PM-63

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PM-63
Submachine gun wz63.jpg
Allgemeine Information
Einsatzland: Polen, China, Cuba, DDR, Vietnam
Entwickler/Hersteller: Piotr Wilniewczyc
Herstellerland: Polen
Produktionszeit: 1964 bis 1974
Waffenkategorie: Maschinenpistole
Ausstattung
Gesamtlänge: 333 mm mit angeklappter Schülterstütze, 583 mm
Gewicht: (ungeladen) 1,6 kg
Lauflänge: 150 mm
Technische Daten
Kaliber: 9,2 × 18 mm,
9-mm-Parabellum
Mögliche Magazinfüllungen: 15 oder 25 Patronen
Munitionszufuhr: Stangenmagazin
Kadenz: 650 Schuss/min
Anzahl Züge: 6
Drall: rechts
Verschluss: Masseverschluss
Ladeprinzip: Rückstoßlader
Listen zum Thema

Die PM-63 (polnisch: Pistolet maszynowy wzór 1963, auf deutsch: Maschinenpistole Modell 1963) ist eine Infanteriewaffe aus Polen. Sie wird auch als RAK (Ręczny Automat Komandosów, auf deutsch: Handautomat der Kommandokräfte) bezeichnet.

Technik[Bearbeiten]

Die PM-63 ist eine zuschießende Waffe mit einem hohlen Masseverschluss, der den Lauf teilweise umschließt. Der Magazinschacht ist im Griffstück integriert, wodurch sehr kompakte Abmessungen ermöglicht wurden. Der Verschluss liegt außen wie der Schlitten einer Selbstladepistole, wobei ein flaches Gehäuseteil weit über die Laufmündung hervorsteht. Dieser Sporn hat zwei Funktionen: einerseits wirkt er als Kompensator dem „Klettern“ der Waffe bei Feuerstößen entgegen, andererseits dient er als Hilfe beim Laden. Indem der Sporn der Waffe gegen eine feste Oberfläche gedrückt wird, kann die MPi mit nur einer Hand gespannt werden.

Für eine Maschinenpistole ist die Waffe extrem leicht. Um überhaupt kontrollierbar zu sein, war ein Mündungsfeuerkompensator unabdingbar. Zusätzlich wurde die Kadenz durch eine Verzögerungseinrichtung herabgesetzt. Bei maximaler Kompression der Schließfeder wird der Verschluss gehalten, während der Verzögerer noch etwas weiter nach hinten zurückgestoßen wird. Für den beidhändigen Einsatz dient ein abklappbarer Handgriff vorn sowie eine Schulterstütze hinten. Je nach Druck auf den Abzug verschießt die Waffe Einzel- oder Dauerfeuer.

Sonstiges[Bearbeiten]

Diese Waffe gehörte zu den Hauptwaffen der Spezialeinheit der 9. Volkspolizei-Kompanie der DDR.

Im Film Delta Force wird die Waffe von einem der Terroristen während der Flugzeugentführung eingesetzt.

Die Waffe wurde unter dem Namen RAK WCB 1960 entwickelt. Der Name wurde vermutlich von dem Konstrukteur Piotr Wilniewczyc festgelegt. Dieser schlug die Bezeichnung im Jahre 1960 während einer Besprechung vor. Zu diesem Zeitpunkt war Wilniewczyc bereits schwer am Krebs erkrankt und verstarb kurz darauf. „Rak“ bedeutet auf Polnisch „Krebs“.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wz.63 RAK – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • http://world.guns.ru/smg/smg41-e.htm world.guns.ru:''PM-63 Submachine gun (Poland)' (Achtung: Bitte diese Website nicht aufrufen, da sie gefährliche Software verbreitet!)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leszek Erenfeicht: PM-63 “Rak”. In: Forgotten Weapons. WordPress & Atahualpa, abgerufen am 5. Mai 2013 (englisch).