Païta

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Neukaledonien. Zum argentinischen Dirigenten siehe Carlos Païta.
Basisdaten
Land: Neukaledonien
Provinz: Province Sud
Höhe: 0 m - 1618 m
Fläche: 699,7 km²
Einwohner: 12.062
(2004)
Bevölkerungs- dichte: 17 Einwohner je km²
INSEE-Code: 98821[1]
Postleitzahl: 98890[2]
Karte
Lage der Gemeinde in Neukaledonien
Kirche
Ehem. Bahnhof in Paita
Ehem. Lokomotive am Bahnhof
Felszeichnungen bei Paita

Païta ist eine Gemeinde in der Südprovinz in Neukaledonien.

Die Gemeinde liegt größtenteils auf der Hauptinsel Grande Terre, aber auch weitere kleine Inseln vor der Küste gehören dazu. Païta liegt in der Nachbarschaft zu Nouméa und gehört somit in Teilen zum Großraum Nouméa. Die Orte in der Gemeinde Païta sind: Bangou(?), Col de la pirogue, Katiranoma, Kokoréta(?), Makou(?), Naniouni(?), N'dé, Onghoué(?), Païta (Hauptort), Plaine aux cailloux, Port Laguerre(?), Sanatorium (Païta)(?), Saint-Laurent (Païta), Tamoa, Timbia, Tongouin und Tontouta(?).

Die höchste Erhebung ist der Mont Humboldt mit 1.618 m.

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Païta befindet sich der internationale Flughafen La Tontouta. Die Straße von Païta nach Nouméa, das vom Ortskern knapp 30 km entfernt ist, ist als Autobahn ausgebaut, allerdings gebührenpflichtig. Zwischen Nouméa und Païta verkehren stündlich Busse.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Païta (2009 geschätzt)[3]
Einwohner 1.397 1.903 2.522 3.407 4.834 6.049 7.862 12.062 15.206
Jahr 1956 1963 1969 1976 1983 1989 1996 2004 2009

Geschichte[Bearbeiten]

Païta wurde 1870 gegründet, nachdem sich bereits 1857 unter der Führung von James Paddon Kolonisten auf dem Gebiet des heutigen Ortes niedergelassen hatten.[4] Für die Entwicklung des Ortes waren die Gewinnung von Holzkohle sowie ein Hafen an der unweit gelegenen Bucht Port Laguerre von Bedeutung. Païta erhielt 1914 einen Bahnhof als Endpunkt der Bahnstrecke Nouméa–Paita, nachdem die 1904 von Nouméa nach Dumbéa fertiggestellte Eisenbahnstrecke von 1910 - 1914 bis hierher verlängert worden war, diese « Petit Train » genannte Eisenbahnlinie wurde bis 1939 betrieben. [5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ein nicht unerheblicher Teil der erwerbstätigen Einwohner Païtas pendelt täglich zur Arbeit nach Nouméa. In der Umgebung des Ortes wird - für neukaledonische Verhältnisse - relativ intensiv Landwirtschaft betrieben, vor allem in Form von Obst- und Gemüseanbau für die Hauptstadt. Païta ist u.a. für seine Erdbeeren bekannt.

Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten[Bearbeiten]

Im Ortskern ist die 1876 erbaute Kirche sehenswert, die sich am zentralen Hauptplatz erhebt. Neben der Kirche befindet sich ein Marienheiligtum, das an die Grotte von Lourdes erinnert. Beachtenswert ist auch das moderne Kulturzentrum (Centre Culturel) in der Hauptstraße, das u.a. für Ausstellungen und Aufführungen genutzt wird. Das Rathaus (Mairie) befindet sich im Nordwesten des Ortes. Unweit südlich von Païta erhebt sich das 1866 errichtete Mausoleum des am 13. Februar 1861 verstorbenen James Paddon.[6]

Am nördlichen Ortsrand, etwa 2 km nördlich vom Ortskern entfernt, ist in dem Tal Val Suzon, wo sich ein 1904 erbauter Tunnel befindet, noch ein Teil der 1914 fertiggestellten Bahnanlagen mit der Lokomotive Marguerite zu sehen. Die Verladerampe und die Fundamente mehrerer Gebäude sind gut erhalten, die Gleise jedoch wurden abgetragen. Auch die Eisenbahntrasse ist nicht mehr als solche erkennbar. Weitere 2 km entfernt ist das 1960 gegründete Kloster Noviciat des Soeurs Maristes mit einer 1966 erbauten Kapelle und modernen Glasfenstern besuchenswert.[7]

Südöstlich von Païta sind in der Nähe des Passes Katiramona (102 m.ü.d.M.) Felszeichnungen (Petroglyphen) an einem Bach hinter einem Aussichtspavillion beachtenswert. Zum Bach führt eine neu erbaute Betontreppe hinunter. Man erkennt auf verschiedenen Felsbrocken am Bach Spiral- und Blumenmuster, die möglicherweise aus der Zeit um 1400 - 1300 v. Chr. stammen.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Païta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mairie de Païta
  2. Les codes postaux, Nouvelle-Calédonie
  3. Bevölkerungsentwicklung in Païta 1956–2009
  4. Pierre Grundmann: Nouvelle Calédonie, S. 109. Paris 2012
  5. http://fr.wikipedia.org/wiki/Pa%C3%AFta
  6. Pierre Grundmann: Nouvelle Calédonie, S. 108. Paris 2012
  7. Pierre Grundmann: Nouvelle Calédonie, S. 110. Paris 2012
  8. Pierre Grundmann: Nouvelle Calédonie, S. 242. Paris 2012

-22.133333333333166.35Koordinaten: 22° 8′ S, 166° 21′ O