen-Verwaltung
  • Benutzer-, Gruppen- und Rechte-Verwaltung (erweiterbar, zum Beispiel zur Authentifizierung mit LDAP)

Da die Software modular aufgebaut ist, lässt sie sich durch ein Plugin-System um beliebige Funktionalitäten erweitern.[7] Über eine offizielle Plattform auf apps.owncloud.com/ können Entwickler ihre Erweiterungen, sogenannte Apps, anderen Benutzern zur einfachen Installation anbieten. Diese Plattform kommuniziert mit den ownCloud-Instanzen über ein offenes Protokoll.

Versionstabelle[Bearbeiten]

Version Veröffentlichung Anmerkungen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 beta1 13. März 2010[10]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 24. Juni 2010[11]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.1 23. November 2010[12]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2.0 11. Oktober 2011[13]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3.0 31. Januar 2012[14]
  • Text-Editor
  • Verbesserte Bildergalerie
  • Verbesserte Kalender-Ansicht
  • PDF-Betrachter
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0.0 22. Mai 2012[14]

Unter anderem flossen folgende Funktionen in die Software ein:

Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.5.0 10. Oktober 2012[14]
  • Schnellere Synchronisation
  • Neue Benutzerrolle „Sub Administrators“
  • Graphische Oberfläche für das Einbinden externer Speicherlaufwerke
  • Verbesserung der Datei-Versionierung
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.0 14. März 2013[15]
  • neues Design der Browser-Oberfläche
  • Suchengine auf Basis von Lucene
  • Virenschutz
  • neue Fotogalerie
  • bis zu 500 % mehr Leistung[16]
  • Wiederherstellungs-Funktion gelöschter Dateien[17]
Ältere Version; noch unterstützt: 5.0.16 23. Juni 2014[14]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.0.0a 14. Dezember 2013[14] Änderungen:[18]
  • Weboberfläche mit mehr Platz
  • verbesserte Multi-User-Funktionen und Teilen mit Benachrichtigungen
  • App-API für Drittanbieter
Ältere Version; noch unterstützt: 6.0.5 29. August 2014[14]
Ältere Version; noch unterstützt: 7.0.0 23. Juli 2014[14] Unter anderem gab es folgende neue Features und Verbesserungen:[19]
  • Verbesserte und erweiterte Datei-Freigaben (Freigaben zwischen ownCloud-Instanzen)
  • Neue Weboberfläche (höhere Geschwindigkeit und Anpassungen für Mobilgeräte)
  • Neue Benutzerverwaltung
  • Vereinfachte Anbindung an einen Mailserver und editierbare E-Mail-Templates
Aktuelle Version: 7.0.4 9. Dezember 2014[14]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Offizielle Website des Unternehmens. ownCloud Inc., abgerufen am 17. Juli 2012.
  2. Changelog bei owncloud.org http://owncloud.org/releases/Changelog
  3. Mac OS X. In: ownCloud Administrators Manual. Abgerufen am 11. Januar 2014.
  4. Installationsanleitung. In: ownCloud Dokumentation. Abgerufen am 17. Juli 2012.
  5. ownCloud in openSUSE. In: openSUSE Support Database. Abgerufen am 17. Juli 2012.
  6. ChangeLog ownCloud SyncClient. Abgerufen am 10. September 2013.
  7. a b OwnCloud: Open-Source-Dropbox-Alternative auf eigenem Server. In: t3n. 16. Juli 2012, abgerufen am 17. Juli 2012.
  8. Mobile Apps für Android und iOS. ownCloud, abgerufen am 13. September 2012.
  9. Übersicht der Funktionen. ownCloud, abgerufen am 16. August 2014.
  10. development started. In: Karlitschek's Blog. Abgerufen am 8. März 2013.
  11. ownCloud 1.0 is here. In: Karlitschek's Blog. Abgerufen am 8. März 2013.
  12. ownCloud 1.1 released. In: Karlitschek's Blog. Abgerufen am 8. März 2013.
  13. ownCloud 2 is released. In: Karlitschek's Blog. Abgerufen am 8. März 2013.
  14. a b c d e f g h Changelog. Webseite von ownCloud, abgerufen am 10. November 2013.
  15. Andreas Donath: Selbst gemachter Cloudspeicher mit Virenschutz. In: Golem.de. Klaß & Ihlenfeld Verlag GmbH, 14. März 2013, abgerufen am 14. März 2013.
  16. Markus Feilner: Cebit 2013: Owncloud 5 kommt am Donnerstag. In: Linux-Magazin Online. Medialinx AG, 28. Februar 2013, abgerufen am 3. März 2013 (deutsch).
  17. ownCloud Versionen. Abgerufen am 29. März 2013 (deutsch).
  18. ownCloud Vorschau auf Owncloud 6. Abgerufen am 9. Oktober 2013 (deutsch).
  19. ownCloud 7 Features. Abgerufen am 16. September 2014 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]