Pöcking

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pöcking
Pöcking
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pöcking hervorgehoben
47.96666666666711.3672Koordinaten: 47° 58′ N, 11° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Starnberg
Höhe: 672 m ü. NHN
Fläche: 20,96 km²
Einwohner: 5430 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 259 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 82343,
82319 (Seewiesen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 08157 oder 08151Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: STA, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 88 137
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Feldafinger Str. 4
82343 Pöcking
Webpräsenz: www.poecking.de
Bürgermeister: Rainer Schnitzler (Parteilose Wählergruppe Pöcking)
Lage der Gemeinde Pöcking im Landkreis Starnberg
Ammersee Starnberger See Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Landsberg am Lech Landkreis München Landkreis Weilheim-Schongau München Andechs Berg (Starnberger See) Feldafing Gauting Gilching Herrsching am Ammersee Inning am Ammersee Krailling Pöcking Seefeld (Oberbayern) Starnberg Tutzing Weßling Wörthsee (Gemeinde)Karte
Über dieses Bild

Pöcking ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg in Deutschland mit etwa 5.500 Einwohnern.

Geografie[Bearbeiten]

Pöcking liegt in der Region München, etwa 25 km südwestlich vom Münchner Zentrum entfernt. Die Teilorte Possenhofen und Niederpöcking grenzen an den Starnberger See, so dass auch ein Anschluss an den überwiegend touristisch geprägten Seefahrtslinienverkehr im Starnberger See besteht. Nach Starnberg im Norden sind es etwa 4 km. Die Gemeinde Pöcking besteht aus den Orten: Aschering, Maising, Niederpöcking, Seewiesen, Pöcking, Possenhofen.

Geschichte[Bearbeiten]

Pöcking gehörte den Grafen La Rosée und war ein Teil der geschlossenen Hofmark Garatshausen-Possenhofen; sie war wiederum Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Aschering eingegliedert.[2] Maising kam am 1. Januar 1978 hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Verlauf der Bevölkerungsentwicklung[4]
Jahr 1840 1900 1939 1950 1970 1987 2003 2012
Einwohner 549 838 1.184 2.786 3.195 5.272 5.715 5.434

Politik[Bearbeiten]

Rathaus der Gemeinde in Pöcking
  • Bürgermeister ist Rainer Schnitzler (Parteilose Wählergruppe). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Konrad Krabler (Parteilose Wählergruppe).
  • Gemeinderat:
Sitzverteilung im Gemeinderat
Jahr CSU SPD Grüne FDP PWG UWG gesamt Wahlbeteiligung
2014 5 2 3 1 9 0 20 64,08 %
2008 5 2 2 0 10 1 20 68,8 %
2002 6 2 1 1 8 2 20 67,4 %

PWG = Parteilose Wählergruppe Pöcking     UWG = Unabhängige Wählergemeinschaft

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 8.299.000 €. Trotz eines niedrigen Gewerbesteuersatzes betrugen davon die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 4.453.000 €. Den größten Teil davon trägt die LHI Leasing GmbH.

Wappen[Bearbeiten]

Schloss Possenhofen

Pöcking hat seit 1980 ein offizielles Wappen. Wappenbeschreibung: Auf silbernen Schild über einem blauen Wellenschildfuß eine rote Eule mit silbernen Augen, goldenen Krallen und goldenem Schnabel.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Pöcking

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Kultur und Bildung[Bearbeiten]

Skulptur der Kaiserin Elisabeth vor dem Museum

Wirtschaft[Bearbeiten]

Hauptsächlich lebten die Einwohner vor dem zwanzigsten Jahrhundert vom Fischfang im nahe gelegenen See. Einzelne Fischer begannen mit dem Bau von Fischerbooten. Die Bootswerft der Familie Glas in Possenhofen produziert heute Boote der Drachenklasse. Nach 1945 kamen Maschinenbau-, Motorrad- und ein Pharmaunternehmen sowie Bauhaupt- und Baunebengewerbe hinzu. Dort waren zeitweise über 200 Leute beschäftigt. Heute (2012) findet man in Pöcking Unternehmen der Dienstleistungsbranche und Leasingunternehmen.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gebiet der Gemeinde Pöcking führt die Bundesstraße 2, die Starnberg mit Weilheim verbindet und quer durch das sogenannte Fünfseenland verläuft. Im Teilort Pöcking begannen einige teure Verkehrsprojekte, zum Beispiel die Verengung der Hauptstraße.

Ein heute unter Denkmalschutz stehender Bahnhof befindet sich im Stadtteil Possenhofen an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen. Der Bahnhof wurde 1865 von König Maximilian II. für den hohen Adel errichtet (Architekt Georg von Dollmann). Er ist unter dem Namen Kaiserin Sisi Bahnhof bekannt, sein Pavillonbau mit Flachwalmdach und seitlichen Flügeln ist ein Zeugnis für die privilegierte Benutzung der Eisenbahn durch Hof und Hochadel. 2008 wurde der Bahnhof renoviert, er wird heute von der Linie S6 der S-Bahn München bedient. Eine Buslinie sorgt für den öffentlichen Verkehrsanschluss der Ortsmitte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen mit Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsverband Pöcking-Starnberg e.V.
  • SCPP Sportclub Pöcking-Possenhofen
  • SG „Die Wildschützen e.V.“ Pöcking
  • PFC „Pöckinger Faschingsclub e.V.“
  • Sportschützen Stamm Pöcking e.V.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pöcking – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Pöcking – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 576.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 591.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, abgerufen am 16. Juli 2014.
  5. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 184