P.W.S.26

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Die P.W.S.26 war ein polnisches kunstflugtaugliches Schul- und Übungsflugzeug. Es wurde 1936 aus der P.W.S.16bis entwickelt und anschließend bis 1939 durch die Firma Podlaska Wytwórnia Samolotów produziert. Konstrukteur war August Bobek-Zdaniewski.

Der einstielige, verspannte und nur wenig gestaffelte Doppeldecker hatte Querruder nur im Oberflügel. Der Rumpf, eine geschweißte Stahlrohrkonstruktion mit Holz-Formgebungsleisten, war bis auf den motornahen Bereich stoffbespannt, wie auch die Flächen und das Leitwerk. Von den beiden, hintereinander angeordneten Sitzen war der vordere nur mit Hilfe einer großen seitlichen Klappe zugänglich. Der hintere konnte zur Instrumentenflugschulung mit einer Haube abgedeckt werden. Als Antrieb diente ein 220 PS starker, von P.Z.L. oder Avia in Lizenz gebauter Neunzylinder Wright J-5 Whirlwind, der mit einer langen NACA-Haube verkleidet war. Das feste Fahrwerk mit verkleideten V-förmigen Schwingen und langen, an den Rumpfseiten angelenkten ölgedämpften Federbeinen hatte bremsbare, niederdruck-bereifte Räder. Die nach unten zum Rumpf abgestrebte und zum Seitenleitwerk verspannte Höhenflosse war zur Trimmung einstellbar.

Das Flugzeug konnte auch mit einem im Rumpf starr eingebauten 7,7 mm MG und an den Unterflügeln mit je einer Aufhängevorrichtung für eine 12 kg Übungsbombe ausgerüstet werden.

Insgesamt sollen etwa 250 Flugzeuge gebaut worden sein, von denen im September 1939 eine Reihe in deutsche Hände fiel. Ein Teil davon wurde von der Luftwaffe übernommen und u.a. auch zum Schleppen und zur Blindflugschulung eingesetzt. Zwei sind mit den Verbandskennzeichen 1E+PM und 1E+QK im März 1943 bei der Ergänzungsgruppe (S)1 in Langendiebach nachzuweisen. Ein Flugzeug wurde bei Kriegsende in der Nähe von Stettin von den Polen entdeckt und nach einer Grundüberholung an das Krakauer Luftfahrtmuseum abgegeben. Einige weitere wurden, zusammen mit Ersatzmotoren, an Rumänien verkauft. Auch die Sowjets haben eine Anzahl erbeutet und wohl auch eingesetzt. Bereits vor dem Krieg waren einige P.W.S.26 nach Bulgarien und Portugal exportiert worden.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Baujahr(e) 1936–1939
Hersteller PWS
Konstrukteur(e) August Bobek-Zdaniewski
Typ zweisitziges Schul- und Trainingsflugzeug
Spannweite 9,00 m
Länge 7,03 m
Höhe 2,87 m
Flügelfläche 25,00 m²
Leermasse 885 kg
Startmasse normal 1.170 kg
maximal 1.240 kg
Höchstgeschwindigkeit 201 km/h
Marschgeschwindigkeit 170 km/h
Steiggeschwindigkeit 4 m/s
Gipfelhöhe 4.200 km/h
Reichweite 460 km
Besatzung 2
Triebwerk ein Sternmotor Avia-Wright Whirlwind J5
Leistung 176 kW / 240 PS
Bewaffnung ein starres 7,7-mm-MG Vickers, 2 Bomben je 12,5 kg

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jerzy B. Cynk, Polish Aircraft 1893 – 1939, 1971 Putnam & Company Ltd, London