PEN/GEOS

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PEN/GEOS ist ein Abkömmling des PC/GEOS und wurde vor allem auf mobilen Geräten wie Smartphones, darunter die ersten Versionen des Nokia Communicators und PDAs, eingesetzt.

PEN/GEOS Geschichte[Bearbeiten]

Aufgrund der Vormachtstellung von Microsoft entwickelte „GeoWorks“ in den Jahren 1992 bis 1995 auf Basis von PC/GEOS ein neues System unter der Bezeichnung PEN/GEOS zum Einsatz auf tragbaren Computern. Eine Lizenz zur zukünftigen Entwicklung und Vermarktung von PC/GEOS erwarb 1993 die Firma „NewDeal“.

PEN/GEOS hatte eine optional mit einem speziellen Stift bedienbare Benutzeroberfläche, war weitgehend PC/GEOS kompatibel, und setzte auf ROMDOS, einem Embedded-DOS von „Datalight“ auf. Die Skalierbarkeit von PC/GEOS ermöglicht es, auf GEOS basierende Benutzerschnittstellen (GUIs) für verschiedenste x86-kompatible Hardware und Einsatzzwecke zu entwickeln.

PEN/GEOS Geräte[Bearbeiten]

Tandy Z-PDA, AST GridPAD 2390, Casio Z-7000 & XL-7000[Bearbeiten]

PC/GEOS 2.0 wurde am 9. April 1992 unter der Bezeichnung PEN/GEOS 1.0, neben Newton OS der Firma Apple, Wegbereiter erster PDA-Technologien. Die erste PEN/GEOS-Version wurde Betriebssystem des Tandy Z-PDA, genannt Zoomer, welche kurz nach dem ersten Apple Newton erschien. Dieser Zoomer-PDA war der Urvater alle [Palm]-PDAs und erschien in Lizenz auch als [AST GridPAD 2390]und in der meistverkauften Version als Casio Z-7000, der außerhalb der USA als Casio XL-7000 mit einem multi-lingualem Interface, dafür aber ohne AOL-Client und einiger US-spezifischer Informationstexte verkauft wurde. Diese Zoomer genannten Geräte, waren die ersten PDAs mit einem Anschluss an die damaligen Onlinedienste Compuserve und AOL. Dieser wurde über vorinstallierte Einwahlsoftware ermöglicht. Ein wechseln in das Internet, WWW oder Gopher war mangels Software jedoch noch nicht möglich.

HP OmniGo 100 & 120[Bearbeiten]

GeoWorks entwickelte 1993 PEN/GEOS 2.0, basierend auf PC/GEOS 2.0 für den Taschencomputer HP Omnigo 100 sowie seinem Nachfolger -120, welcher mit Hintergrundbeleuchtung ausgestattet war.

Brother LW-Schreibsystem[Bearbeiten]

In den Folgejahren erschien PEN/GEOS in elektronischen Brother-LW-Bildschirmschreibmaschinen mit integriertem Bürosoftwarepaket und Nike-UI-Oberfläche. Dieses in den Schreibmaschinen befindliche PEN/GEOS ist bis heute die einzige Version, welches einen vom Hersteller bereitgestellten Treiber für Handscanner inklusive dazugehöriger GEOS-Applikation besaß. In Deutschland war das mit PEN/GEOS ausgestattete LW750ic System erhältlich.

Nokia Communicator 9000(i) & 9110(i)[Bearbeiten]

Ab 1996 kam PEN/GEOS 3.0 in den Nokia Communicator Smartphone-Modellen 9000, 9000i, 9110 und 9110i zum Einsatz und begründete den Markt der Smartphones.

Brother GeoBook[Bearbeiten]

Brother brachte 1997 in Zusammenarbeit mit IBM eine Serie von Notebooks mit der Bezeichnung GeoBook auf den Markt. In den Modellen NB-60, NB-80C und PN-9100GR kam eine modifizierte PEN/GEOS Version mit Yago UI-Oberfläche zum Einsatz. Die GeoBook Serie wurde hauptsächlich im Bildungsbereich vermarktet und war Bestandteil der „IBM Eduquest School View“-Strategie.

Niedergang von PEN/GEOS[Bearbeiten]

Als Nokia später für eine neue Communicator-Reihe auf 32-Bit RISC-CPU setzte, geriet GeoWorks in starken Zugzwang, da PEN/GEOS ein x86-kompatibles und auf 16-Bit beschränktes System war. Hektisch kaufte GeoWorks Risc-Software, wie das Eden OS der Eden Group hinzu, nannte es GEOS-E und begann auf dessen Basis und mit der Erfahrung aus PC/GEOS und PEN/GEOS, das neue GEOS-SC, einen 32-Bit RISC-Nachfolger zu entwickeln. GeoWorks verpasste jedoch den vertraglich festgelegten Abgabetermin von GEOS-SC bei Nokia. Dies bedeutete das Aus für PEN/GEOS im Nokia Communicator und begründete den Beginn des Untergang der Firma GeoWorks.

Später konnte Sie GEOS-SC für einige i-mode-Handys und für das erste GSM-fähige Smartphone mit Routenplaner, Toshiba Genio sowie das erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera Toshiba Camesse für den japanischen Markt lizenzieren lassen.

Deutschsprachige Weblinks[Bearbeiten]