Palais Fanto

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Palais Fanto
Seiteneingang Detail

Das Palais Fanto befindet sich im 3. Wiener Gemeindebezirk Landstraße, Ecke Schwarzenbergplatz 6 – Daffingerstraße – Zaunergasse.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Stadtpalais wurde in den Jahren 1917/ 1918 von den beiden Architekten Alexander Neumann und Ernst Gotthilf-Miskolczy für den Geschäftsmann David Fanto errichtet, der mit galizischen Ölquellen zum Millionär geworden war. Nach seinem Tod 1922 wurde das Palais Sitz des Österreichischen Branntweinmonopols und seit März 1998 beherbergt es auch das Arnold Schönberg Center und andere Konzerne.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der in neoklassizistischer Form errichtete monumentale Baublock ist an zwei Seiten frei stehend. Die mit kolossalen ionischen Säulen und durch eine Kuppel gekrönte Eckansicht ist zum Schwarzenbergplatz gerichtet. Ein Portalvorbau, schmiedeeiserne Balkone und liegende allegorische Attikafiguren setzen noch zusätzliche Akzente. Ein hoher genuteter Sockel dominiert die Unterzone des Gebäudes. An den Seitenfronten strukturieren seichte Risalite die Fassade. Balkone mit Balustraden in der Beletage und Schmiedeeisengittern in den übrigen Stockwerken sowie eine Attikabalustrade mit Steinvasen sind weitere gestaltende Elemente. Ein dreiteiliges Portal in der Zaunergasse ist von kannelierten Pilastern gerahmt. Das Motiv der Putten und Masken über dem Portal findet sich auch auf den Keilsteinen in der Beletage. Im Innern gibt es ein Treppenhaus aus Marmor. Das Material war für die geplante Erweiterung der Hofburg des Kaisers in Auftrag gegeben worden. Der Ersten Weltkrieg und das Ende der Monarchie verhinderte die Umsetzung und David Fanto ließ die imperiale Stiege in sein Palais einbauen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Palais Fanto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.19905555555616.377513888889Koordinaten: 48° 11′ 57″ N, 16° 22′ 39″ O