Palästinafront

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Palästinafront/Sinaifront
Nordsinai, Palästina, Jordanien und Südsyrien während des Ersten Weltkriegs (nach T.E. Lawrence)
Nordsinai, Palästina, Jordanien und Südsyrien während des Ersten Weltkriegs (nach T.E. Lawrence)
Datum 28. Januar 1915 bis 28. Oktober 1918
Ort Palästina, Sinai
Ausgang Sieg der Briten und Araber
Konfliktparteien
Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich

Flag of Hejaz 1917.svg Arabische Armee

Flag of the Ottoman Empire.svg Osmanisches Reich

Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Austria-Hungary-flag-1869-1914-naval-1786-1869-merchant.svg Österreich-Ungarn

Befehlshaber
John G. Maxwell

Archibald Murray
Philip W. Chetwode
Charles M. Dobell
Edmund Allenby (ab 1917)
Henry George Chauvel
Thomas Edward Lawrence
Faisal bin Hussein

Cemal Pascha

Jadir Bey
Talât Bey
Friedrich Freiherr Kreß von Kressenstein
Erich von Falkenhayn (ab 1917)
Otto Liman von Sanders (ab 1918)


Die Palästinafront bzw. Sinaifront war ein Nebenkriegsschauplatz im Ersten Weltkrieg. Sie wurde im Januar 1915 durch den Vorstoß des Osmanischen Reiches zum Sueskanal eröffnet, der aber durch das Britische Empire abgewehrt werden konnte. Ein zweiter Vorstoß der osmanischen Armee mit deutscher Unterstützung durch das Asien-Korps im Juni 1916 scheiterte. Unmittelbar danach begannen die Briten mit der schrittweisen Rückeroberung der Sinai-Halbinsel und konnten im Dezember 1916 Al-Arisch und im Februar 1917 Rafah einnehmen. Zwei britische Vorstöße auf Gaza im März und April 1917 endeten in Grabenkämpfen und einer britischen Niederlage infolge der geschickten Verteidigung der türkisch-deutschen Truppen unter Befehl von General Friedrich Kreß von Kressenstein. Erst im Oktober nahmen die reorganisierten Briten Beersheba und kurz darauf im dritten Anlauf Gaza ein. Im Dezember folgte die Schlacht um Jerusalem und im Februar 1918 Jericho. Der britische Anlauf auf Amman schlug fehl, was erneut zu monatelangem Grabenkrieg im Jordantal führte. Mit der Landung der Briten vom Mittelmeer konnte am 18. und 19. September die entscheidende Schlacht bei Megiddo mit einem britischen Sieg herbeigeführt werden. Die Schlacht bei Megiddo und die kurz darauf erfolgte Einnahme von Damaskus stellten zudem den Schlusspunkt der britisch-osmanischen Mesopotamienfront und der Arabischen Revolte dar. Das Osmanische Reich musste am 30. Oktober 1918 dem Waffenstillstand von Mudros zustimmen, der nicht nur eine alliierte Besetzung der bisherigen arabischen Provinzen, sondern auch der Meerengen und großer Teile Anatoliens vorsah.


Literatur[Bearbeiten]

  • H. S. Gullet: The Australian Imperial Force in Sinai and Palestine 1914–1918 (10th edition, 1941).
  • F. M. Cutlack: The Australian Flying Corps in the Western and Eastern Theatres of War, 1914–1918 (11th edition, 1941).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sinai- und Palästina-Feldzug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien