Paar (Donau)

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Paar
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Die Paar zwischen Kissing und Ottmaring

Die Paar zwischen Kissing und Ottmaring

Daten
Gewässerkennzahl DE: 132
Lage Bayern, Deutschland
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle bei Geltendorf-Kaltenberg
48° 7′ 41″ N, 10° 59′ 57″ O48.12791666666710.999166666667572
Quellhöhe 572 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Vohburg in die Donau48.77341666666711.614972222222354Koordinaten: 48° 46′ 24″ N, 11° 36′ 54″ O
48° 46′ 24″ N, 11° 36′ 54″ O48.77341666666711.614972222222354
Mündungshöhe 354 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 218 m
Länge 134 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 1631,52 km²[1]
Abfluss am Pegel Manching Bahnbrücke[2]
AEo: 1215 km²
Lage: 10,7 km oberhalb der Mündung
NNQ (29.08.1947)
MNQ 1926/2006
MQ 1926/2006
Mq 1926/2006
MHQ 1926/2006
HHQ (15.04.1994)
2,6 m³/s
5,18 m³/s
9,47 m³/s
7,8 l/s km²
34,9 m³/s
95,7 m³/s
Mittelstädte Aichach
Kleinstädte Schrobenhausen
Der Paardurchbruch kurz vor Ottmaring

Der Paardurchbruch kurz vor Ottmaring

Die etwa 134 km lange Paar ist ein rechter Nebenfluss der Donau (Bayern, Deutschland).

Flusslauf[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt in einem Endmoränengürtel nördlich des Ammersees nahe dem Schloss Kaltenberg und fließt dann über Walleshausen nach Egling und erreicht bei Mering das Lechfeld.

Die Paar mündet jedoch nicht in den Lech, sondern verlässt bei Friedberg-Ottmaring das Lechtal mit einer Biegung nach Nordosten. Dieser Paardurchbruch ist durch rückschreitende Erosion entstanden. Bis vor etwa 10.000 Jahren war die Friedberger Ach der Unterlauf der Paar, und die heutige untere Paar hatte ihre Quelle bei Ottmaring (siehe auch Flussanzapfung).

Nach dem Durchbruch verläuft die Paar weiter durch das Hügelland zwischen Donau und Isar. Bei Dasing unterquert sie die A 8. Die beiden größten Städte in ihrem weiteren Verlauf sind Aichach und Schrobenhausen. Bei Reichertshofen tritt die Paar in das Ingolstädter Becken ein, wo sie bei Manching die A 9 unterquert und kurz darauf die Auwälder der Donau erreicht.

Die Paar mündete ursprünglich gegenüber von Großmehring in der Nähe von Vohburg in die Donau. Regulierungen haben diese ursprüngliche Mündung jedoch verändert. Die Paar wird aus Hochwasserschutzgründen parallel zur Donau geführt, passiert das Kraftwerk Irsching und mündet erst bei Vohburg, etwa 6 km unterhalb der ursprünglichen Mündung in die Donau.

Flussname[Bearbeiten]

Der Flussname leitet sich wohl ab von einem indogermanischen Wort, das so viel wie „aufwallen“ bedeutet. Der Namenforscher Albrecht Greule hat aber auch die Hypothese aufgestellt, der Name leite sich von dem verödeten Keltenoppidium Manching ab, den die urbajuwarischen Siedler gegeben hätten. Ausgehend von den Bedeutungen des vorbairischen Wortes *barre (leere Fläche bzw. eingefriedete, befestigte Fläche) und von dem damaligen Zustand des Oppidums (von einem noch heute sichtbaren Wall umgebene, siedlungsleere Fläche) nimmt Greule an, die frühen Bajuwaren hätten den Platz des Oppidums „Barre“ genannt, und dieser Name sei dann auf den gesamten Fluss Paar übertragen worden, da Manching an der alten Mündung der Paar liegt. Ebenfalls denkbar wäre aber auch eine dritte Etymologie: Der Name könnte aus der fränkischen Verwaltung stammen. Im Schwarzwald gab es im frühen Mittelalter Gebietskörperschaften, die „Baaren“ hießen und zur Kontrolle des Steuereinkommens in der Region gebildet worden sind. Daraus entstanden nach dem Untergang des selbstständigen Herzogtums Alemannien in fränkischer Zeit Grafschaften. Es wäre denkbar, dass auch die verschiedenen anderen Ortschaften mit Namen „Baar“ oder „Paar“, von denen es in Oberbayern und Bayerisch-Schwaben (z.B. Paar bei Aichach und Baar bei Rain) sowie in der Schweiz und in Frankreich (Bar-Le-Duc) einige gibt, Verwaltungsmittelpunkte aus dem frühen Mittelalter darstellen. Im Fall der Paar passt dazu, dass der Reichertshofener Heimatforscher Gerhard Krahn ein Wegenetz aus römischer oder sogar vorrömischer Zeit rekonstruiert hat, das beim Paarübergang von Baar – dem letzten vor der Einmündung der Paar in die Donau – zu einer Kreuzung zusammen läuft. Auch hier wäre also wieder der Name einer wichtigen Siedlung im Mündungsbereich des Flusses auf den gesamten Fluss übertragen worden.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Die Paar wird unter anderen von der nördlich von Altomünster entspringenden Weilach gespeist, welche in Schrobenhausen mündet, sowie von der in Aichach mündenden Ecknach, dem Krebsbach, dem Eisbach und einigen kleineren Flüssen.

Verkehr[Bearbeiten]

Im Tal der Paar verlaufen die Ammerseebahn Mering–Weilheim zwischen Kaltenberg und Mering, die Paartalbahn von Ingolstadt nach Augsburg, ein längerer Abschnitt der Bundesstraße 300 sowie der Paartalradweg, der mit einer blauen Markierung und einem stilisierten geschlängelten Flusslauf gekennzeichnet ist.

Literatur und Film[Bearbeiten]

Günter Heidemeier drehte für den Bayerischen Rundfunk den Dokumentarfilm „Die Paar, Bilder einer Flusslandschaft“, Peter Solfrank den Bericht „Der Lauf der Paar“.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pegel im Donaugebiet: Manching Bahnbrücke / Paar Hochwassernachrichtendienst Bayern, abgerufen am 4. September 2011
  2. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Donaugebiet 2006. Einzelblatt Pegel Manching Bahnbrücke. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 15. Februar 2013 (PDF, deutsch, Auf: hnd.bayern.de).