Pāvilosta

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Pāvilosta (dt.: Paulshafen)
Wappen von Pāvilosta
Pāvilosta (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Kurland (lettisch: Kurzeme)
Verwaltungsbezirk: Pāvilostas novads
Koordinaten: 56° 53′ N, 21° 11′ O56.88916666666721.176944444444Koordinaten: 56° 53′ 21″ N, 21° 10′ 37″ O
Einwohner: 1.134 (1. Jul. 2010)
Fläche: 6,4 km²
Bevölkerungsdichte: 177,19 Einwohner je km²
Höhe:
Stadtrecht: seit 1991
Webseite: www.pavilosta.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Pāvilosta (deutsch Paulshafen) ist eine Kleinstadt im Westen Lettlands zwischen Liepāja und Ventspils, wo der Saka in die Ostsee mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein von Kuren bewohnte Platz an dieser Stelle wurde erstmals 1253 schriftlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Bistum Kurland und wurde 1795 Teil des Gouvernements Kurland im russischen Reich. 1879 gründete der Baron Otto von Lilienfeld den Hafen und taufte den Ort nach seinem Bruder Paul auf Paulshafen. Der Hafenort entwickelte sich nur langsam. Erst mit dem Bau des Kriegshafens Libau 1893 belebte sich der Ort durch Transportaufträge für Baumaterial. Eine kleinere Werft produziert bis zum Ersten Weltkrieg 15 Schiffe. Die Kriegszeit zog den Hafen schwer in Mitleidenschaft. Einziger Wirtschaftszweig in den 1920er und 1930er Jahren war die Fischerei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine große Fischerei-Kolchose gebildet, die Hauptarbeitgeber war. 1991 erhielt der Ort Stadtrechte.

sonstiges[Bearbeiten]

  • Ein Teil der ursprünglichen Bebauung aus dem 19. Jahrhundert ist erhalten geblieben.
  • Es gibt dort einen weißen Sandstrand und nördlich des Ortes Richtung Jūrkalne eine sehenswerte Steilküste. Im Sommer findet ein überregionaler Sandburgenwettbewerb statt.

Pāvilostas novads[Bearbeiten]

2009 bildete die Stadt mit 2 Landgemeinden eine Verwaltungsgemeinschaft, welche 3233 Einwohner hat (Stand: 1. Juli 2010)

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.