Paläolibertarismus

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Paläolibertarismus (engl. Paleolibertarianism) ist eine Form des Libertarismus. Die Theorie des Paläolibertarismus wurde in den USA von Lew Rockwell begründet. Ein bedeutendes Zentrum dieser Denkart ist das Ludwig von Mises Institute of Alabama. Der Paläolibertarismus ist eine Mischung aus Libertarismus im Bereich der Politik und kulturellem Konservatismus in gesellschaftlichen Fragen.

Der Paläolibertarismus ist im Allgemeinen gekennzeichnet durch:[1]

  • eine politische Zweckallianz mit dem Paläokonservatismus, da beide Parteien die Demokratische Partei als gemeinsamen Gegner sehen
  • Ablehnung der interventionistischen Außenpolitik der USA und des damit verbundenen Neokonservatismus
  • ein freier Markt wird angestrebt
  • Privates Eigentum als oberstes Gut einer freien Gesellschaft
  • Ablehnung des Sozialstaats als »organisiertem Diebstahl«
  • Soziale Autoritäten wie die Familie, die Kirche etc. sollen das Individuum vor dem Staat schützen

Bekannte Vertreter des Paläolibertarismus sind Ron Paul (Kandidat der Libertarian Party bei der Präsidentschaftswahl 1988, republikanischer Bewerber um die Nominierung für die Präsidentschaftswahl 2008, 2012), Rand Paul, Murray Rothbard, Lew Rockwell, Hans-Hermann Hoppe, Thomas DiLorenzo (* 1954), Stephen D. Cox und Joseph Sobran (* 1946). Diese stehen Institutionen wie dem Ludwig von Mises Institute of Alabama und dem Center for Libertarian Studies nahe.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Llewellyn H. Rockwell, Jr. "The Case for Paleo-libertarianism (PDF; 13,5 MB)" in Liberty, Januar 1990, S. 35.