Oxalessigsäure
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Strukturformel | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | ||||||||||||||||||
| Name | Oxalessigsäure | |||||||||||||||||
| Andere Namen |
|
|||||||||||||||||
| Summenformel | C4H4O5 | |||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 328-42-7 | |||||||||||||||||
| PubChem | 970 | |||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer bis hellgelber, kristalliner Feststoff[1] |
|||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||
| Molare Masse | 132,07 g·mol−1 | |||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
|||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
gut löslich in Wasser[3] |
|||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||
Oxalessigsäure ist eine Oxodicarbonsäure und als Metabolit des Citratzyklus ein wichtiger Knotenpunkt im Stoffwechsel. Ihre Salze werden Oxalacetate (OA) genannt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Vorkommen
Oxalessigsäure kommt in höheren Pflanzen in hohen Konzentrationen vor.
[Bearbeiten] Eigenschaften
Oxalessigsäure ist als Dicarbonsäure sowohl α- als auch β-Ketosäure und zeigt die Reaktionen beider Substanzklassen:
- als α-Ketosäure unterliegt sie nukleophilen Angriffen
- wobei sie durch Transaminierung an C-α in die homologe Aminosäure Asparaginsäure überführt werden kann;
- in der Startreaktion des Citratzyklus ist Acetyl-CoA durch ihre H-acide Methylgruppe das Nukleophil, wobei Citrat entsteht;
- als β-Ketosäure zeigt sie die Instabilität dieser Substanzklasse und geht durch Decarboxylierung
- in einer durch das Malatenzym (ME) katalysierten Teilreaktion in Pyruvat (Pyr) oder
- in einer durch Phosphoenolpyruvat-Carboxykinase (PEPCK) katalysierten Reaktion in Phosphoenolpyruvat (PEP) über; letzteres ist eine wichtige Teilreaktion der Gluconeogenese;
- ATP-Aufwand ermöglicht umgekehrt auch die Carboxylierung von Pyruvat zu Oxalacetat durch das Biotin-abhängige Enzym Pyruvat-Carboxylase. Dieser Vorgang gilt als wichtigste anaplerotische (d. h. den Citratzyklus auffüllende) Reaktion;
- Oxalacetat kann Reduktionsäquivalente aufnehmen und (nach Übergang in Malat, Mal) über die Mitochondrien(-innen-)membran transportieren. Beide Transportrichtungen sind möglich:
- die Reaktionsfolge OA → Mal||Mal → OA führt Reduktionsäquivalente aus dem Cytosol der Atmungskette zu und dient dem ATP-Gewinn;
- das rückwärtige Durchlaufen derselben Reaktionsfolge transportiert (z. B. bei Citratüberschuss) Reduktionsäquivalente in das Cytosol. Diese können dort in Form von NADPH,H+ zur Synthese von Fetten eingesetzt werden. Für diesen Vorgang steht gleichzeitig das Substrat Acetyl-CoA (aus Citrat) zur Verfügung.
[Bearbeiten] Biologische Bedeutung
[Bearbeiten] Biochemie von Oxalacetat
Oxalacetat spielt in vielen biochemischen Reaktionen eine Rolle, sei es im Anabolismus oder Katabolismus. Für Einzelheiten bitte Text beachten. Abkürzungen der Enzymnamen:
ME = Malatenzym (NAD+- oder NADP+-abhängig)
MDH = Malatdehydrogenase (NAD+- oder NADP+-abhängig)
PEPC = PEP-Carboxylase
PEPCK = PEP-Carboxykinase
TA = Transaminase
CS = Citratsynthetase
CL = Citratlyase
ME = Malatenzym (NAD+- oder NADP+-abhängig)
MDH = Malatdehydrogenase (NAD+- oder NADP+-abhängig)
PEPC = PEP-Carboxylase
PEPCK = PEP-Carboxykinase
TA = Transaminase
CS = Citratsynthetase
CL = Citratlyase
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Datenblatt Oxalessigsäure bei Acros, abgerufen am 30. Mai 2007.
- ↑ a b Datenblatt Oxalessigsäure bei AlfaAesar, abgerufen am 20. Februar 2010 (JavaScript erforderlich).
- ↑ Datenblatt Oxalessigsäure bei Merck, abgerufen am 30. Mai 2007.
- ↑ a b Datenblatt Oxaloacetic acid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. April 2011.