Pürewdordschiin Serdamba

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Pürewdordschiin Serdamba

Pürewdordschiin Serdamba (mongolisch Пүрэвдоржийн Сэрдамба; * 18. April 1985) ist ein Boxer aus der Mongolei. Serdamba war Asienmeister 2007, Weltmeister 2009, Silbermedaillengewinner der Olympischen Spielen 2008 und Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaften 2011.

Karriere[Bearbeiten]

Erstmals von sich reden machte Serdamba, als er 2006 beim international prestigeträchtigen Chemiepokalturnier in Halle die Silbermedaille im Halbfliegengewicht (-48 kg) gewann. Im Jahr darauf gelang ihm der Durchbruch indem er die Asienmeisterschaften gewann und dabei den Weltmeister Zhou Shiming im Finale mit 12:7 bezwang. Als aktueller Asienmeister fuhr er zu den Boxweltmeisterschaften 2007 nach Chicago musste sich aber bereits im 1. Kampf dem Russen David Hajrapetjan geschlagen geben. Dies war der Beginn einer Formkrise, denn auch beim 1. Asiatischen Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2008 konnte er sich nicht durchsetzen und verlor bereits im Viertelfinale. Erst beim 2. Asiatischen Qualifikationsturnier schaffte er wieder einen Finaleinzug. Da er sich im Halbfinale verletzt hatte, musste er sich im Finale kampflos geschlagen geben. Dadurch erreichte er im letzten Versuch doch noch die Qualifikation für die Olympischen Spiele. Beim vorolympischen AIBA President Cup, welches für viele Sportler als Generalprobe für die Olympischen Spiele galt, verlor er im Halbfinale gegen den Philippiner Harry Tanamor. Bei den Olympischen Spielen 2008 erreichte Serdamba nach Siegen über Ronald Serugo, Uganda (9:5), Luis Yáñez, USA (8:7), Amnat Ruenroeng, Thailand (5:2), und Yampier Hernández, Kuba (+8:8), das Finale. In diesem stand ihm der Chinese Zou Shiming gegenüber, dem er aufgrund einer Verletzung in der zweiten Runde unterlag.

Bei den Asienmeisterschaften 2009 startete Serdamba im Fliegengewicht (-51 kg), schied jedoch bereits im Viertelfinale aus. Im selben Jahr kämpfte er - nun wieder im Halbfliegengewicht - bei den Weltmeisterschaften und errang nach Siegen u.a. über Paulo Carvalho, Brasilien (15:7), Howhannes Danieljan, Armenien (8:4), und im Finale über David Hajrapetjan, Russland (10:5), die Goldmedaille. Im Jahr darauf wurde Serdamba Studentenweltmeister, schied jedoch bei den Asienspielen in Guangzhou gegen Birschan Schaqypow, Kasachstan (9:0), aus. Auch die Asienmeisterschaften 2011 endeten für ihn bereits im Achtelfinale gegen den späteren Asienmeister Shin Jong-Hun, Südkorea (25:16). Bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr lief es dagegen wieder besser für Serdamba. Nach Siegen u.a. über Thomas Essomba, Kamerun (11:6), und dem Silbermedaillengewinner der Panamerikanischen Spiele 2011 Yosvany Veitía, Kuba (RSC 1.), und einer Halbfinalniederlage gegen Shin Jong-Hun (20:11), errang er die Bronzemedaille. Mit diesem Erfolg qualifizierte sich Serdamba außerdem für die Olympischen Spiele 2012 in London, bei denen er jedoch bereits im ersten Kampf gegen den Inder Devendro Singh mit 16:11 Punkten ausschied.

Quellen[Bearbeiten]

  • amateur-boxing.strefa.pl

Weblinks[Bearbeiten]

Cyrillic letter Oe.svg Cyrillic letter Ue.svg Mongolischer Name: Wie in der Mongolei üblich, steht in diesem Artikel der Vatersname im Genitiv vor dem Eigennamen. Somit ist Pürewdordsch der Vatersname, Serdamba der Eigenname. Die Person wird mit ihrem Eigennamen angesprochen.