Pēteris Ugrjumovs

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Pēteris Ugrjumovs

Pēteris Ugrjumovs (* 21. Januar 1961 in Riga, Lettland) ist ein ehemaliger sowjetischer (russischer, lettischer) Radrennfahrer.

Lebenslauf (Name)[Bearbeiten]

Sein Geburtsname ist Pjotr Sergejewitsch Ugrjumow (russisch Пётр Сергеевич Угрюмов). Er hatte einen sowjetischen Pass. 1989 zog er nach Italien. 1997 lief sein sowjetischer Pass aus; er beantragte die russische Staatsbürgerschaft.

2005 bekam er die lettische Staatsbürgerschaft auch aufgrund seiner Radsporterfolge. In seinem lettischen Pass steht Pēteris Ugrjumovs; er wird in den Medien jedoch weiterhin Pjotr Ugrjumow[1] oder Pjotr Ugrumov[2] genannt.

Von 1983 bis 1989[3] fuhr er in der sowjetischen Mannschaft die Friedensfahrt mit.

Er war Profi von 1989 bis 1999. Seine erste Profi-Mannschaft war 1989 Alfa Lum-STM aus San Marino; seine letzte 1999 Ballan-Alessio aus Italien.

1994 kam dann der Durchbruch bei der Tour de France: Nach dem Ausstieg des Schweizers Tony Rominger wurde er der größte Widersacher von Miguel Induráin. Er konnte zwei schwere Bergetappen in den Alpen hintereinander gewinnen. Im Abschlussklassement wurde er Zweiter mit 5:39 Minuten Rückstand auf Induráin.

Er steht auch auf der Patientenliste des Doping-Arztes Dr. Ferrari.[4]

Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Erfolg Rennen
1982 3. Nationalmeisterschaft UdSSR, Straße
1984 Sieger Gesamtwertung Baby Giro
1985 Sieger Gesamtwertung Settimana Ciclistica Lombarda
1986 Sieger Nationalmeisterschaft UdSSR, Straße
1987 Sieger Gesamtwertung Circuit Cycliste Sarthe
1988 3. Gesamtwertung Friedensfahrt
1989 2. Nachwuchswertung Giro d'Italia
1990 8. Gesamtwertung Giro d'Italia
2. Punktewertung
45. Gesamtwertung Tour de France
1991 Sieger Gesamtwertung Vuelta Ciclista Asturias (Spanien)
2. 16. Etappe Vuelta a España
1992 2. Gesamtwertung Vuelta Ciclista a Aragón (Spanien)
1993 2. Gesamtwertung Giro d'Italia
1994 2. Gesamtwertung Tour de France
1995 3. Gesamtwertung Giro d'Italia
1996 4. Gesamtwertung Giro d'Italia
7. Gesamtwertung Tour de France
58. Olympische Spiele, Atlanta
1997 25. Weltmeisterschaft[5]
1998 2. Nationalmeisterschaft Russland, Straße

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berlinonline, Friedensfahrt, Mitteldeutsche Zeitung
  2. sportal.de, cyclisme-dopage.com, cycloinfo
  3. Friedensfahrt Statistiken
  4. Kurzbeschreibung Dr. Michele Ferrari
  5. Weltmeisterschaft

Quellen[Bearbeiten]