Přebuz

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Přebuz
Wappen von Přebuz
Přebuz (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Sokolov
Fläche: 2978 ha
Geographische Lage: 50° 22′ N, 12° 37′ O50.36583333333312.620277777778886Koordinaten: 50° 21′ 57″ N, 12° 37′ 13″ O
Höhe: 886 m n.m.
Einwohner: 81 (1. Jan. 2011) [1]
Postleitzahl: 357 06
Kfz-Kennzeichen: K
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Helena Přibilová (Stand: 2010)
Adresse: Přebuz 7
358 01 Kraslice
Gemeindenummer: 560596
Website: www.prebuz.cz
Lageplan
Lage von Přebuz im Bezirk Sokolov
Karte
Am Ortseingang von Frühbuß
Häuserbestand 1961

Přebuz (deutsch Frühbuß) ist eine Stadt im Okres Sokolov in der tschechischen Region Karlsbad.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Přebuz liegt in einer Höhe von 886 m ü. M. im westlichen Erzgebirge und ist eine ehemals königlich böhmische Bergstadt.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Für die Stadt Přebuz sind keine Ortsteile ausgewiesen. Přebuz besteht aus den Katastralbezirken Chaloupky (Neuhaus), Přebuz (Frühbuß) und Rolava (Sauersack). Auf den Fluren von Přebuz liegen des Weiteren die Wüstungen Mlýnské Chalupy (Mühlhäuser) und Břidlová (Schieferhütten).

[Bearbeiten] Demographische Daten

In der Gemeinde leben heute 81 Einwohner. Vor dem Zweiten Weltkrieg zählte Frühbuß über 1400 Einwohner.

[Bearbeiten] Geschichte

Teich bei Přebuz

Die Gründung von Frühbuß ist auf den Bergbau zurückzuführen, der bereits frühzeitig Zubußen erforderte, von denen der Ortsname abgeleitet wurde. Hier fand man u.a. Zinn, Wolfram, Kobalt, Arsen, Wismut und später auch Uran. Im 14. Jahrhundert wurden in dieser Gegend, die zur Herrschaft Falkenau der Herren von Plick gehörte, mehrere Bergwerke gemutet. 1347 gilt als das Gründungsjahr des Ortes. Die Erhebung zur Bergstadt erfolgte im 16. Jahrhundert. Gleichzeitig hatte sich hier auch der protestantische Glaube ausgebreitet, sodass der spätere Erzbischof von Prag in der Stadt von 1679 bis 1684 als katholischer Missionar wirken musste.

Nach dem Rückgang des Bergbaus wurden Heimarbeiten (insbesondere Stickereien), Landwirtschaft und kleinere Betriebe, die Perlmuttknöpfe herstellten, betrieben. 1869 vernichtete ein Brand große Teile der Stadt und das alte Rathaus. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahre. Nach der 1946 erfolgten Vertreibung der deutschen Bevölkerung sank der Ort aufgrund seiner Grenzlage an den Rand der Bedeutungslosigkeit. Seit dem 22. Juni 2007 besitzt Přebuz wieder Stadtrechte und ist die, nach der Einwohnerzahl, kleinste Stadt Tschechiens.

Die Bergbaulandschaft Přebuz ist eine ausgewählte Stätte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Bartholomäus, 1783/84 errichtet

[Bearbeiten] Literatur

  • Ulrich Möckel: Frühbuß. Aus der wechselvollen Geschichte des einstigen Bergstädtchens auf dem Erzgebirgskamm, Schönheide (Eigenverlag) 2006

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Přebuz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2011 (XLS, 1,3 MB)
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