PKP-Baureihe SP45

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PKP-Baureihe SP45
PKP-Baureihe SU45
PKP-Baureihe ST45
CEL 1201 bis 1203
SP45-140.jpg
Nummerierung: SP45‑001 bis SP45‑265
SP45‑500
SU45‑005 ... SU45‑265
1201 bis 1203
Anzahl: 266
Hersteller: Cegielski, Poznań
Baujahr(e): 1968–1976 (PKP), 1977 (CEL)
Achsformel: Co' Co'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Kupplung: 18.990 mm
Höhe: 4072 mm
Breite: 3034 mm
Dienstmasse: 102,0 t
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Installierte Leistung: 1750 HP/1250 KW
Traktionsleistung: 320kN
Treibraddurchmesser: 1100 mm
Motorentyp: 2112SSF
Leistungsübertragung: elektrisch

Die Lokomotiven der Baureihe SP45 der Polnischen Staatsbahnen (PKP) sind Diesellokomotiven für die Beförderung von Personenzügen und Schnellzügen. Ein Teil der Baureihe wurde zur Baureihe SU45 umgebaut. Die CEL beschaffte drei baugleiche Lokomotiven.

Baureihe SP45[Bearbeiten]

1967 wurde bei Cegielski in Posen der erste Prototyp einer neuen Baureihe dieselelektrischer Lokomotiven in der Leistungsklasse unterhalb der Baureihen ST43 und ST44 fertiggestellt. Er erhielt die Typenbezeichnung 301D und die Bezeichnung SU45-001 (später in SP45-001 geändert), wurde aber von den PKP nicht übernommen.

Ein weiterer Prototyp mit der Bezeichnung 301Da, der Nummer SP45-002 und einer Länge über Puffer von 18,99 Metern gegenüber 19,24 Metern beim Prototyp 301D wurde 1968 gefertigt und als SP45-500 von den PKP übernommen.

1970 begann die Serienfertigung der Baureihe SP45 unter der Typenbezeichnung 301Db. Die Nummern SP45-001 und -002 wurden erneut vergeben, bis 1976 wurden insgesamt 265 Lokomotiven gebaut.

Aufgrund der eingebauten Dampfheizung, über die die vorrangig für den Güterverkehr vorgesehenen Baureihen ST43 und ST44 nicht verfügen, war die Baureihe SP45 in erster Linie für den Personen- und Schnellzugverkehr bestimmt.

Die Ausmusterung der Baureihe SP45 begann bereits 1975 nach Unfällen. Ab 1988 wurden 191 SP45 in SU45 umgebaut (siehe unten). Der Umbau endete 1998, die verbliebenen SP45 wurden bis 1999 ausgemustert.

Baureihe SU45[Bearbeiten]

1988 wurde SP45-074 mit einer elektrischen Heizung ausgestattet. Ab 1989 begann der Serienumbau von weiteren 190 SP45. Die umgebauten Lokomotiven werden zur Unterscheidung als Baureihe SU45 bezeichnet.

2004 waren noch 166 SU45 im Bestand, Mitte 2008 sind noch etwa 70 Loks betriebsfähig sowie eine ganze Menge mit Fristablauf abgestellt. Einsätze im Reisezugverkehr gibt es noch im Zaklad Taboru (ZT) Czerwiensk (den Frühzug von Żagań nach Forst und zurück sowie zwischen Rzepin und Frankfurt (Oder)), ZT Szczecin (Einsatz von Szczecinek und Krzyz aus), ZT Gdynia (um Chojnice), ZT Bydgoszcz (von Grudziadz nach Dzialdowo sowie Leistungen zwischen Malbork und Kwidzyn), ZT Olsztyn (zwischen Korsze und Elk sowie von Malbork aus einzelne Leistungen nach Kwidzyn bzw. von Elblag nach Braniewo), ZT Bialystok (auf den Strecken um Suwalki) sowie im ZT Poznań (Reisezugleistungen am regelmäßigsten zwischen Leszno und Glogow).

Die Universallokomotiven werden nur ganz selten im Güterverkehr eingesetzt, Anfang des Jahres 2008 konnte man die SU45 im ZT Poznań und Bydgoszcz regelmäßig vor Güterzügen beobachten (auf den Strecken Gniezno–Stawiany, Toruń–Chełmża, Toruń–Sierpc).

Baureihe ST45[Bearbeiten]

Seit 2009 wurden mindestens 18 Lokomotiven der Baureihe SU45 in eine neue Baureihe ST45 umgebaut. Diese erhielten einen 12-Zylinder-MTU 4000 - Austauschmotor mit 1.500 kW und wurden PKP Cargo zugeteilt. Eine Zugheizung ist nicht mehr vorhanden.

CEL 1201 bis 1203[Bearbeiten]

Die Chemins de fer l’Etat Libanais (Libanesische Staatsbahn) bestellte 1974 bei HCP drei Lokomotiven der Bauart 301Dc. Diese war baugleich mit dem Typ 301Db und damit der Baureihe SP45 der PKP. Die Lokomotiven wurden unter den Bezeichnungen 301Dc 225L bis 227L erprobt und 1977 ausgeliefert. Nach Übernahme durch die CEL erhielten sie die Nummern 1201 bis 1203.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paweł Terczyński: Atlas lokomotyw. Poznańskie Klub Modelarzy Kolejowych, Poznań 2004, ISBN 83-920757-1-4.
  • Marek Ćwikła, Paweł Terczyński: Lokomotywy spalinowe produkcji HCP. Kolpress, Poznań 2004, ISBN 83-920784-0-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]