Pławęcino

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Pławęcino
Pławęcino führt kein Wappen
Pławęcino (Polen)
Pławęcino
Pławęcino
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: Kołobrzeski
Gmina: Gościno
Geographische Lage: 54° 2′ N, 15° 37′ O54.03555555555615.611388888889Koordinaten: 54° 2′ 8″ N, 15° 36′ 41″ O
Einwohner: 170 (31. Dez. 2010[1])
Telefonvorwahl: (+48) 94
Kfz-Kennzeichen: ZKL

Pławęcino (deutsch Plauenthin) ist ein Dorf in der Stadt- und Landgemeinde Gościno (Groß Jestin) im Powiat Kołobrzeski (Kreis Kolberg) der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Das Dorf ist Sitz eines Schulzenamtes, zu welchem die Ortschaft Kamica (Kämitz) mit 59 Einwohnern (2010) gehört.[1]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Pławęcino liegt in Hinterpommern, etwa 15 Kilometer südlich von Kołobrzeg (Kolberg) und 97 Kilometer nordöstlich der regionalen Metropole Stettin (Szczecin).

Geschichte[Bearbeiten]

Ehem. Gutshaus Plauenthin

Das Dorf (ältere Schreibweisen: Plauentin, Plauwentin, Plawentin) war ursprünglich ein Allodial-Rittergut, das sich nacheinander im Besitz verschiedener Adelsfamilien befunden hatte. Vor dem Ende des 18. Jahrhunderts waren dies die Familien Blanckenburg, Krockow, Kameke, Cronenfels und Küsell gewesen. 1804 wurde das Gut zusammen mit dem Gut Neurese B von dem Leutnant Karl von Eichmann aufgekauft, der dafür insgesamt 22.000 Taler bezahlte. 1853 ging das Gut in den Besitz der Familie Manteuffel über.[2]

Um 1784 gab es in dem Dorf neben dem Vorwerk fünf Bauernhöfe und insgesamt 11 Feuerstellen (Haushalte).[3] Neben der Land- und Forstwirtschaft, die die Haupteinnahmequelle bildete, wurde in zwei Seen und in einem Bach in geringerem Maße Fischerei betrieben. Um 1867 lebten in dem Dorf 27 Familien und insgesamt 129 Einwohner.

Vor 1945 gehörte Plauenthin zum Landkreis Kolberg-Körlin im Regierungsbezirk Köslin der Provinz Pommern. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Mai 1945 von der Roten Armee besetzt und anschließend zusammen mit ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. Spätestens seit dem deutsch-polnischen Grenzvertrag gehört sie zu Polen. Die deutsche Bevölkerung wurde in der Folgezeit vertrieben. In dem Ort leben heute etwa 160 Einwohner.

Kirchspiel[Bearbeiten]

Die evangelische Kirchgemeinde von Plauenthin war zu Groß Jestin in der Kolberger Synode eingepfarrt.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Website der Gemeinde Gościno, Liczba stałych mieszkańców Gminy, abgerufen am 25. November 2011
  2. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil III, Band 1, Anklam 1867, S. 403–404.
  3. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 586–587, Nr. 85.