Paderborn Baskets

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Paderborn Baskets
Gegründet 1991 (als VBC 1969)
Halle Sportzentrum Maspernplatz
(2500 Plätze)
Homepage http://www.paderborn-baskets.de/
Präsident Christoph Schlösser
Vizepräsident
Bundesliga
Dirk Happe
Trainer vakant
Liga ProA

2011/12: 5. Platz

  NBBL

2011/12: 5. Platz

  JBBL

2011/12: 1. Platz

Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts
Erfolge
Deutscher Meister U14 2011
JBBL Deutscher Meister 2012
Grünes Band 2006,2013

Die Paderborn Baskets sind eine professionelle deutsche Basketballmannschaft aus Paderborn, deren Spielbetrieb seit 2002 von der Paderborn Baskets Team GmbH organisiert wird. In der Vergangenheit trat die Mannschaft unter verschiedenen Sponsorennamen an, zuletzt bis April 2012 als webmoebel Baskets.[1] Ab der Saison 2012/13 heißt der Verein finke baskets.[2] Die Mannschaft spielte in der Spielzeit 1994/95 sowie von 2006 bis 2010 erstklassig in der Basketball-Bundesliga. Seit 1984, damals noch als VBC Paderborn, spielt die Mannschaft immer mindestens zweitklassig, seit 2010 gehört sie wieder der zweithöchsten nationalen Spielklasse unter deren Namen ProA an.

Geschichte[Bearbeiten]

VBC 69 (1969 bis 1991)[Bearbeiten]

Unmittelbarer Vorgängerverein der Paderborn Baskets war der 1969 gegründete VBC 69 Paderborn, in dem auch zum ersten Mal in der Stadt leistungsmäßig Basketball gespielt wurde. Bereits nach sechs Jahren konnten 1975 Jugendmannschaften Meisterschaften im Westdeutschen Basketball-Verband (WBV) erringen und in der Folge wurden Jugend- und Junioren-Nationalspieler wie Manfred Winter und Bernd Zengerling hervorgebracht, die später erste und zweite Liga spielten. 1984 gelang dann der ersten Herrenmannschaft selbst der Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga Gruppe Nord. Der Aufstiegsmannschaft gehörten überwiegend Spieler aus der eigenen Jugend an wie Dirk Happe, der im Jahr zuvor als Jugendnationalspieler bei der Kadetten(U16)-Europameisterschaft im eigenen Land eine Bronzemedaille gewonnen hatte.[3]

Auch in der zweiten Liga setzte sich das Korsett der Mannschaft aus Spielern aus der eigenen Jugend sowie aus Spielern zusammen, die das Studium an der Universität Paderborn, wo unter anderem der langjährige Leverkusener Trainer Günter Hagedorn wirkte, in die Region verschlagen hatte. So war auch die „Ausländer-Position“ im Team über mehrere Spielzeiten hinweg durch den kanadischen Nationalspieler Phil Ohl besetzt, der nebenbei an der Universität auf Lehramt studierte und nach seiner Rückkehr nach Kanada noch einmal WM-Teilnehmer 1990 mit der Nationalmannschaft war. Nach dem Zweitliga-Aufstieg 1984 traten innerhalb des Vereins Zwistigkeiten insbesondere in finanziellen Fragen mit den zuvor erfolgreicheren Volleyballern auf, die bis Mitte der 1980er Jahre als mehrfacher Vizemeister an der nationalen Spitze gestanden hatten. Während im Verein die Basketballer bereits zahlenmäßig an aktiven Mitgliedern überlegen waren, wechselte der Zuschauerzuspruch Ende der 1980er Jahre von den sportlich stagnierenden Volleyballern zunehmend hin zu den Basketballern, die sich 1991 schließlich dazu entschlossen, einen eigenen Verein zu gründen.[4]

Auf- und Abstieg (1991 bis 2001)[Bearbeiten]

1991 spaltete sich die Basketball-Abteilung des VBC 69 geschlossen ab und gründete den Verein Paderborn Baskets 91 e.V.. Als Manager des Zweitligateams wurde Ingbert Koppermann gewonnen und als Ziel der Erstliga-Aufstieg ausgegeben. Bei der Zusammensetzung der Mannschaft wurde nun gezielt und erfolgsorientiert Spieler angeworben, die sich in der zweiten Liga bereits erste Meriten verdient hatte. Zudem konnte 1992 mit dem niederländischen Bushersteller BOVA, der in der Region ansässig geworden war, ein erster Namenssponsor gewonnen werden. Aus der niederländischen Liga brachte man zugleich den belgischen Trainer Werner Rotsaert sowie den zuvor in Amsterdam spielenden US-Amerikaner Douglas Spradley mit und verpasste den Aufstieg im entscheidenden Spiel gegen den Konkurrenten TK Hannover nur knapp. 1993 stieg schließlich der Bodenbelägehersteller forbo als Namenssponsor ein und am Ende der Spielzeit war der Aufstieg frühzeitig sichergestellt.

In der Erstliga-Spielzeit 1994/95 erreichte man die drittschlechteste Bilanz der teilnehmenden Mannschaften mit neun Siegen aus 32 Spielen, darunter ein überraschender Heimsieg gegen den späteren Korać-Cup-Gewinner Alba Berlin. Im Pokal erreichte man etwas überraschend das Final Four-Turnier, wo man den dritten Platz belegen konnte. Die damaligen Bestimmungen sahen zwei ausländische Spieler pro Mannschaft vor, während in der 2. Liga nur ein Ausländer erlaubt war. In der folgenden Relegationsrunde der vier schlechtesten Erstligamannschaften mit den zwei besten Zweitligamannschaften mussten die Erstligateams dann auf einen Ausländer verzichten. Um die Positionen unter dem Korb im sogenannten Frontcourt mit dem estnischen Nationalspieler Margus Metstak nicht zu schwächen, verzichtete Trainer Rotsaert auf den mannschaftsinternen Topscorer Doug Spradley. Die Mannschaft verkraftete diese Schwächung nicht und in der Relegationsrunde konnte sich der Zweitligist TuS Lichterfelde vor den Paderbornern platzieren, die damit abgestiegen waren. Während der TuSLi als Kooperationspartner von ALBA Berlin auf den Aufstieg verzichtete, traten die Paderborner auch aus finanziellen Gründen den Gang zurück in die zweite Liga an. Die veränderte Personalstrategie hatte Verbindlichkeiten entstehen lassen und die Insolvenz einer Firma, die die Mannschaft vermarkten sollte, führte dann beinahe auch zum finanziellen Ruin des Vereins. Trainer Rotsaert verließ den Verein und Manager Koppermann trat von seinem Amt zurück, von den Spielern wechselte Happe zum Aufsteiger TuS Herten und Spradley später zur SG Braunschweig, die 1995 ebenfalls aufgestiegen war und die Baskets in der ersten Liga ersetzt hatten.

In der zweiten Liga versuchte man den Verein langsam zu entschulden und hatte immer wieder mit finanziellen Problemen zu kämpfen,[5] weshalb man schließlich eine eigene Spielbetriebs-GmbH mit dem Namen „Spo(r)tlights“ gründete, die die zukünftigen wirtschaftlichen Risiken aus dem Unterhalt einer zumindest teilweise professionellen Mannschaft tragen sollte. Die veränderte Personalpolitik hatte auch einen regionalen Konkurrenten entstehen lassen: der TV 1864 Salzkotten stieg mit einer Reihe ehemaliger Paderborner Spieler, darunter der US-Amerikaner Vernon Carr (ehemals Sacramento Kings), 1995 in die zweite Liga auf und lieferte sich in den folgenden fünf Jahren teilweise erbitterte Duelle gegen den Lokalrivalen. Nachdem die Salzkottener sich 2000 aus der zweiten Liga zurückzogen, endete die Rivalität letztendlich in einer „Talentoffensive“ genannten Kooperation.[6] Bei einem Training in der Saisonvorbereitung für die Spielzeit 1999/2000 brach der noch nicht ganz 26-jährige Daniel Malcorps mit Herzversagen tödlich zusammen. Die Paderborn Baskets hatten seit 1998 die Firma teamwork als Namenssponsor gewonnen. Deren Insolvenz[7] führte letztendlich auch zur Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft Spo(r)tlights. Die Mannschaft stand wieder vor einer ungewissen Zukunft.[8]

Ära Trainer Spradley (2001 bis 2009)[Bearbeiten]

In der Spielzeit 2000/01 war Nima Mehrdadi, ehemals Trainerassistent von Coach Rotsaert zu Erstliga-Spielzeiten 1994/95, Trainer der Baskets gewesen und hatte auch Doug Spradley, mittlerweile verheiratet mit einer Paderbornerin, nach einigen Erstliga-Spielzeiten bei Braunschweig und dem MBC wieder im Kader begrüßen dürfen. Der Verein als eigentlicher Inhaber der Lizenz der Profimannschaft ging aus der Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft einigermaßen unbeschadet hervor und in der folgenden Spielzeit wurde dann Spradley Trainer der Mannschaft, während Mehrdadi Sportdirektor wurde. Der erfolgsorientierte Trainer Spradley konnte schließlich die Mannschaft aus dem Mittelmaß der zweiten Liga herausführen. Zum Nukleus des neuen Erfolgsteams gehörten mit Marius Nolte und Daniel Lieneke vom Kooperationspartner TV Salzkotten auch wieder zwei „Eigengewächse“. Zum Jahresbeginn 2004 verstarb der amtierende Präsident Bert Bruch plötzlich und unerwartet.[9] Zur Spielzeit 2004/05 verpflichtete man von Ligakonkurrenten die US-Amerikaner Tim Black und Steven Esterkamp, mit denen man nach dem zehnten Spieltag und einer Niederlage gegen selbst erklärten Aufstiegsfavoriten Eisbären Bremerhaven nicht mehr verlor. Am Ende belegte man wegen des schlechteren direkten Vergleichs gegenüber Bremerhaven trotzdem nur den zweiten Platz. In der folgenden Spielzeit 2005/06 verlor man nun kein einziges Spiel mehr und stieg nach saisonübergreifend 50 Siegen in Folge ein zweites Mal in die höchste deutsche Spielklasse auf.

Meisterschafts-Play-off gegen Titelverteidiger ALBA Berlin

Zur Erstliga-Spielzeit 2006/07 trennte man sich nach zwei Jahren von seinem Namenssponsor, dem Polstermöbelhersteller schröno, und da sich am Kern des Zweitliga-Erfolgteams nichts änderte, wurde dessen Erstligatauglichkeit angezweifelt. Trotzdem gelangen wie auch in der folgenden Saison 2007/08 16 Siege aus 34 Spielen und jeweils ein elfter Rang in der Abschlusstabelle. In der Saison 2007/08, in der man zwischenzeitlich als digibu Baskets antrat, wurde Tim Black Topscorer der BBL mit 21,3 Punkten im Schnitt und wechselte im Anschluss nach Belgien. Dafür kehrte zur Saison 2008/09 Stefano Garris, WM-Bronzemedaillengewinner 2002 mit der deutschen Nationalmannschaft und mehrfacher deutscher Meister mit ALBA Berlin, zu seinem Stammverein zurück. Garris konnte jedoch nach längeren Verletzungspausen in den Vorjahren sein altes Leistungsniveau nicht mehr erreichen und die Mannschaft startete schlecht in die Saison. Nach Abgängen von anderen Spielern wurde der knapp 35-jährige Chris Ensminger auf der Centerposition nachverpflichtet, der zu Beginn seiner Deutschland-Karriere mit Spradley in Weißenfels noch zusammengespielt hatte und zuvor vom ehemaligen deutschen Meister brose Baskets „ausgemustert“ worden war. Mit dieser Verstärkung marschierte die Mannschaft aus dem Tabellenkeller bis auf die Play-off-Plätze unter den besten acht Mannschaften. Überschattet wurde diese Erfolgsserie durch neuerliche Finanzlöcher, durch die erneut eine Insolvenz drohte.[10] Verschiedene Hilfsaktionen unter dem Motto „BBL – gekommen, um zu bleiben“, die auch von Fans anderer Vereine unterstützt wurden,[11] und ein erhöhtes Zuschauerinteresse dank des sportlichen Erfolgs und der Hilfsaktionen erhielten jedoch die Zahlungsfähigkeit, so dass die Spielbetriebsgesellschaft sich mit den Gläubigern auf Zahlungsaufschübe einigen konnte. Am Ende der Spielzeit qualifizierte man sich als Tabellenachter erstmals knapp für die Play-offs um die deutsche Meisterschaft, wo man in der ersten Runde dem Titelverteidiger und Hauptrundenersten ALBA Berlin Paroli bot und sich erst im fünften und entscheidenden Spiel der Serie geschlagen geben musste. Am Ende wurden die EWE Baskets Oldenburg deutscher Meister, bei denen Trainer Spradley zwei Jahre zuvor schon als neuer Trainer gehandelt worden war.[12] Spradley verließ nun angesichts der angespannten finanziellen Lage genauso wie die wichtigsten Spieler den Verein und auch Sportdirektor Mehrdadi trat zugunsten seiner weiteren beruflichen Karriere von seinem Amt zurück.

Abstieg aus der BBL und Rückkehr in die neue zweite Liga ProA (seit 2009)[Bearbeiten]

Nach dem großen sportlichen Erfolg mit der Play-off-Teilnahme 2009 stand die folgende Erstliga-Spielzeit 2009/10, die letztendlich die vorerst letzte Erstliga-Spielzeit der Mannschaft werden sollte, durch die geringe Finanzkraft und den Verlust der wichtigsten Akteure unter keinem guten Stern. Überschattet wurde der Saisonbeginn durch den gewaltsamen Tod des ehemaligen Spielers Lavelle Felton, der in der Vorsaison mit seinen Korberfolgen in Schlusssekunden der Mannschaft den Play-off-Einzug und einen Play-off-Sieg über ALBA Berlin gesichert hatte. Unter dem neuen Trainer Olaf Stolz gelang zwar ein Auftakterfolg, danach rutschte man aber sehr schnell auf den letzten Tabellenplatz, den man in der Folge nicht mehr verließ. Nach einer späten Trainerentlassung im Februar 2010 übernahm Dirk Happe als Interimscoach die Mannschaft bis Saisonende[13] und der Möbelhändler webmoebel trat als Namenssponsor für die folgenden zwei Jahre auf. Am Ende der Saison stieg man nach fünf Siegen aus insgesamt 34 Spielen abgeschlagen am Tabellenende wieder ab.

In der Spielzeit 2010/11 trat man in der 2007 geschaffenen ProA an, die das neue Unterhaus der BBL bildete und zusammen mit der ProB die 2. Basketball-Bundesliga abgelöst hatte. Unter dem neuen Trainer Artur Gacaev, der die Juniorenmannschaften des Vereins zuvor erfolgreich in die nationale Spitze geführt hatte, blieb man glücklos und rutschte zunächst in den Tabellenkeller. Nach einem Trainertausch mit Kooperationspartner Accent Baskets aus Salzkotten, der in der ersten Regionalliga des WBV spielt, wurde Thomas Glasauer Trainer und konnte die Mannschaft im Tabellenmittelfeld stabilisieren. In der darauffolgenden Spielzeit 2011/12 gelang mit dem fünften Platz eine Platzierung im oberen Tabellendrittel und die Qualifikation für die neu geschaffenen Play-offs der ProA, wo man jedoch in der ersten Runde ausschied.

Am 27. Juli 2012 gab die Paderborn Baskets Team GmbH bekannt, aufgrund von anhaltenden finanziellen Problemen einen Insolvenzantrag zu stellen.[14] Dieser Antrag wurde letztlich nicht gestellt, sondern am 10. August 2012 mit dem Paderborner Möbelhaus Finke ein neuer Haupt- und Namenssponsor bekanntgegeben.[15]

Im Januar 2013 stellten die finke baskets ihren bisherigen Headcoach Thomas Glasauer frei, nachdem die Bilanz bei 7 Siegen und 12 Niederlagen stand und die angestrebten Play-offs außer Reichweite erschienen. Zum Zeitpunkt der Trainerentlassung standen die Baskets auf Platz 14 der Tabelle. Nachfolger von Thomas Glasauer wurde Martin Krüger,[16] der noch bis Sommer 2012 für verschiedene Mannschaften des Vereins insbesondere im Nachwuchsbereich verantwortlich war, nachdem er zuvor bereits in den 1980er und 1990er die Zweitligamannschaften der Baskets und des TV Salzkotten trainiert hatte.[17] Unter Krüger gelang der Klassenerhalt und die Baskets belegten zu Saisonende mit 12 Siegen und 18 Niederlagen den 13. Tabellenplatz.

Die Saison 2013/2014 verlief sportlich ähnlich wie die Saison 2012/2013. Die Baskets fanden sich fast die gesamte Saison im Mittelfeld der Liga wieder, ohne reelle Chance auf die Play-Offs, aber auch ein Abstieg konnte frühzeitig vermieden werden. Nach Abschluss der Saison auf dem 12. Tabellenplatz legte Headcoach Martin Krüger sein Amt nieder. Als Grund gab er die hohe Belastung an, die er als Teilzeit-Kraft nicht weiter stemmen könne.

Jugend- und Nachwuchsarbeit[Bearbeiten]

Der Verein Paderborn Baskets 91 e.V. hatte schon zu Zeiten vor Vereinsgründung als VBC 69 großen Stellenwert auf eine gute Jugendarbeit und gehörte zu den führenden Vereinen in Westfalen, dem auch auf Landesebene im Vergleich mit den führenden Mannschaften des Rheinlandes gute Platzierungen gelangen.[18] 1991 mit 300 Mitgliedern als Neugründung gestartet hat der Verein nach eigenen Angaben mittlerweile knapp 600 Mitglieder, davon ca. 260 Jugendliche.[19] Mit dem Förderkonzept „Talentoffensive in Ostwestfalen-Lippe“ seit 2003 konnte talentierten Spielern aus der Region bessere Bedingungen geboten werden. Während auch früher schon am Reismann-Gymnasium in Paderborn viele Nachwuchsspieler für den Verein rekrutiert wurden durch Lehrer wie unter anderem Fritz Buhr und später Martin „Sir“ Krüger, der zuvor schon einige Jahre die Zweitligamannschaft des VBC 69 sowie die Nachwuchsmannschaften des Vereins trainiert hatte, ermöglichte die Einrichtung eines Basketball-Internats an dieser Schule auch die Unterbringung von Talenten, die von außerhalb stammen wie beispielsweise die späteren Junioren-Nationalspieler Lars und Ole Wendt, die aus Itzehoe kamen. Das Internat wird als Paderborner Sportinternat von den Baskets im Rahmen des Forums Paderborner Spitzensport unter anderem in Kooperation mit dem Fußball-Zweitligisten SC Paderborn 07 betrieben.[20] Durch diese Maßnahmen konnte der Verein zum führenden männlichen Jugendverein Nordrhein-Westfalens aufsteigen und in nahezu jeder Altersklasse seine Mannschaften jährlich in die „TOP 3“-Teams des WBV führen. Bei den Mädchen beziehungsweise Damen kooperiert man mit dem TSVE Bielefeld, dessen „Lady Dolphins“ die führende Rolle einnehmen im Unterschied zu den Jungen beziehungsweise Herren. Die wichtigste Spielerin, die der Verein hervorgebracht hat, ist Lea Mersch, die 2011 mit der Damen-Auswahl an der EM-Endrunde 2011 teilnahm. 2006 erhielt der Verein das „Grüne Band“ für vorbildliche Talentförderung, welches der „Vizepräsident Jugend“ Christoph Schlösser entgegennahm, selbst langjähriger Zweitligaspieler für den VBC 69.[21]

Mit der NBBL-Mannschaft unter der Führung von Trainer Gacaev und den Wendt-Zwillingen wurde man von 2009 bis 2011 dreimal hintereinander beste Mannschaft Nordwestdeutschlands und erreichte das Top Four-Turnier dieser Altersklasse auf nationaler Ebene. Bei der ersten Teilnahme 2009 verlor das Team mit den Jugend- und Juniorennationalspielern Robert Huelsewede und Dominik Malinowski nur knapp in der Schlussphase das Meisterschaftsfinale gegen den Nachwuchs von ALBA Berlin.[22] In den darauffolgenden Turnieren verlor man das Halbfinale jeweils gegen den späteren Sieger Team ALBA Urspring, denen man 2009 im Halbfinale die einzige Niederlage in einem Final Four beigebracht hatte. Anlässlich des 20-jährigen Klubjubiläums gratulierte der scheidende Bundestrainer Dirk Bauermann persönlich und äußerte seinen Dank und Respekt insbesondere den Jugendtrainern des Vereins.[23] Während die U18-Mannschaft 2011 im sogenannten „Deutschland-Pokal“ trotz einer herausragenden Leistung von Jugendnationalspieler Till Gloger „nur“ Vizemeister wurde,[24] erreichte die U14-Mannschaft unter Trainer Stefan Schettke die erste nationale Jugendmeisterschaft für den Verein.[25] Ein Jahr später wurde Till Gloger wurde zum MVP der NBBL 2011/12 gewählt[26] und die U16 gewann den Meistertitel in der Jugend-Basketball-Bundesliga.[27]

Kader[Bearbeiten]

Kader Paderborn Baskets in der Saison 2014/2015
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
4 KanadaKanada Ty Nurse 30. Juli 1990 1,85 m SG Texas Tech University
6 DeutschlandDeutschland Luis Figge 2. Juni 1997 1,976 m PG/SG eigene Jugend (NBBL)
7 DeutschlandDeutschland Lars Kamp 28. März 1996 1,86 m PG/SG TV 1864 Salzkotten (NBBL)
Forwards (SF, PF)
13 DeutschlandDeutschland Eike Kerfs 14. April 1995 2,02 m PF eigene Jugend
22 DeutschlandDeutschland Frederik Henningsen 21. März 1988 1,98 m SG/SF TV Konstanz
DeutschlandDeutschland Paul Albrecht 2. April 1993 2,03 m PF EWE Baskets Oldenburg
DeutschlandDeutschland Till Pape 10. Dezember 1997 2,02 m PF eigene Jugend (NBBL)
DeutschlandDeutschland Moritz Hübner 10. April 1997 1,99 m SF eigene Jugend (NBBL)
Center (C)
12 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Morgan Grim 7. November 1988 2,03 m C Valga/Maks & Moorits (EST)
DeutschlandDeutschland/KroatienKroatien Ivan Buntic 8. Oktober 1991 2,07 m C Kirchheim Knights
Trainer
Nat. Name Position
DeutschlandDeutschland Uli Naechster Trainer
SerbienSerbien Nikola Milosevic Co-Trainer
DeutschlandDeutschland Dirk Happe Sportdirektor
Legende
Abk. Bedeutung
(NBBL) NBBL-Doppellizenzspieler
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 29. Juli 2014


Wechsel 2014/2015

Zugänge: Ivan Buntic (Kirchheim Knights), Ty Nurse (Texas Tech), Paul Albrecht EWE Baskets Oldenburg, Till Pape (eigene Jugend), Moritz Hübner (eigene Jugend)

Abgänge: Martin Krüger (Trainer/Ziel unbekannt), Niklas Kiel (Fraport Skyliners), Will Barnes (Hamburg Towers), Vincent Kittmann (Hamburg Towers)

Die Spiele der Baskets finden im Sportzentrum Maspernplatz in Paderborn statt. Der Fanclub Maspernpower Paderborn '96 e.V. mit ca. 70 Mitgliedern kümmert sich u.a. um die Organisation der Auswärtsfahrten.

Bestmarken in Erstliga-Spielzeiten[Bearbeiten]

Saison Punkte Rebounds Assists Steals Blocks
2009/2010 Malik Moore Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
418 (12,7 pro Spiel)
Matt Terwilliger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
180 (5,3)
Malik Moore Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
106 (3,2)
Malik Moore Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
41 (1,2)
Sefton Barrett KanadaKanada
29 (0,9)
2008/2009 Steven Esterkamp Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
486 (12,5 pro Spiel)
Chris Ensminger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
325 (9,0)
Lavelle Felton Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
94 (2,4)
Steven Wright Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
40 (1,0)
Chris Ensminger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
11 (0,3)
2007/2008 Timothy James Black Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
702 (21,3 pro Spiel)
Greg Jenkins Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
189 (6,5)
Timothy James Black Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
135 (4,1)
Steven Esterkamp Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
47 (1,5)
Greg Jenkins Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
33 (1,1)
2006/2007 Sergerio Gipson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
497 (14,6)
Jordan Collins Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
189 (5,6)
Sergerio Gipson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
121 (3,6)
Sergerio Gipson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
51 (1,5)
Jordan Collins Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
18 (0,5)
1994/1995[28] Douglas Spradley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
544 (21,8)
Dirk Happe DeutschlandDeutschland
123 (3,8)
Christian Mehrens DeutschlandDeutschland
50 (1,6)

Wichtige ehemalige Spieler[Bearbeiten]

sowie bei den Damen:

  • DeutschlandDeutschland Lea Mersch 1994–2004 als Jugendspielerin

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Die Zuschauerzahlen bleiben eine Baustelle". Neue Westfälische, 17. April 2012, abgerufen am 13. Mai 2012 (Interview mit Präsident Walter: Keine Verlängerung des Namenssponsoring).
  2. http://www.radiohochstift.de/nachrichten/paderborn-hoexter/detail-ansicht/article/paderborner-basketballer-heissen-jetzt-finke-baskets.html
  3. Germany / 1983 European Championships for Cadets. FIBA, abgerufen am 13. Mai 2012 (englisch, Kader des Drittplatzierten im FIBA-Archiv).
  4. Vereinsgeschichte – VBC 69 Paderborn. VBC Paderborn, 19. März 2011, S. 1 + 2, abgerufen am 30. Januar 2013 (PDF (289 KB), Vereinschronik aus Sicht der Volleyball-Abteilung, aktualisierte Version von März 2011).
  5. Peter Glauche: Notorischer Optimist mit Visionen. Die Welt, 15. Februar 2002, abgerufen am 13. Mai 2012 (Gespräch mit Trainer Pat Elzie, in dem dieser nach eigenen Angaben von acht Monate lang ausstehenden Zahlungen in Paderborn berichtet).
  6. Talentoffensive OWL – Das Konzept. Paderborn Baskets, abgerufen am 13. Mai 2012.
  7. Insolvenzverfahren für teamwork eröffnet. Heise Verlag, 3. Januar 2001, abgerufen am 13. Mai 2012.
  8. Paderborn vor dem Rückzug?? Schoenen-Dunk.de, 18. August 2001, abgerufen am 13. Mai 2012 (Wiedergabe einer Pressemeldung der Spo(r)tlights GmbH).
  9. Paderborn Baskets trauern um Bert Bruch. DieJungeLiga.de, 30. Januar 2004, abgerufen am 14. Mai 2012 (Pressemitteilung Paderborn Baskets).
  10. Paderborn Baskets droht Pleite. Der Spiegel, 16. Januar 2009, abgerufen am 13. Mai 2012.
  11. Zeigt Herz für Paderborn! Skybembels.de, 2009, abgerufen am 13. Mai 2012.
  12. Oliver Schulz: Spradley bittet Oldenburger um Freigabe. Nordwest-Zeitung, 23. Mai 2007, abgerufen am 13. Mai 2012.
  13. Happe trainiert die Paderborn Baskets. Neue Westfälische, 19. Februar 2010, abgerufen am 13. Mai 2012.
  14. Paderborn Baskets Team GmbH wird Insolvenzantrag stellen. Paderborn Baskets, 27. Juli 2012, abgerufen am 27. Juli 2012.
  15. Pressekonferenz enthüllt: Insolvenzverfahren endgültig abgewendet. Paderborn-Baskets.de, 10. August 2012, abgerufen am 30. Januar 2013 (Medien-Info).
  16. Krüger neuer Trainer der Paderborn Baskets. Neue Westfälische, 29. Januar 2013, abgerufen am 30. Januar 2013.
  17. Neues Trainerteam bei den finke baskets. OnAir-PB.de, 29. Januar 2013, abgerufen am 29. Januar 2013 (Video der Pressekonferenz).
  18. Historie – Erfolge 1975–2009. Paderborn Baskets, abgerufen am 13. Mai 2012.
  19. Historie. Paderborn Baskets, abgerufen am 13. Mai 2012.
  20. Talentoffensive – Basketball-Internat. Paderborn Baskets, abgerufen am 13. Mai 2012.
  21. Paderborn: Grünes Band. NBBL, 23. November 2006, abgerufen am 13. Mai 2012 (Pressemitteilung der Paderborn Baskets).
  22. TOP4-Finale: 17 Sekunden fehlten an Sensation. Paderborn Baskets, 10. Mai 2009, abgerufen am 13. Mai 2012 (Wiedergabe einer Pressemitteilung der NBBL).
  23. Jochem Schulze: Bauermann adelt die Baskets. Neue Westfälische, 23. Mai 2011, abgerufen am 13. Mai 2012.
  24. Baskets-U18 Zweiter beim Deutschlandpokal. Paderborn Baskets, 1. Mai 2011, abgerufen am 13. Mai 2012.
  25. U14 setzt den Baskets die Krone auf – Deutsche Meisterschaft für Schettke-Team. Paderborn Baskets, 5. Juni 2011, abgerufen am 13. Mai 2012.
  26. Jan Finken: TOP4: Till Gloger und Joschka Ferner als MVP geehrt. NBBL, 20. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  27. Jörg Bähren: JBBL TOP4: Paderborn Baskets sind JBBL-Meister 2011/12. NBBL, 20. Mai 2012, abgerufen am 20. Mai 2012.
  28. Einzelstatistiken in der Veltins Basketball-Bundesliga 94/95. Thomas Grewe, abgerufen am 10. Juli 2010 (Saisonstatistiken auf privaten Webseiten im Namensraum der Universität Gießen).

51.7246168.75294Koordinaten: 51° 43′ 29″ N, 8° 45′ 11″ O