PZL Bielsko SZD-19

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PZL Bielsko SZD-19
SZD19-2A Zefir2A.jpg
SZD-19A „Zefir 2A“
Typ: Hochleistungssegelflugzeug
Entwurfsland: PolenPolen Polen
Hersteller: PZL
Erstflug:
  • Zefir 1: 31. Dez. 1958
  • Zefir 2: 11. März 1960
Produktionszeit: 1958–1963
Stückzahl: 23

Bei der PZL Bielsko SZD-19 Zefir handelt es sich um ein einsitziges Hochleistungssegelflugzeug der polnischen Firma Szybowcowy Zakład Doświadczalny (deutsch Segelflugzeug-Entwicklungswerk).

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Projektarbeiten begannen 1957 unter Bogumił Szuba und der Bezeichnung SZD-19X Zefir 1. Den Erstflug des Prototyps mit der Kennung SP–1841 absolvierte Stanislaw Skrzydlewski am 31. Dezember 1958. Nach umfangreichen, nicht zufriedenstellenden Erprobungen wurde entschieden, das Flugzeug komplett umzukonstruieren. So entstand ab 1959 die SZD-19-2 Zefir 2, deren Prototyp mit der Kennung SP–2067 am 11. März 1960 von Skrzydlewski erstmals geflogen wurde. Der Schulterdecker wurde zu großen Teilen aus Holz hergestellt und die Rumpfform an die der SZD-24 angelehnt. Entwicklungsleiter Szuba versah die Zefir 2 mit hydraulisch angetriebenen Fowlerklappen, stattete sie jedoch nicht mit Bremsklappen aus, was ihr zwar gute Flugeigenschaften, jedoch ein problematisches Landeverhalten einbrachte, das auch der vorhandene Bremsschirm nicht ausgleichen konnte. Die Zefir 2 hatte ihr Debüt bei der Weltmeisterschaft 1960 in Butzweilerhof, wo die bis dahin gebauten zwei Flugzeuge mit Edward Makula und Jerzy Popiel den 2. und 3. Platz in der Offenen Klasse erzielen konnten.

Anschließend wurde der Typ von Roman Zatwardzicki überarbeitet. Die Zefir erhielt ein größeres Höhenleitwerk, außerdem wurde die Mechanik des einziehbaren Fahrwerks und des Bremsschirms geändert. Das so ausgestattete Flugzeuge erhielt die Bezeichnung SZD-19A Zefir 2A und wurde im SZD-Betrieb Jeżów ab 1962 in einer Kleinstserie von 20 Stück gebaut. Das erste Serienexemplar flog erstmals am 24. Januar 1962 mit der Kennung SP–2370. Ab 1964 erhielten diese Flugzeuge fast ausnahmslos einen nochmals geänderten Bremsschirm-Mechanismus. Mit dieser als SZD-19-2B Zefir 2B bezeichneten Version konnten bei der WM 1963 in Argentinien von Makula und Popiel ein 1. und 2. Platz erflogen werden. Außerdem stellte Makula mit der Zefir 2A mehrere polnische Rekorde auf. So absolvierte er einen 100-km-Dreiecksflug mit 102 km/h und einen 200-km-Flug mit 93,9 km/h. Insgesamt wurden zwischen 1958 und 1963 23 Exemplare des Zefir gebaut,[1] von denen bis zu 13 SZD-19-2 zwischen 1960 und 1963 in acht Länder exportiert wurden.

Weiterentwicklungen sind die Zefir 3 (1965) und Zefir 4(1967).

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten (SZD-19A Zefir-2A)
Baujahre 1960–1963
Hersteller PZL Bielsko
Konstrukteur(e) Bogumil Szuba
Spannweite 17,0 m
Länge 7,20 m
Höhe 1,64 m
Flügelfläche 14 m²
Flügelstreckung 20,6
Flügelbelastung maximal 30 kg/m²
Gleitzahl 34,5 bei 95 km/h
Geringstes Sinken 0,72 m/s bei 87 km/h
Größtes Lastvielfaches +5,5/-3,5
Leermasse 330 kg
Startmasse maximal 415 kg
Besatzung 1
max. zulässige Geschwindigkeit 220 km/h
Mindestgeschwindigkeit 71 km/h
62 km/h mit Klappen
Profil NACA 65-2-515

Literatur[Bearbeiten]

  •  Kazimierz Wojciech Chudzinski: Polnische Segelflugzeuge. Band 1: 1945–1970. Verlag für Technik und Handwerk, Baden–Baden 2014, ISBN 978-3-88180-454-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FliegerRevue August 2009, S. 67, Sammelserie SZD-19-2- Zefir 2