P-keltische Sprachen

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Als p-keltische Sprachen werden bisweilen alle keltischen Sprachen bezeichnet, in denen der indogermanische Labiovelar /kw/ zum Labial /p/ vereinfacht wurde:

  1. die britannischen Sprachen: Walisisch, Kumbrisch, Kornisch und Bretonisch
  2. drei der vier belegten festlandkeltischen Sprachen, d. h. Gallisch (mit Resten des älteren /kw/), Lepontisch und Galatisch.

Es ist in der Forschung jedoch umstritten, inwieweit die Einteilung der keltischen Sprachen in p-keltische und q-keltische Sprachen wirklich sinnvoll ist. Einerseits ist der phonologische Unterschied zwischen /kw/ bzw. /q/ und /p/ ziemlich gering, andererseits würden auf diese Weise die goidelischen Sprachen und das Keltiberische in die eng gefasste Gruppe der q-keltischen Sprachen gelangen. Diese Sprachen unterscheiden sich ansonsten jedoch stark voneinander. Die p-keltischen Sprachen sind im Vergleich zueinander allerdings etwas homogener. Möglicherweise sind deshalb andere Kriterien, etwa die geographische Verteilung oder die Neigung zu Anfangsmutationen für eine grundsätzliche Einteilung der keltischen Sprachen geeigneter.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kenneth H. Jackson: Language and History in Early Britain: A Chronological Survey of the Brittonic Languages, 1st to 12th Century AD. Edinburgh University Press 1953. Ndr. Four Courts Press 1993, ISBN 1-85182-140-6.
  • Martin J. Ball, James Fife (Hrsg.): The Celtic Languages. (Routledge Language Family Descriptions). Routledge, London und New York 1993, ISBN 0-415-28080-X.
  • Paul Russell: An Introduction to the Celtic Languages. (Longman Linguistics Lbrary). Longman, London und New York 1995, ISBN 0-582-10082-8.