Pál Maléter

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Pál Maléter (* 4. September 1917 in Eperjes, Königreich Ungarn, Österreich-Ungarn, heute Prešov, Slowakei; † 16. Juni 1958 in Budapest) war ein ungarischer Verteidigungsminister.

Zu Beginn des Ungarischen Volksaufstands 1956 war Maléter Oberst in der ungarischen Armee und Befehlshaber einer Panzerdivision. Zunächst nach Budapest entsandt, um den Aufstand niederzuschlagen, nahm er Kontakt zu den Aufständischen auf und schloss sich ihnen an. Von der neuen Regierung wurde er zunächst zum General befördert und am 29. Oktober 1956 zum Verteidigungsminister ernannt. Er leitete die ungarische Delegation, die am 3. November 1956 mit der Sowjetunion verhandeln sollte, und wurde während der Verhandlungen am 4. November auf Weisung des KGB-Chefs Serow festgenommen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurde er zusammen mit Imre Nagy zum Tode verurteilt und im Budapester Gefängnis durch den Strang hingerichtet.

Am 16. Juni 1989 wurden Pál Maléter, Imre Nagy und drei weitere Justizopfer in Budapest unter Anteilnahme von mehreren hunderttausend Menschen feierlich beigesetzt. Am 6. Oktober 1989 wurde das Unrechtsurteil gegen ihn vom Obersten Gerichtshof offiziell aufgehoben.