Pławnica

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Pławnica
Wappen fehlt
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Pławnica (Polen)
Pławnica
Pławnica
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kłodzko
Gmina: Bystrzyca Kłodzka
Geographische Lage: 50° 17′ N, 16° 41′ O50.27777777777816.686111111111Koordinaten: 50° 16′ 40″ N, 16° 41′ 10″ O
Höhe: 375 m n.p.m
Einwohner: 530
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Bystrzyca KłodzkaStronie Śląskie
Nächster int. Flughafen: Breslau

Pławnica [pwavˈɲit͡sa] (deutsch: Plomnitz) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in Polen. Es gehört zur Stadt- und Landgemeinde Bystrzyca Kłodzka, von der es vier Kilometer südöstlich entfernt liegt.

Geographie[Bearbeiten]

Pławnica liegt im Süden des Glatzer Kessels an der Wojewodschaftsstraße 392, die von Bystrzyca Kłodzka nach Stronie Śląskie führt. Nachbarorte sind Stary Waliszów im Norden, Nowy Waliszów, Kamienna und Idzików im Nordosten, Marianówka im Südosten, Wilkanów im Süden und Niedźwiedna im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Plomnitz Anfang des 18. Jahrhunderts

Plomnitz wurde erstmals 1350 als Plobnicz erwähnt. Weitere Bezeichnungen waren Plabnicz (1353), Plownicz (1399) und ab 1404 Plomnitz[1]. Es gehörte zum Glatzer Land, mit dem es die Geschichte seiner politischen und kirchlichen Zugehörigkeit teilte und war zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Kieslingswalde gewidmet. Das Patronatsrecht über diese Kirche gehörte 1560 dem Bernard von Zischwitz auf Plomnitz.

Im Dreißigjährigen Krieg plünderten 1622 polnische Truppen, die auf Seiten des Kaisers kämpften, Plomnitz und Umgebung. Dabei wurden in Plomnitz 17 Personen getötet. Nachdem Bernard von Zischwitz wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand seine Besitzungen verlor, gelangte Plomnitz an Hyazinth Ebner von Kri(e)glachstein, der 1659 Susanna, Tochter des Georg Siegmund von Deichsel aus dem Niederhof in Kieslingswalde heiratete, die einen Sohn und eine Tochter gebar. Nach dem Tod Krieglachsteins 1669 gelangte Plomnitz an den Generalfeldmarschall Georg Olivier von Wallis d. Ä., Erbherr auf Kunzendorf. Dieser starb 1689 in Mainz und hinterließ die minderjährigen Söhne Georg Olivier (* 1673) und Franz Paul (* 1677). Bis zu deren Volljährigkeit verwaltete die Witwe Magdalena von Wallis (1657–1712), geborene Gräfin von Attems, die hinterlassenen Güter. Nach ihrem Tod erbte Plomnitz der jüngere Sohn Franz Paul von Wallis. Dieser erwarb 1720 von Franz Karl von Güsner das Kieslingswalder Freirichtergut, von Johann Heinrich von Sandersleben den Mittelhof und von dessen Bruder Siegmund den Niederhof, so dass ganz Kieslingswalde in seinem Besitz war. Dieses verband er mit seiner Herrschaft Plomnitz. 1723 ließ er die Kapelle für die Pfarrkirche errichten. 1728 erwarb er von Johann Franz Ferdinand Peterhansel von Retzburg das Gut Kaiserswalde, das bis 1794 mit der Herrschaft Plomnitz verbunden blieb.

Franz Paul von Wallis war kaiserlicher Hofkriegsrat, Generalfeldzeugmeister und kommandierender General in Siebenbürgen. Er war mit Cäcilia von Liechtenstein verheiratet und starb um 1737 ohne leibliche Nachkommen. Erbe von dessen Grafschafter Gütern Plomnitz, Kieslingswalde, Glasegrund, Weißbrod, Altwaltersdorf, Kaiserswalde sowie Friedrichswalde in Böhmen wurde sein Bruder Georg Olivier von Wallis, dem bereits die Herrschaften Wallisfurth, Seitenberg, Kunzendorf u. a. gehörten. Er inkorporierte der Herrschaft Plomnitz das Dorf Martinsberg, das er 1732 von Kardinal Michael Friedrich von Althann zusammen mit der Herrschaft Seitenberg erworben hatte.

Nach Georg Oliviers Tod 1744 fielen dessen Besitzungen an seinen einzigen Sohn Stephan Olivier von Wallis. Dieser verkaufte 1783 seine Glatzer Besitzungen dem Erblandbaudirektor Friedrich Wilhelm Graf von Schlabrendorf. Dieser veräußerte von den erworbenen Gütern 1789 die Herrschaften Plomnitz und Seitenberg dem königlichen Justizrat Franz Bernhard von Mutius auf Altwasser und Gellenau, jedoch ohne die Dörfer Winkeldorf, Wolmsdorf, Weißwasser und Martinsberg, die Graf Schlabrendorf mit seiner Herrschaft Kunzendorf verband.

Im Zweiten Schlesischen Krieg fand am 13. Februar 1745 bei Plomnitz ein Gefecht zwischen dem preußischen Garderegiment unter General Lehwald und der österreichischen Armee unter General Franz Wenzel Wallis (1696–1774) statt, der sein Hauptquartier in Habelschwerdt hatte.

Nach den Schlesischen Kriegen fiel Plomnitz zusammen mit der Grafschaft Glatz 1763 mit dem Hubertusburger Frieden an Preußen. 1792 verkaufte Bernhard von Mutius Plomnitz, Weißbrod und Kaiserswalde dem Friedrich von Sack und das ganze Dorf Kieslingswalde sowie Glasegrund an dessen Bruder Ernst von Sack. 1794 verkaufte Friedrich von Sack, Erbherr auf Plomnitz, das Gut Kaiserswalde dem Franz Hoffmann, Generalpächter des Majorats Grafenort.

Nach der Neugliederung Preußens gehörte Plomnitz seit 1815 zur Provinz Schlesien und war zunächst dem Landkreis Glatz eingegliedert. 1818 erfolgte die Umgliederung in den neu gebildeten Landkreis Habelschwerdt, zu dem es bis 1945 gehörte. Seit 1874 gehörte die selbständige Landgemeinde Plomnitz zum Amtsbezirk Kieslingswalde. 1939 wurden 861 Einwohner gezählt.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Plomnitz 1945 wie fast ganz Schlesien an Polen und wurde in Pławnica umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. 1975–1998 gehörte Pławnica zur Woiwodschaft Wałbrzych.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Das von den Grafen Wallis errichtete Schloss brannte 1775 ab und wurde anschließend wieder neu errichtet. 1838 musste es abgebrochen werden. Erhalten ist lediglich das Kavalierhaus mit Mansardenzeltdach.
  • Kapelle im Ortsteil Nowa Pławnica
  • Wegkreuze und Wegkapelle

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marek Šebela, Jiři Fišer: České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku. In: Kladský Sborník 5, 2003, S. 387