Pakt der Rache

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Pakt der Rache
Originaltitel Seeking Justice
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Roger Donaldson
Drehbuch Robert Tannen
Produktion Ram Bergman
Tobey Maguire
James D. Stern
Musik J. Peter Robinson
Kamera David Tattersall
Schnitt Jay Cassidy
Besetzung
Synchronisation

Pakt der Rache (Originaltitel: Seeking Justice) ist ein US-amerikanischer Action-Thriller aus dem Jahr 2011 von Regisseur Roger Donaldson mit Nicolas Cage in der Hauptrolle.

Handlung[Bearbeiten]

Der Film beginnt mit einem Mann, der ein Interview gibt und sagt, dass er, wenn er aussage, seines Lebens nicht mehr sicher sei. Kurz danach wird der Mann von einer unbekannten Person mit einem Geländewagen ermordet. High-School-Lehrer Will Gerard führt mit seiner Ehefrau Laura eine glückliche Beziehung in New Orleans. Er feiert mit seinem Arbeitskollegen und Freund Jimmy, seiner Frau und einer Freundin der Frau im Mardi Gras. Dabei bemerkt Jimmy lakonisch, dass die Stadt den Bach runtergehe. Als Gerard Tage später sich wieder einmal beim abendlichen Schachspiel mit Jimmy duelliert, wird Laura auf dem Heimweg von ihrer Arbeit von einem Unbekannten brutal zusammengeschlagen und vergewaltigt.

Im Krankenhaus, in welchem Laura medizinisch versorgt wird, wird Will von einem Fremden, der sich ihm als „Simon“ vorstellt, angesprochen. Simon erzählt ihm, dass er einem geheimen Verbund angehöre, der sich für Gerechtigkeit einsetze. Dessen Mitglieder können, falls Will es wünsche, sich um den Täter kümmern – ganz ohne Gerichtsverfahren. Danach schulde Will nur einen kleinen Gefallen. Nach anfänglichem Zögern geht Will noch unter der Wirkung des Schocks auf den Vorschlag ein und Lauras Peiniger wird umgebracht. Der Killer ist jedoch kein Profi und scheitert beinahe mit seinem Anschlag. Kurz vor der Ermordung teilte er dem Opfer mit, dass ein Angehöriger ermordet worden war.

Danach vergehen weitere sechs Monate ohne Vorkommnisse. Beim abendlichen Billardspielen bekommt Gerard einen Anruf von Simon und er trifft ihn im Hinterhof eines Ladens in einem Geländewagen. Er erhält einen Brief und die Anweisung, diesen am nächsten Tag nach der Arbeit um genau 16:15 Uhr in den Briefkasten vor dem Zoo einzuwerfen. Der Brief ist an den Weihnachtsmann adressiert. Kurz vor dem Einwerfen ruft Simon ihn an und lässt ihn den Brief öffnen. In dem Brief befinden sich Bilder eines Mädchens mit ihrer Mutter sowie das Bild eines Mannes. Gerard bekommt den Auftrag, am Eingang zu warten, und sobald die Frau auftaucht, ihr zu folgen oder bei Erscheinen des Mannes sofort Simon anzurufen und „Der hungrige Vogel greift an“ zu sagen. Dies entpuppt sich im Verlauf des Films als das Codewort einer Organisation, die sich der Selbstjustiz gegen Vergewaltiger, Mörder, Pädophile usw. verschrieben hat.

Gerard bekommt von Simon telefonisch den Auftrag, Alan Marsh umzubringen. Es soll durch einen Stoß wie Selbstmord aussehen. Danach sei die Organisation mit Gerard quitt und er werde in Ruhe gelassen. Gerard wird von der Organisation erzählt, dass es sich bei Alan Marsh um einen Sexualstraftäter handele. Die Organisation versichert Will, dass die Überwachungskameras am Tatort ausgeschaltet sein werden. Allerdings hat Gerard nicht die Nerven dazu, und erst nachdem die Organisation ihn unter Druck setzt und in seine Wohnung eindringt, entschließt er sich doch zu dem Mord. Bei seiner Begegnung mit Alan Marsh wird Gerard von ihm angegriffen. Im anschließenden Handgemenge stürzt Alan Marsh ohne Zutun von Gerard über ein Geländer und damit in den Tod. Will wird verhaftet, weil eine der Überwachungskameras nicht ausgeschaltet war und der Film dort ihn belastet. Zu seiner Überraschung erfährt Gerard, dass Alan ein investigativer Journalist war. Ein Polizist, der Teil der Organisation ist, lässt ihn entkommen. Will befindet sich auf der Flucht vor der Polizei und der Organisation, die ihn beinahe ermordet und die auch seine Frau bedroht. Er findet heraus, dass Marsh unschuldig und der Organisation auf der Spur war. Nach weiteren Ermittlungen entdeckt er Beweismaterial und er erkennt, dass Jimmy Teil der Organisation ist. Dieser sagt ihm, dass er der Organisation beitrat, weil er deren Ideale guthieß. Jedoch fühle sich Simon nicht mehr an die ursprünglichen Ideale gebunden und lasse jeden töten, der seiner Meinung nach lebensunwert sei, bzw. wer der Organisation zu nahe komme. Die Organisation bestehe aus Zellen und wenn eine Zelle ausfalle, könne man die Organisation nicht stören. In einem dramatischen Showdown töten Will und Laura Simon und zwei weitere Killer und Simon Jimmy, der in letzter Sekunde auf die gute Seite wechselte. Der korrupte Polizist der Organisation verspricht die beiden laufen zu lassen und den Fall zu vertuschen. Als Will das Beweismaterial zu Marshs Zeitung bringt, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, nimmt ein Kollege Marshs die Materialien mit dem Codewort „Der hungrige Vogel greift an“ an. Will, der nicht weiß ob der Kollege auch Teil der Organisation ist bzw. dieses Zitat aufgeschnappt hat, sieht ihn entsetzt an.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Im englischsprachigen Raum wurde der Filmtitel Seeking Justice auch als "The Hungry Rabbit Jumps" (Das hungrige Kaninchen springt) bekannt, was ein bekanntes Schlüsselzitat des Films darstellt. In der deutschen Synchronisation wurde dieser Satz in "Der hungrige Vogel greift an" umgeändert. Eine Selbstjustizorganisation, deren Gerechtigkeitsempfinden aus dem Ruder läuft ist bereits Grundhandlung des Spielfilms Ein Richter sieht rot.
  • Bei geschätzten Produktionskosten von etwa 17 Millionen[2] US-Dollar wurden an den Kinokassen weltweit rund 12 Millionen US-Dollar eingespielt.[3]
  • Kinostart in den USA (mit eingeschränkter Veröffentlichung in ausgewählten Standorten) war am 16. März 2012. In Deutschland erschien der Film auf DVD und Blu-ray am 1. Juni 2012.

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[4]
Will Gerard Nicolas Cage Martin Keßler
Laura Gerard January Jones Natascha Geisler
Simon Guy Pearce Manou Lubowski
Jimmy Harold Perrineau Oliver Mink
Trudy Jennifer Carpenter
Lieutenant Durgan Xander Berkeley Claus Brockmeyer

Kritiken[Bearbeiten]

„Weitgehend spannender, wenn auch nicht immer schlüssig erzählter Thriller über den schmalen Grat zwischen Verzweiflung, Rache, Selbstjustiz und Kurzschlusshandlung. Überzeugend Guy Pearce in der Rolle des eiskalten Drahtziehers.“

Lexikon des Internationalen Films

„Alles in allem ist Donaldsons neuer Film ein solide und handwerklich gut gemachter Thriller, der unterhalten kann. Durchschnitt. Zu einem außergewöhnlichen Streifen, der in Erinnerung bleibt, reicht es indes nicht, dafür fehlen einfach die Überraschungsmomente.“

Thomas Badtke - n-tv [5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Goldene Himbeere 2013

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK
  2. Finanzdaten laut Internet Movie Database
  3. Finanzdaten laut BoxOfficeMojo
  4. Synchronsprecher laut Deutsche Synchronkartei
  5. Wie weit würdest du gehen? Nicolas Cage und der "Pakt der Rache" auf n-tv vom 8. Juni 2012