Pöchlarn

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Pöchlarn
Wappen von Pöchlarn
Pöchlarn (Österreich)
Pöchlarn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Melk
Kfz-Kennzeichen: ME
Fläche: 17,89 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 15° 12′ O48.215.2216Koordinaten: 48° 12′ 0″ N, 15° 12′ 0″ O
Höhe: 216 m ü. A.
Einwohner: 3.914 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 219 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3380
Vorwahl: 02757
Gemeindekennziffer: 3 15 33
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Regensburgerstraße 11
3380 Pöchlarn
Website: www.poechlarn.at
Politik
Bürgermeister: Alfred Bergner (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
11 ÖVP, 4 FPÖ, 4 SPÖ, 3 INPÖ, 1 Grüne
Lage der Gemeinde Pöchlarn im Bezirk Melk
Bergland Artstetten-Pöbring Bischofstetten Blindenmarkt Dorfstetten Dunkelsteinerwald Emmersdorf an der Donau Erlauf Golling an der Erlauf Hofamt Priel Hürm Kilb Kirnberg an der Mank Klein-Pöchlarn Krummnußbaum Leiben Loosdorf Mank Marbach an der Donau Maria Taferl Melk Münichreith-Laimbach Neumarkt an der Ybbs Nöchling Persenbeug-Gottsdorf Petzenkirchen Pöchlarn Pöggstall Raxendorf Ruprechtshofen St. Leonhard am Forst St. Martin-Karlsbach St. Oswald Schollach (Niederösterreich) Schönbühel-Aggsbach Texingtal Weiten Ybbs an der Donau Yspertal Zelking-Matzleinsdorf NiederösterreichLage der Gemeinde Pöchlarn im Bezirk Melk (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pöchlarn ist eine Stadtgemeinde mit 3914 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Melk in Niederösterreich (Österreich).

Geografie[Bearbeiten]

Pöchlarn liegt im Mostviertel, am südlichen (rechten) Ufer der Donau direkt an der Mündung der Erlauf, im Nibelungengau, und wird auch als Nibelungenstadt bezeichnet. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 17,96 Quadratkilometer. 16,47 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Am Rechen (1320)
  • Brunn an der Erlauf (747)
  • Ornding (355)
  • Pöchlarn (1443)
  • Rampersdorf (28)
  • Röhrapoint (31)
  • Wörth (0)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Brunn, Ornding, Pöchlarn, Rampersdorf, Röhrapoint und Wörth.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits 4000 vor Christus war die Region besiedelt. Die Menschen handelten u.a. mit dem in Klein-Pöchlarn abgebauten Serpentin. Zur Zeit der Römer verlief hier der norische Limes, die streng bewachte Grenze zu den Germanen. Das Areal des heutigen Stadtkernes lag damals auf einer Schotterinsel zwischen dem Hauptstrom der Donau und der Erlauf. Es befand sich an dieser Stelle vermutlich auch ein wichtiger Donauübergang. Unter den Flaviern wurde auf der Insel daher das Hilfstruppenkastell Arelape errichtet, in dem später auch eine Reitertruppe und ein Teil der römischen Donauflotte stationiert war.

Pöchlarn war im Frühmittelalter als Bechelaren bekannt und wird im Nibelungenlied als Stammburg des Rüdiger von Bechelaren erwähnt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
50
40
30
20
10
0
44,82 %
(-1,86 %p)
19,12 %
(+11,68 %p)
15,94 %
(-21,78 %p)
12,95 %
(n. k.)
7,17 %
(-0,99 %p)
2005

2010


Der Gemeinderat hat 23 Sitze, Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Alfred Bergner, Amtsleiter Johannes Giestheuer.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die ÖVP 11, die SPÖ 9, Die Grünen 2 und die FPÖ 1 Mandat. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ 5, die Grünen einen Sitz. Die FPÖ gewann drei Sitze, die Liste Die neue Initiative Pöchlarn (INPÖ) 3 Sitze und zog in den Gemeinderat ein.[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Auf der Straße ist Pöchlarn über die A1, die Westautobahn, mit der Eisenbahn über die Österreichische Westbahn und die Donauuferbahn am nördlichen Donauufer, sowie am Wasserweg auf der Donau selbst erreichbar. Weiters befindet sich zwischen Pöchlarn und Klein-Pöchlarn seit 2002 eine Straßenbrücke. Sie ersetzt eine vorher verkehrende Motorfähre.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Auf Grund der verkehrstechnisch günstigen Lage ist Pöchlarn ein wichtiger Wirtschaftsstandort in der Region. Zu den größten Arbeitgebern zählen die Unternehmen Vetropack, Bramac und Lasselsberger, daneben existieren auch noch etliche andere Klein- und Mittelbetriebe. Die Durchgangslage und die unmittelbare Nähe zu einem neu erstellten Autobahnanschluss bot in jüngster Vergangenheit die Möglichkeit, ein rasch wachsendes Betriebsansiedelungsgebiet zu erschließen.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

In Pöchlarn findet sich ein intaktes und dichtes Netz an Vereinen, zu den bekanntesten zählen u.a.

  • ASVÖ VHS Pöchlarn
  • Caritas Sozialstation
  • Goldhaubengruppe
  • "Gösser Team" Ornding
  • Imkerverein Pöchlarn
  • Jachtclub Nibelungengau
  • Kleintierzuchtverein
  • KOBV Pöchlarn - Behindertenverband
  • MC Nibelungen
  • Modellbauclub Bussard
  • Naturfreunde
  • Nibelungen Pass Pöchlarn
  • Pfadfinder
  • Ritterschaft zu Bechelaren
  • Schützenverein Pöchlarn
  • Stadtkapelle Pöchlarn
  • SV "Gramel" Pöchlarn-Golling
  • Union Rad Club Nibelungen-Pöchlarn
  • Union Ruderverein Pöchlarn
  • Union Tennisclub Pöchlarn
  • Verein Stadtmarketing Pöchlarn

Schulen[Bearbeiten]

Neben den ortsüblichen Volks-, Haupt-, Allgemeine Sonderschule und Musikschule befinden sich in Pöchlarn eine Berufsschule für das Tischlergewerbe, für Zimmerer, Informationstechnologie sowie die einzige österreichische Berufsschule für Fassbinder. Diesem Berufsschulkomplex ist ein Internat angeschlossen. Auch eine Meisterklasse der Tischler ist hier angesiedelt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pöchlarn
  • das Geburtshaus von Oskar Kokoschka, genannt Kokoschka-Haus, beherbergt OK-Dokumentation mit Werken von Kokoschka selbst und Wechselausstellungen, überwiegend mit Werken seiner Schüler
  • das 800 Jahre alte Rathaus
  • der alte Rathauskeller als Veranstaltungsort
  • der Welserturm
  • der Demmerturm
  • das Renaissanceschloss Pöchlarn
  • das Tischlermuseum
  • die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, erbaut zwischen 1389 und 1429 und in barockem Stil 1766 nach einem Brand erneuert.
  • das Nibelungendenkmal mit den Wappen der Nibelungenstädte.
  • die Altstadt

Partnerstädte[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pöchlarn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikisource-logo.svg Pöchlarn in der Topographia Austriacarum (Mathäus Merian).

Wikisource-logo.svg Arlape in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010