Palais Stoclet

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Palais Stoclet

Das Palais Stoclet ist eine von 1905 bis 1911 im Stil der Wiener Secession erbaute Villa in Brüssel. Der Architekt war Josef Hoffmann, der anfangs auch noch mit dem Bau des Sanatorium Purkersdorf beauftragt war.

Bauherr Adolphe Stoclet beauftragte die Wiener Werkstätte und Hoffmann als Architekten, ein sehr aufwändiges Gesamtkonzept zu entwerfen, an dem zahlreiche Wiener Künstler (u.a. Carl Otto Czeschka, Ludwig Heinrich Jungnickel, Emilie Schleiss-Simandl, Richard Luksch, Elena Luksch-Makowska, Franz Metzner) an der künstlerischen Ausstattung beteiligt waren. Gustav Klimt wurde in diesem Rahmen mit einem von der Mosaikwerkstätte Leopold Forstner auszuführenden Fries (sog. Stoclet-Fries) für den Speisesaal des Palais beauftragt. Klimt schuf die ersten Entwürfe bereits 1905, änderte aber sein Konzept später und zeichnete im Sommer 1908 die Übertragungszeichnungen (heute im Museum für angewandte Kunst (Wien)) in seiner Sommerresidenz am Attersee. Für die Ausführung des Palais Stoclet wurden überwiegend kostbare Materialien verwendet, wie etwa norwegischer Turilimarmor für die Außenwände oder gelbbrauner italienischer Paonazzomarmor bei den Innenwänden. Vom belgischen Künstler George Minne stammen einzelne Skulpturen und Plastiken sowie von Fernand Khnopff farbige Zeichnungen für das Musikzimmer.

Das Palais beeinflusste stilistisch unter anderem den Pariser Architekten Robert Mallet-Stevens, einen Neffen der Gattin von Adolphe Stoclet. Es ist nach wie vor Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich.

Seit Ende Juni 2009 ist das Palais Stoclet Teil des UNESCO-Welterbe.

[Bearbeiten] Literatur

  • Alfred Weidinger: Das Haus Stoclet ist wirklich sehr schön. In: Gustav Klimt. Prestel, München 2007, 200S. S. 118-137 und 289. ISBN 978-3-7913-3763-0.
  • Gabriele Fahr-Becker: Wiener Werkstätte, 1903–1932. Taschen, Köln 2008, ISBN 978-3-8228-3771-9.
  • Alfred Weidinger: 100 Jahre Palais Stoclet - Neues zur Baugeschichte und künstlerischen Ausstattung. In: Gustav Klimt und Josef Hoffmann. Pioniere der Moderne. Prestel, München 2011, S. 204-251. ISBN 978-3-7913-5148-3.
  • Friedrich Kurrent, Alice Strobl: Das Palais Stoclet in Brüssel von Josef Hoffmann: mit dem berühmten Fries von Gustav Klimt. Verl. Galerie Welz, Salzburg 1991, ISBN 3-85349-162-6.
  • Alice Strobl: Zur Geschichte des Stoclet-Frieses 1905-11. In: Gustav Klimt. Die Zeichnungen 1904-1912. Verl. Galerie Welz, Salzburg 1984, ISBN 3-85349-8 (formal falsche ISBN), S. 139ff.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Palais Stoclet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.835254.41601Koordinaten: 50° 50′ 6,9″ N, 4° 24′ 57,64″ O

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