PSI AG
| PSI AG | |
|---|---|
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE000A0Z1JH9 |
| Gründung | 1969 |
| Sitz | Berlin |
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| Mitarbeiter | 1.422 (31. Dezember 2010)[1] |
| Umsatz | 158,7 Mio. EUR (2010)[1] |
| Branche | Softwareentwicklung |
| Website | www.psi.de |
Die PSI Aktiengesellschaft für Produkte und Systeme der Informationstechnologie ist ein börsennotiertes deutsches Softwareunternehmen mit Sitz in Berlin. PSI beschäftigte 2010 mehr als 1.400 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 158,7 Millionen Euro.[1] Bis zum Börsengang 1998 war PSI eines der am demokratischsten organisierten Mitarbeiterunternehmen. Heute ist PSI im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
In Deutschland ist der PSI-Konzern an 11 und im Ausland an 15 Standorten vertreten.[1]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Aktivitäten
Als Lösungs- und Dienstleistungsanbieter entwickelt PSI in Zusammenarbeit mit Pilotkunden Software-Produkte. Dabei ist das Unternehmen auf branchenspezifische Wertschöpfungsprozesse und deren Anbindung an Verwaltungsfunktionen spezialisiert. Durch die Zusammenarbeit mit Exportpartnern aus dem Anlagenbau ist PSI international vertreten. Leitsysteme für Versorger, Industrie und öffentliche Hand sind das Kerngeschäft der PSI.
- Geschäftsbereich Energie: Steuerung, Überwachung und Optimierung
Als europäischer Marktführer bei Energieleitsystemen für Strom, Gas, Wärme, Öl und Wasser zählt PSI Energieversorger zu ihren Kunden. Für sie liefert der Konzern Energiemanagementprodukte (neben Leitsystemen Lösungen für Betriebsmanagement, Netznutzung, Pipelinemanagement, Leckerkennung und -ortung, Portfoliomanagement, Energiehandel und Vertrieb).
- Geschäftsbereich Produktion: Unternehmensweite Prozessoptimierung
Für internationale Konzerne und große mittelständische Unternehmen entwickelt PSI Lösungen für Produktionsmanagement und Logistik in den Bereichen Metals, Automotive, Maschinen- und Anlagenbau sowie leittechnische Lösungen für Produktion, Telematik und Mining. PSI-Lösungen für die Logistik werden neben den Bereichen Lager- und Transportmanagement auch in der Flughafenlogistik eingesetzt. Softwaresysteme für die intelligente Prozessoptimierung ergänzen das Portfolio.
- Geschäftsbereich Infrastruktur: Mobilität und Sicherheit
Das Angebot für Verkehrsunternehmen umfasst Infrastrukturmanagement, leittechnische Anwendungen für Verkehrssysteme und Betriebe. Für Behörden und Organisationen entwickelt PSI Leitsysteme für Katastrophenschutz und öffentliche Sicherheit. Das Monitoring von IT-Infrastrukturen, Applikationen und Geschäftsprozessen komplettiert das Angebot.
[Bearbeiten] Geschichte
PSI wurde 1969 in Berlin von Dietrich Jaeschke gegründet, der bei der AEG am Institut für Automation arbeitete. Es wurde ein erster Auftrag aus der Stahlindustrie gewonnen. Das Unternehmen fusionierte 1973 mit der ebenfalls von ehemaligen AEG-Mitarbeitern gegründeten Aschaffenburger Gesellschaft für Industrielle Datenverarbeitung (GID).[2] Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft wurden die Prinzipien einer weitestgehend demokratisch aufgebauten Mitarbeitergesellschaft 1974 festgeschrieben.[3] PSI war damit absoluter Vorreiter in Sachen Mitarbeiterbeteiligung.
1976 erfolgten erste große Erfolge als Anbieter von Software für die Energieversorgung; 1986 erfolgte die Markteinführung des ersten Standard-Softwareprodukts im Bereich Produktionsplanung (PPS). Umwandlung des Unternehmens 1994 in eine Aktiengesellschaft und im August 1998 Börsengang.
1999 gab das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit der als Auffanggesellschaft ehemaliger DEC-Mitarbeitern gegründeten DITEC AG, zu der Zeit Deutschlands größtem Mitarbeiterunternehmen.[4] Die 2001 aus der Insolvenzmasse der DITEC übernommene Solution Software GmbH musste 2002 jedoch erneut Insolvenz anmelden.[5]
Im Frühjahr 2009 erwarb der Investor Ka-Jo Neukirchen ein 29%-Aktienpaket an der PSI. Trotz öffentlicher Bekenntnisse, dass dieser als Investor willkommen sei[6], unternahm das Unternehmen Schritte, um dessen Anteil zu verwässern: so gab das Unternehmen im Mai 2009 eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts bekannt, bei der sämtliche Aktien von RWE gezeichnet und übernommen wurden. Wenig später, im Juni 2009, beschloss PSI, das Kapital der Gesellschaft gegen Einbringung von Sacheinlagen eines Aktientauschs zu erhöhen. Gegenstand der Sacheinlage sind die Geschäftsanteile an der inControl Tech aus Malaysia. 2010 verkaufte Ka-Jo Neukirchen seinen Anteil an der PSI.
Neben den Mitarbeitern (9,4%) sind heute RWE mit 17,8% und der ehemalige Aktionär von inControl Tech, Harvinder Singh, mit 8,1% die bedeutendsten Aktionäre (Stand Juli 2011).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c d Geschäftsbericht der PSI AG von 2010
- ↑ Flieger 1996, S. 192.
- ↑ Flieger 1996, S. 200.
- ↑ Pressemitteilung der PSI AG vom 21. März 1999 [1]
- ↑ Pressemitteilung der PSI AG vom 23. Oktober 2002 [2]
- ↑ Pressemitteilung der PSI AG vom 27. April 2009[3]
[Bearbeiten] Literatur
- Burghard Flieger: Fallstudie über ein Mitarbeiterunternehmen in: "Produktivgenossenschaft als fortschrittsfähige Organisation. Theorie, Fallstudie, Handlungshilfen", Marburg: Metropolis, 1996, ISBN 3-89518-056-4, Kapitel 3, S. .181-407 (Fallstudie über das Mitarbeiterunternehmen PSI AG)
- Timo Leimbach: Die Geschichte der Softwarebranche in Deutschland (Diss.), München, 2010, S. 300 (Volltext)
[Bearbeiten] Weblinks
52.523713.40629Koordinaten: 52° 31′ 25″ N, 13° 24′ 23″ O
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(Stand: 19. September 2011)
